«Beznau ist Weltklasse»

Sonntag, 11. März 2012 at 12:39 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Nach dem Gerichtsurteil gegen das AKW Mühleberg nehmen rot-grüne Politiker Beznau ins Visier. Die Betreiberin Axpo bezeichnet dieses nun als «absolut sicher» und «Weltklasse».

Es scheint so, als hätte die Axpo inzwischen elegant das Restrisiko abgeschafft. Anders kann ich mir den Ausdruck „absolut sicher“ im Zusammenhang mit einem AKW nicht erklären.
Ein absolut sicheres, Weltklasse Atomkraftwerk müsste sich doch recht einfach gegen jedes Ereignis versichern lassen können, oder nicht?

«Eine Befristung hat grosse Nachteile», begründet Karrer. «Man würde sich, je näher das Ende der Frist rückt, immer mehr überlegen, ob man überhaupt noch in dieses Kraftwerk investieren soll. Das ist für die Sicherheitsphilosophie nicht optimal.»

Sagt uns hier der Herr Karrer, dass auch er die Sicherheit eines AKW’s vernachlässigen würde, sollten seine Atomkraftwerke keine unbefristeten Laufzeiten erhalten? Das Ganze hört sich für mich im besten Fall als Quengelei an, eher aber als einen Droh- und Erpressungsversuch…

BitchAndProud – Die weder Tod noch Penisse fürchtet!

Mittwoch, 7. März 2012 at 18:44 Uhr


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V E R Z I C H T E R K L Ä R U N G
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    BitchAndProud

    Man kennst sie unter dem Twitter Pseudonym swissbitch666, alias BitchAndProud, dass stolze Bitch, welches weder Tod noch Penisse fürchtet!

    Seit geraumer Zeit verfolge ich schon ihren Twitter Stream, mit einer Mischung aus Faszination und Neugier über diese Person. Viel ist nicht über sie bekannt. swissbitch666 heisst möglicherweise „Suter“ mit Nachnamen und wohnt irgendwo in der Stadt Zürich.

    Was hingegen bekannt ist, ist nicht minder interessant: swissbitch666 ist eine aufgeweckte, freche Göre die Spass am Sex hat und die Dinge so sagt wie ihr der Schnabel gewachsen ist! Ihre morgendliche Begrüssung im Stream ist das erste Highlight des Tages, dies toppt jede pseudo-fröhliche Radio Morgenshow um Längen:

    Morgen ihr Muschispalter!

    […]

    Manchen von euch folge ich nur, weil ich sehen will, wieviel blöder es noch geht. Manchen jedoch auch, weil ich sie vögeln will..

    Wer jetzt glaubt, dass sich die Diskussionen nur um die schönste Nebensache der Welt dreht, irrt sich gewaltig. Die Tussi – wie sie sich selbst auch mal gerne nennt – hat sowohl in politischen, wie auch in gesellschaftlichen Themen eine Meinung und meldet sich regelmässig zum aktuellen Tagesgeschehen.
    Sie zeigt auch starkes Interesse an Fussball und Eishockey, eine Kombination die Männerherzen nicht nur in diesem Bereich höher schlagen lässt.

    Wenn ihr etwas gegen den Strich geht, dann setzt sie ihre verbale Schlagfertigkeit gnadenlos ein – und es gehen ihr einige Dinge gegen den Strich!

    Würde es Tell wirklich geben, hätte er den Blocher schon längst aufs Korn genommen.

    Mit ihren Kommentaren bewegt sie sich häufig an der äussersten Grenze des guten Geschmacks, manchmal macht sie auch einen kurzen Trip ins Geschmacks-Ausland, was ich ihr aber verzeihe. Immerhin ist es nicht ganz einfach seinen Standpunkt in 140 Zeichen zu verpacken.

    Jetzt hats der CVP richtig ins Hirn geregnet! „Asyldörfer, damit die Flüchtlinge nicht unter Schweizer kommen“. Wann kommt der gelbe Stern?

    Political correctness ist in diesem Stream sowieso fehl am Platz und dient höchstens als Zierde.

    swissbitch666 zeigt auch gerne mit dem Finger auf unsere Doppelmoral und dabei wird auch die Religion kräftig geschoren und von BitchAndProud an die Leine genommen:

    Jede Katholikin, die behauptet, der Mensch stamme nicht vom Tier ab ist ja auch noch nie so richtig geil von hinten gefickt worden..

    Die Kunst zwischen den Zeilen lesen zu können sollte man aber unbedingt beherrschen, vieles von ihr lässt sich erst auf den zweiten Blick erkennen. Zudem ist es ratsam sein Ironie-, Sarkasmus- und Zynismus-Detektor zu justieren, dies verhindert möglicherweise die Konsultation eines Psychiaters.

    BitchAndProud hat meine volle Aufmerksamkeit erlangt und um es mit ihren Worten zu sagen:

    „Ich brauch eine tägliche Dosis von BitchAndProud – ja, jetzt ist es raus!“

    Für das Schreiben und Veröffentlichen des Beitrages wurde mir von swissbitch666 keine finanziellen, oder sexuellen Gefälligkeiten in Aussicht gestellt.

    Wirtschaftsverband für Atomstopp

    Sonntag, 4. März 2012 at 20:53 Uhr

    Quelle: tagesanzeiger.ch

    Ein Jahr nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima hat Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer erstmals angedeutet, dass der Wirtschaftsdachverband den von Bundesrat und Parlament beschlossenen Atomausstieg mittragen könnte. «Wir sind mit keinem Energieträger verheiratet», sagte er der «SonntagsZeitung».

    Das hat vor 9 Monaten aber noch ganz anders getönt.
    Wenn ich mir die Mitgliederliste von Economiesuisse ansehe, kann ich die Bekundung von Gerold Bührer, nicht mit einem Energieträger verheiratet zu sein, nicht ganz ernst nehmen. Jetzt wo der Ölpreis langsam auf die 150 Dollar-Marke zugeht, erkennt man plötzlich die Wichtigkeit der regenerativen Energien. Zudem, der Ausbau der erneuerbaren Energie geht in der Schweiz viel zu langsam vorwärts, da hat Economiesuisse als grösster Wirtschaftsverband schlicht den Trend verschlafen. Zum Glück gibt es noch denn Swisscleantech Verband, dem traue ich zu, dass dieser den Wechsel herbei führen wird.

    Bührer zeigte sich zudem überzeugt, dass es Gaskraftwerke brauche, um die 40 Prozent Atomstrom in der Schweiz zu ersetzen.

    Gas ist von den fossilen Energien die sauberste und kann als Brückentechnologie sicherlich zum Einsatz kommen. Aber eben nur als Brückentechnologie.

    Podcast – Bedingungsloses Grundeinkommen auf parrot.fm

    Dienstag, 28. Februar 2012 at 0:52 Uhr

    parrot.fm

    Freunde der virtuellen Diskussion treffen sich am Stammtisch und tauschen sich zum Thema “Bedingungsloses Grundeinkommen″ aus. Die Vorstellung eines voraussetzungslosen Einkommens an alle, wirft Fragen auf. Welche Auswirkungen hat es auf die Arbeitsmoral? Wie verändert es die Wirtschaft? Lässt es sich überhaupt finanzieren? Wie kann es eingeführt und umgesetzt werden? Diese und viele weitere Fragen werden am virtuellen Stammtisch besprochen mit einer Länge von einer Stunde und 38 Minuten besprochen.

    Teilnehmer
    Raffi
    Dani
    David
    Simon
    Michael

    Es hat Spass gemacht mit euch am virtuellen Stammtisch zu plaudern!

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

    Donnerstag, 23. Februar 2012 at 13:43 Uhr

    Quelle: golem.de

    Sony Music will, dass die Gema seine Musikvideos auf Youtube nicht mehr sperrt. Der Chef von Sony Music International sieht für die Musikindustrie großes Potenzial im Internet: „Das Internet ist für uns ein Segen.“

    Wo ist sie, die versteckte Kamera!?

    Das Internet sei für die „Musikindustrie ein großer Glücksfall, oder besser gesagt: Das Internet ist für uns ein Segen“, betonte Berger.

    Das Internet habe der Musikindustrie „enorme neue Möglichkeiten gebracht.“ Soziale Netzwerke schufen ganz neue Verbindungen zwischen Musikstars, Fans und Produzenten.

    Ja, ja… und dass schon seit 1998 als Napster die neue Ära eingeläutet hat.

    Der Rückgang beim physischen Verkauf von Musik werde schon fast durch den Verkauf über das Internet ausgeglichen. Mit Song-Download-Diensten, Musikvideo-Angeboten und Abonnements sei im Angebot nun die kritische Masse erreicht.

    Im vergangenen Jahr habe die Musikindustrie weltweit nur noch etwa drei Prozent verloren. Deutschland, der drittgrößte Musikmarkt der Welt, sei zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder stabil. Berger: „Ich bin mir sicher, dass wir in ein bis drei Jahren wieder in einem Wachstumsmarkt sind.“

    Aber Herr Berger, dass passt doch irgendwie nicht mit den Gebetsmühlen zusammen, dass die bösen Raubkopierer den ganzen Musikmarkt in den Abgrund reissen würden?

    *Dani sucht immer noch die versteckte Kamera…*

    Warum ACTA vorerst auf Eis gelegt wurde

    Dienstag, 21. Februar 2012 at 17:49 Uhr

    Quelle: golem.de

    Aus dem Interview mit Alexander Alvaro, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und iRights.info.

    iRights.info: Müssen solche Verhandlungen künftig transparenter ablaufen?

    Alvaro: Das steht außer Frage. Ich habe die EU-Kommission 2010 mit anderen EU-Abgeordneten aufgefordert, uns Zugang zu den Dokumenten zu gewähren. Nur Transparenz sorgt dafür, dass keine Legenden und Ängste entstehen. Dieser Verhandlungsprozess von Acta war desaströs.

    Die Protagonisten aus dem Gremium wussten schon, warum diese die Verhandlungen aus dem erlauchten Zirkel möglichst lange geheim halten wollten.

    iRights.info: Lobbycontrol kritisiert den Einfluss der Unterhaltungs- und Softwareindustrie auf die Verhandlungen. Augenscheinlich wurden deren Branchenvertreter im Gegensatz zur Öffentlichkeit über den Verhandlungsprozess unterrichtet. Gab es einen starken Lobbyeinfluss aus der Privatwirtschaft?

    Alvaro: Bis zu dem Moment, als wir 2010 im EU-Parlament das Augenmerk auf Acta gelegt haben, hätte man das noch so sagen können. In dem Moment, in dem das Interesse des Parlaments an den Verhandlungen wuchs, ist der Lobbyeinfluss einzelner Branchen massiv zurückgedrängt worden. Das erkennt man daran, dass der ursprüngliche Text vom Februar 2010 noch Formulierungen enthielt, die kein vernünftiger Mensch hätte unterschreiben können. Sie wurden inzwischen rausgenommen. Der Text, den wir damals gesehen haben, legt den Schluss nahe, dass es eine sehr hohe Einflussnahme aus der Wirtschaft gab.

    Und heute liegt der Text als Zeitbombe dar. Vieles ist vage und schwammig formuliert, was einer Beruhigungspille gleichkommt. Die grosse Problematik liegt unter anderem in den Bestimmungen des Artikel 36, dass nachträgliche Änderungen durch den ACTA-Ausschuss zulässt. Die Formulierungen, welcher kein vernünftiger Mensch unterschrieben hätte, könnten so wieder Einzug in ACTA finden.

    iRights.info: Sie haben einen Faktencheck zum aktuellen Vertragstext ins Internet gestellt. Darin heißt es: „Bis zum Abschluss der Verhandlungen ist es der FDP im Europäischen Parlament gelungen, die EU-Kommission hinsichtlich der Gefahren der möglichen Einschränkung bürgerlicher Freiheiten zu überzeugen und die kritisierten Punkte aus dem Abkommen zu entfernen.“ Würden Sie dem Abkommen jetzt zustimmen?

    Alvaro: Ich halte die Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) für ausgesprochen wichtig. Es muss tatsächlich so sein, dass die Vertragsparteien, also die Mitgliedstaaten und die EU durch das Abkommen nicht zu Gesetzesänderungen gezwungen werden. Das muss juristisch wasserdicht sein. Wir wollen nicht das böse Erwachen, dass wegen Acta etwas geändert werden muss. Ich glaube, der Europäische Gerichtshof könnte noch in diesem Jahr eine Prüfung vornehmen, so dass wir 2013 eine Entscheidung im Parlament treffen können. Es gibt auch keinen Grund zu besonderer Eile. Es wäre auch kein gutes gesetzgeberisches Handwerk, wenn man ein Abkommen verabschiedet, wenn nicht sicher ist, ob es mit bestehenden Rechtsvorschriften vereinbar ist.

    ACTA wird ja genau deswegen geschaffen, weil die aktuellen Gesetze nicht die Interessen der Rechteverwerter widerspiegeln. Es braucht nicht viel Kombinationsgabe um erkennen zu können, dass über kurz oder lang die bestehenden Gesetzte angepasst werden müssen. Denn das ACTA lediglich eine „Wunschliste“ der Rechteverwerter bleiben soll ist naiv.

    iRights.info: In Ihrem Faktencheck heißt es bereits: „Das Abkommen enthält keine Punkte mehr, die die Freiheit des Internets einschränken“. Halten Sie die massive Kritik an Acta für verfehlt?

    Alvaro: Wenn ich mir die Kritikpunkte anschaue, ist es schwer, sie tatsächlich am aktuellen Text des Abkommens fest zu machen. Ich kann durchaus verstehen, dass man sagt, es bestünde die Möglichkeit, die Intention hinter dem Abkommen aufzugreifen und dann bedenkliche Gesetzesinitiativen auf den Weg zu bringen. Aber selbst wenn das passiert, können die Parlamente dem einen Riegel vorschieben. Ich halte den Text rein sachlich nicht für schädlich. Die Intention dahinter muss man allerdings im Blick haben.

    Es gibt viele Parlamentarier die Schwierigkeiten haben die abstrakte Materie und Komplexität des Internet zu verstehen. Dies ist kein Vorwurf an die Volksvertreter, denn wie ein Pilot sich nicht mit der Materie eines Anwalt auskennt, so kann dies auch für einen Parlamentarier bei Fragen zur digitalen Welt sein. Leider setzen viele Lobbygruppen genau an diesem Punkt an und versuchen dies auszunützen. ACTA wurde nicht deswegen vorerst auf Eis gelegt, weil die Parlamentarier die Gefahr erkannten, sondern weil es zu massiven Demonstrationen von ausserhalb gekommen ist.

    Leider geht bei der ganzen Debatte um ACTA ein wenig vergessen, dass es hier nicht nur um die Wahrung der Rechteverwerter im Internet geht. Ein wichtiger Punkt ist auch der Markenschutz, z.B. bei Medikamenten. Es ist unmöglich, dass ein Patient welcher pro Monat 120 Dollar verdient, sich ein Medikament für 300 Dollar pro Monat leisten kann. Es ist also unentbehrlich für ein Grossteil der Menschheit, dass sie Zugang zu Medikamenten haben, welche sie auch bezahlen können. Mit ACTA wird dies versucht zu verhindern, denn diese Medikamente sind in der Regel Nachahmer Produkte, welche von den Herstellern nicht autorisiert worden sind.

    Mir fehlt das Augenmass in ACTA, natürlich sollen Hersteller Markenschutz geniessen und natürlich brauchen Künstler für ihre Werke ein Schutzfrist. Die Paratenpartei.ch hat ein Positionspapier zum Thema Modernisierung des Urheberrechts auf ihrer Homepage veröffentlicht. Über Themen wie Dauer und die Art des Schutzes sollten wir diskutieren, denn wir leben im 21. Jahrhundert…

    Deutschland setzt Unterzeichnung von Acta aus

    Montag, 13. Februar 2012 at 19:29 Uhr

    Quelle: golem.de

    Deutschland wird Acta vorerst nicht unterzeichnen. Das Auswärtige Amt hat seine entsprechende Weisung zurückgezogen. Wie ein Sprecher des Auswärtige Amts Golem.de sagte, geht dies auf die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zurück. „Mit der bisherigen Nichtunterzeichnung ist keine Entscheidung in der Sache verbunden. Die zuständige Justizministerin hat in dieser Woche Bedenken angemeldet. Damit eventueller Diskussionsbedarf befriedigt werden kann, ist die Unterzeichnung zunächst nicht erfolgt.“ Diese Ankündigung kommt genau 24 Stunden vor den in 50 deutschen Städten geplanten Demonstrationen gegen das Handelsabkommen.

    Dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben!

    Jimmy Schulz, der für die FDP im Innenausschuss des Bundestages sitzt, hatte die Bundesregierung aufgefordert, die Zeichnung von Acta aufzuschieben, bis das EU-Parlament das Abkommen geprüft habe. „Die intransparente Verhandlung des Abkommens war inakzeptabel. Da in Deutschland ohnehin kein Umsetzungsbedarf besteht, ist keine Eile geboten.“

    Eigentlich ist es eine Schande, dass in einer Demokratie solch ein Gebaren überhaupt zustande kommt.

    Kundgebung gegen ACTA in Zürich

    Samstag, 11. Februar 2012 at 18:49 Uhr

    Bei eisigen Temperaturen fanden sich etwa 350 Personen beim Helvetiaplatz in Zürich zur Kundgebung gegen ACTA ein. Die Stimmung war sehr gut und auch die Politik war durch den Nationalrat Balthasar Glättli (Grüne) an der Kundgebung vertreten.

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    Danach ging es mit den Jungs von der Piratenpartei in das Café Casablanca zum aufwärmen und diskutieren.

    Trifft ein Dinosaurier die Content-Industrie: „Na, auch ausgestorben?“

    Freitag, 10. Februar 2012 at 15:06 Uhr

    Quelle: golem.de

    Plattformen wie iTunes, Maxdome und Videoload konnten mit Kaufdownloads und Filmabrufen im vergangenen Jahr in Deutschland stark zulegen. Der gleichzeitige Umsatzrückgang in stationären Videotheken ist laut Filmindustrie aber die Schuld der illegalen Angebote im Internet.
    […]
    Die Absatzmenge der Blu-ray-Discs ist mit 17 Millionen im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent angestiegen, damit war 2011 bereits mehr als jeder siebte verkaufte Bildtonträger eine Blu-ray.
    Zugleich ging der Absatz auf dem DVD-Kaufmarkt im Jahr 2011 mit 101,1 Millionen verkauften Einheiten – nach 103,2 Millionen 2010 – zurück. Der DVD-Umsatz sank um 5 Prozent auf 1,129 Milliarden Euro.

    Möglicherweise hat dies damit zu tun, dass der Kunde den selben Film nicht auf Blue-ray und DVD kauft, auch wenn dies die Content-Industrie so gerne hätte. 🙄

    Der legale Kaufdownload und Abruf von Filmen ist im Jahr 2011 in Deutschland stark angestiegen. Nach Angaben des Bundesverbands Audiovisuelle Medien (BVV) vom 9. Februar 2012 stieg hierzulande der Absatz bei iTunes, Maxdome, Videoload und anderen von 2,9 Millionen Einheiten auf 4,2 Millionen Einheiten, ein Zuwachs um 43 Prozent. Ebenfalls 32 Millionen Euro Umsatz wurden im Verleih on Demand auf diesen Plattformen erwirtschaftet. Die Anzahl dieser Verleihvorgänge stieg 2011 um 55 Prozent, von 6,1 Millionen auf 9,4 Millionen.
    […]
    Zugleich fiel der Verleih in Videotheken von 101,7 Millionen Vorgängen im Jahr 2010 auf 95,5 Millionen Transaktionen. Der Umsatz sank um 6 Prozent, von 242 Millionen Euro 2010 auf 229 Millionen Euro. Trotz des starken Umsatzzuwachses beim legalen Verkauf und Verleih von Filmen um 13,3 Millionen Euro seien an dem Rückgang bei den Videotheken die illegalen Filmangebote im Internet mit ihren „hochkriminellen Strukturen“ schuld, so Lisowsky.

    Ach Lisowsky, immer nur jammern und weinen über die so bösen Raubkopierer. Diese Platte wird auch durch wiederholtes abspielen nicht wahrer. Beim Verleih on Demand einen Zuwachs des Umsatzes, hingegen bei der klassischen Videothek ein Rücklauf… Muss das wirklich noch näher erläutert werden? Macht euch mal Gedanken darüber, warum Megaupload einen Umsatz von 175 Millionen US-Dollar generieren konnte, wenn die Nutzer des Megaupload-Netzwerkes nicht bereit waren für Filme und Musik Geld zu bezahlen? Es ist schon ziemlich dreist die rückläufigen Einnahmen dem illegalen Download zuzuschreiben, ohne die eigene Geschäftsstrategie zu hinterfragen. Nur weil die Content-Industrie noch immer in einem Dornröschenschlaf weilt, haben wir diese paradoxe Situation, dass sie mehrfach für den selben Inhalt Geld kassiert, aber die Rechte der Nutzung im gleichen Schritt immer mehr einschränkt.

    BTW: Samstag, 11. Februar 2012, Kundgebung gegen ACTA in Zürich. Beginn 13:00 Uhr, Helvetiaplatz

    Die Verachtung der Armen

    Donnerstag, 2. Februar 2012 at 16:27 Uhr

    Quelle: tagesanzeiger.ch

    […]
    Die Verachtung der Armen hat im Angelsächsischen Tradition. Daran knüpft auch Mitt Romney an. Der superreiche mögliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner erklärte nach seinem Vorwahlsieg in Florida gestern am TV-Sender CNN: «Mir sind sehr arme Menschen egal.»
    […]
    Romneys Bemerkung ist nicht nur kalt und hartherzig. Sie ist auch ein Beweis dafür, dass sich die amerikanische Gesellschaft de facto zweigeteilt hat. Ein kürzlich erschienenes Buch von Charles Murray mit dem Titel «Coming Apart» liefert die Fakten dazu: In den 1960er-Jahren gab es ebenfalls Arme und Reiche. Aber die Unterschiede waren relativ klein. Murray zeigt das am Beispiel von Luxusautos. Der Cadillac Eldorado Biarritz, das Topmodell dieser Zeit, kostete damals umgerechnet rund 47’000 Dollar. Heute bezahlt man für ein Prestigeauto etwa zehn Mal so viel.
    […]
    Die Kultur der USA war einst bestimmt von der Abscheu über die Privilegien des europäischen Adels. In den letzten Jahrzehnten ist eine Finanzoligarchie herangewachsen, die selbst immer adliger wird. Ihre Verachtung gegenüber den Armen hätte bestens nach Versailles zur Zeit seiner Hochblüte gepasst. «Nur kleine Leute zahlen Steuern», spottete die Hotelkönigin Leona Helmsley einst. «Jetzt sagt ein Präsidentschaftskandidat offen: «Mir sind die Ärmsten egal.»

    Bleibt zu hoffen das Barack Obama für eine weitere Amtszeit wiedergewählt wird.