Archiv der Kategorie: Inland

«Gib Toni Bertoluzzi ein neues Zuhause!»

Liebe EU-Bürgerin, lieber EU-Bürger

Wir haben hier in der Schweiz einen Politiker, den wir gerne kostenlos abgeben würden.
Der einfach gestrickte, ewig Gestrige sitzt aktuell im Nationalrat und kann nach Ablauf der Legislatur Periode bei uns abgeholt werden.

Der freundliche Politiker ist Mitglied der SVP Partei, er könnte sich aber bestimmt auch in einer neuen Partei wohl fühlen, sollte diese nur genug Bürgerlich und Konservativ sein.

Für seine Unterbringung empfehlen wir eine intakte Familie, nach christlichem Vorbild in Betracht zu ziehen. Single Haushalte, gleichgeschlechtliche Partnerschaften oder Personen die häufig wechselnde Partnerschaften haben, dürfen auf keinen Fall auf den Politiker losgelassen werden, denn diese Formen des Zusammenlebens bezeichnet der nette Herr als «Fehlgeleitete» mit einem «unnatürlichen Verhalten» und gleichgeschlechtliche Paare hätten «einen Hirnlappen, der verkehrt läuft».

Für Anschriften die das Interesse bekunden, verwenden Sie bitte die folgende Chiffre:
«Gib Toni Bertoluzzi ein neues Zuhause!»

Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

– Daniel Schurter

Auch Zürcher erhalten Jodtabletten

Quelle: tagesanzeiger.ch

Im Herbst bekommen die Zürcher ein Schächtelchen mit 12 Jodtabletten per Post. Denn künftig soll im Falle eines atomaren Unfalls die Bevölkerung im Umkreis von 50 Kilometern um die Schweizer Atomkraftwerke Jodtabletten zuhause haben.

…und mir bitte gleich noch ein Fläschchen Natrium-Pentobarbital beilegen, danke.

[…]
Die atomkritische Organisation Greenpeace beurteilt die Ausweitung der Jodtabletten-Zone skeptisch. «Jodtabletten schützen nur, wenn sie vier Stunden vor dem Einatmen radioaktiver Isotope eingenommen werden», erklärt der Atomexperte Florian Kasser. «Werden die Tabletten erst eingenommen, nachdem man bereits radioaktives Jod inhaliert hat, schaden sie mehr als sie nützen.» Wie eine Behörde die Bevölkerung zur Einnahme der Tabletten aufrufen könne, bevor überhaupt Radioaktivität austrete, sei ihm ein Rätsel.

Da bekommt der Begriff „Beruhigungspille“ plötzlich eine ganz neue Bedeutung…

Mood-Meter zu den Abstimmungsergebnissen vom 17.06.2012

Mein persönlicher Mood-Meter zu den Abstimmungsergebnissen:

Revision des Verkehrsabgabegesetzes – 58,3% Ja 🙂
«Der Kunde ist König» – 70,7 Nein 🙁
Managed-Care – 76% Nein 🙁
Bauspar-Initiative – 68,9% Nein 🙂
Staatsverträge vor das Volk – 75,2 Nein 🙂
«Ja! Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» – 82% Nein 🙂

Die SVP will die obligatorische Krankenkasse abschaffen

Quelle: tagesanzeiger.ch

Pünktlich zum Abstimmungstag über Managed Care fordert Toni Brunner die Aufhebung des Krankenkassen-Obligatoriums. Gelingt dies nicht, will die SVP andere radikale Massnahmen einleiten.
[…]
Angesichts der Gefahr, dass manche die Gesundheitskosten unterschätzen, will die SVP aber doch eine minimale privatisierte Absicherung. Der SVP schwebt eine Art – möglicherweise steuerbegünstigtes – Vorsorgesparen für Krankheitskosten vor. «Jene, die sich keiner Grundversicherung anschliessen, könnten angehalten werden, Reserven für medizinische Belange bereitzustellen.»

Also doch ein Obligatorium, wir nennen es einfach ein wenig anders?

[…] «Die Aufhebung des Obligatoriums ist notwendig , um die Sparanreize zu erhöhen. Zu viele Akteure haben kein Interesse mehr am haushälterischen Umgang mit den Mitteln.»

Dafür muss nicht das Krankenkassen Obligatorium aufgehoben werden, es reicht die Rahmenbedingung aller Akteure neu zu definieren, was sich politisch umsetzen liesse. Toni Brunner von der schweizerischen Tea-Party braucht nur mal über den Teich zu schauen, wie toll die Menschen in den USA mit einem „liberalisierten“ Gesundheitssystem klar kommen.