Minister Schünemann will PC- und Handyverbot für Verdächtige

Donnerstag, 18. November 2010 at 20:26 Uhr

Quelle: golem.de

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) will die Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation für sogenannte „islamistische Gefährder“ einschränken und den Einsatz der Onlinedurchsuchung und Vorratsdatenspeicherung erweitern. Das sagte Schünemann der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Der Minister wolle Personen, die verdächtigt würden, islamistisch motivierte Terroranschläge zu planen, mit Handy- und Computerverbot belegen, „um deren Kommunikation zu erschweren“. Auch die Länderpolizeien will Schünemann zu „Onlinedurchsuchungen von Computern oder präventiven Überwachungen von Telefonaten und E-Mails“ ermächtigen.

Spannend, spannend. Zumal sich ein potentieller Terrorist bestimmt an solch ein Verbot halten wird, stellt sich zudem noch die Frage, wer denn „präventiv“ Überwacht werden soll, wenn doch alle verdächtigen Subjekte keine Handys und Computer mehr benützen dürfen 🙂

Ich dachte immer man kommt in Untersuchungshaft wenn ein ausreichender Verdacht auf eine geplante oder bereits durchgeführte Straftat besteht.
Schünemann fordert in meinen Augen eigentlich folgendes: Bei Verdacht erfolgt eine Bestrafung.

Die CDU ist ja momentan in Sachen Internet und moderner Kommunikation so richtig kreativ wenn es um Verbote und Feindbilder geht.

Vermummungsverbot und Radiergummi fürs Internet

Dienstag, 16. November 2010 at 23:23 Uhr

Quelle: golem.de

CDU-Politiker Axel Fischer fordert

Der CDU-Politiker Axel Fischer hat am Wochenende mit seiner Forderung nach einem Vermummungsverbot im Netz und einem Radiergummi für Netzinhalte für Gelächter im Internet gesorgt. Die Aufregung um seine plakativen Forderungen kann Fischer nicht nachvollziehen.

Fischer schreibt: „Wir brauchen ein ‚Vermummungsverbot im Internet‘. Es kann nicht sein, dass sich viele Bürger in Foren oder anderen Einrichtungen des Netzes hinter selbstgewählten Pseudonymen verstecken und sich so vermeintlich jeglicher Verantwortung für Äußerungen und Verhalten entziehen. Nicht nur die Qualität von Diskussionen in Foren und Blogs leidet hierunter – die vermeintliche Anonymität verleitet viele Nutzer zu Äußerungen und Verhaltensweisen, die sie hinterher bereuen könnten.“

Darüber hinaus fordert er plakativ „die Einführung eines ‚Radiergummis‘ im Internet, mit dem Inhalte nach einer gewissen Zeit gelöscht werden können“. Das sei insbesondere im Zusammenhang mit dem geforderten Vermummungsverbot wichtig: „Kein Vermummungsverbot ohne Radiergummi, sonst entsteht ein Ungleichgewicht. Wie im täglichen Leben auch, muss jeder prinzipiell die Möglichkeit haben, veröffentlichte Informationen zurückzuholen.“

Und wieder einmal schwingt sich ein tapferer Recke auf sein Schlachtross, gewillt im Kampf gegen das böse Internet und seinen düsteren Schergen, die abendländische Ehre zu retten. Denn es darf nicht sein, dass der Bürger – welcher ja von der dunklen Macht des Internets korrumpiert wurde – seine anonymen Absichten freien Lauf in der Datenwolke nachgeht.

Der mutige Recke, schlau wie ein Fuchs, hat noch ein Radiergummi-Ass im Ärmel, um auch die letzte anonyme Diskussionen, welche das Vermummungsverbot zu umgehen versucht, mit seiner CDU-Lanze in das Reich der Finsternis zurück zu radieren.

Welch Scharfsinn dieser Fischer doch an den Tage legt, so hoch auf dem Pferd galoppierend und aufrecht mit Wissen gepaart, entfernt er sich von der Realität hinweg, direkt in den Sonnenuntergang des Gelächters…

E-Book-Piraterie auf dem Vormarsch

Freitag, 8. Oktober 2010 at 13:22 Uhr

Quelle: swissitmagazine.ch

[…]
Die Studie ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Attributor-Chef Jim Pitkow erklärte, die Werte seien allein über Google ermittelt worden. Man habe sich nicht auf das eigene System verlassen, um die Neutralität zu gewährleisten. Weiter bedeutet die Suche nach Raubkopien nicht automatisch, dass diese auch heruntergeladen werden.

…und es ist damit auch nicht bewiesen, dass der „Raubkopierer“ ein potentieller Kunde gewesen wäre.

Bericht: US-Regierung will Internetüberwachung verstärken

Montag, 27. September 2010 at 13:09 Uhr

Quelle: heise.de

[…]
Die FBI-Justiziarin Valerie Caproni hält dagegen, dass es nicht um eine Ausweitung von Befugnissen, sondern um deren Anwendungsmöglichkeit im Interesse der inneren Sicherheit gehe. Derzeit brauche man bei einigen Anbietern oft Monate, um überhaupt Abhörmöglichkeiten ausfindig zu machen. Bei verschlüsselten Botschaften käme man häufig gar nicht weiter. Angst vor Wirtschaftsspionage bräuchten die Nutzer auch künftig nicht haben. Die Provider und Gerätehersteller könnten ihren Kunden weiter „starke Verschlüsselung versprechen“, betonte Caproni. „Sie müssen nur einen Weg finden, uns mit dem Klartext zu versorgen.

YMMD!!! 🙂

1.) Solche Geräte, mit Zugang zum unverschlüsselten Inhalt, werden sich sehr schlecht als „starke Verschlüsselung“ verkaufen lassen. Der Markt wird es regeln.
2.) Wie soll ein Provider eine verschlüsselte Nachricht von zwei Teilnehmern der US-Regierung als Klartext zur Verfügung stellen können?
3.) Der gemeine Terrorist verwendet bestimmt keinen MSN-Messenger oder Skype, um seinen nächsten Anschlag mit seinen Genossen zu besprechen.
4.) Warum sollte die US-Regierung in Sachen Wirtschaftsspionage vertrauenswürdiger sein als ein Konkurrent?

Die haben sich wohl etwas zu fest von Jack Bauer und „24“ inspirieren lassen 🙂

Duke Nukem Forever kommt im 2011

Montag, 6. September 2010 at 15:35 Uhr

vielleicht…
Ich glaube es erst wenn ich es in den Händen halte!

Neuseeland – Gesetz soll Patente für Software verbieten

Mittwoch, 21. Juli 2010 at 11:32 Uhr

Quelle: golem.de

Das sogenannte Patent Bill, das in wenigen Tagen dem neuseeländischen Parlament zur Beratung vorgelegt werden soll, enthält eine Klausel, die Software von der Patentierung ausschließt. Lediglich sogenannte Embedded Software dürfte weiterhin mitsamt der Hardware patentiert werden. Gegenwärtig darf in Neuseeland nur Software zum Patent angemeldet werden, die eine „kommerziell sinnvolle Wirkung“ hat. Mathematische Algorithmen, die in einer Software stecken, können nach neuseeländischem Recht aber nicht patentiert werden.

Sinnvoll und vernünftig.
Die Neuseeländer machen vor, was der gesunde Menschenverstand schon seit Jahren fordert.

Die New Zealand Information and Communications Technology Group (NZICT) machte im Vorfeld intensive Lobbyarbeit gegen den Passus im Patent Bill. Die NZICT repräsentiert unter anderem Microsoft, IBM und Cisco. NZICT-CEO Brett O’Riley argumentiert, dass nicht nur große Firmen von Softwarepatenten profitieren, sondern auch kleinere dadurch ihr geistiges Eigentum schützen könnten. Patente rüsteten neuseeländische Firmen für den Wettbewerb auf dem internationalen Markt. Er sieht auch die neuseeländische Wirtschaft gefährdet, wenn ausländische Investoren aufgrund eines unzulänglichen Patentrechts abwandern.

Eine kleine Firma hat in der Regel nicht die finanziellen Möglichkeiten sich auf einen Patentrechtsstreit mit einer grossen Firma einzulassen. Zudem hat eine kleine Firma weder die finanziellen, noch die personellen Ressourcen, alle Patente im Markt zu überprüfen. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass sich kleinere Firmen plötzlich mit Trivial-Patentklagen konfrontiert sehen, welche Ansprüche stellen wie das: „One-Click-Patent von Amazon“, „Fortschrittsbalken in Computerprogrammen“ oder mein Favorit das „Doppelklick-Patent von Microsoft“.

Grosse Firmen wie Microsoft, Amazon oder Apple sammeln hauptsächlich Patente um sich Gegenklagen mit einem grossen Patent-Portfolio vom Hals zu halten. Für ein Unternehmen welches weniger Patente als sein Konkurrent besitzt, kann eine Klage gegen diesen wie das Durchqueren eines Minenfelds sein.

Inzwischen merken aber auch die Amerikaner, dass Trivial-Patente, Patent-Trolle und U-Boot Patente eigenartige Blüten hervorbringen können, wie das Beispiel der Firma SCO gegen IBM oder Eolas gegen Microsoft zeigten.

Ich hoffe das Neuseeland den Patent Bill in dieser Form ratifizieren wird, denn anders als NZICT-CEO Brett O’Riley sehe ich das heutige Patentsystem als Hemmnis für neue Entwicklungen und als generellen Nachteil für kleinere Firmen.

Link des Tages – sarien.net

Montag, 5. Juli 2010 at 17:50 Uhr

sarien.net

Hach, waren das noch Zeiten 🙂

Larry Laffer


Space Quest

10-Finger-System in 5 Stunden (?)

Mittwoch, 30. Juni 2010 at 15:39 Uhr

Quelle: creativesupport.ch

Basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Gedächtnis- und Lernforschung wurde ein neuartiges Konzept entwickelt. Seit ca. 1 1/2 Jahren führen wir als zur Zeit noch erste Schweizer Anbieterin in Zusammenarbeit mit dem HERDT-Verlag und der Organisation und Informatik der Stadt Zürich einen Kurs durch, der es ermöglicht, in nur 5 Stunden zu lernen, „blind“ auf der PC-Tastatur zu schreiben. Die Teilnehmenden sind begeistert!

Der Kurs basiert auf Elementen der Suggestopädie
und des NLP. Sie lernen also über Bilder, Farben,
Spiele, Musik und Hörspiel die Tastatur kennen und
vertiefen das so Gelernte über ein Lernprogramm
am Computer.

Ich bin da ein wenig skeptisch ob dies wirklich funktionieren kann. Ich werde es aber mal versuchen, denn ich schaue immer noch beim Schreiben auf die Tastatur 🙂

Second Life neigt sich wohl dem Ende zu

Donnerstag, 10. Juni 2010 at 22:10 Uhr

Quelle: inside-it.ch, nzz.ch

Die bis vor wenigen Jahren hochgehypte virtuelle Welt „Second Life“ bewegt sich langsam dem Untergang zu.
[…]
Das Unternehmen will aber nichts von einem Ende der virtuellen Welt wissen: „Die heute angekündigte Restrukturierung wird helfen, Second Life noch einfacher, unterhaltsamer, relevanter und packender für Kunden zu machen, die uns gerade erst kennenlernen.

Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder versucht Second Life zu benutzen. Leider ist es mir bis heute nie möglich gewesen das Spiel einigermassen flüssig spielen zu können, da die Server oder die Netzverbindungen von Linden Labs offensichtlich permanent überlastet sind. Der neue Client 2.0 lässt sich zwar besser und intuitiver bedienen als der alte Client, die Probleme der Performance konnten damit aber nicht behoben werden. Sobald sich 8 Charaktere in der Nähe des eigenen Avatars aufhalten kann man die Frames zählen, was sich irgendwann negativ auf das Spielvergnügen auswirkt…

EuGH-Anwältin stellt Urheberrechtsabgaben infrage

Freitag, 14. Mai 2010 at 13:15 Uhr

Quelle: golem.de

[…]
Trstenjak vertritt in der Angelegenheit die Meinung, dass pauschal auf Geräte und Leermedien erhobene Urheberrechtsabgaben gegen die Urheberrechtsrichtlinie von 2001 (2001/29/EG) verstoßen, da sie „unterschiedslos auf Unternehmen und Freiberufler angewandt werden, die die Geräte und Datenträger eindeutig zu anderen Zwecken erwerben“. Das würde aber der Anforderung eines „gerechten Ausgleichs“ nicht genügen, wie sie in der Richtlinie festgeschrieben ist. Das teilte der EuGH am Dienstag in einer Pressemitteilung mit.
[…]

Sehe ich genau so.
Entweder ist etwas pauschal abgegolten oder es wird individuel nach Benutzung eine Gebühr erhoben. Das Unding der Content-Industrie eine mehrfach Abgeltung auf alles zu erheben und dabei die Rechte, die man mit der Abgeltung bezahlt hat trotzdem nicht nutzen zu können (DRM, Kopierschutz), ist IMHO schon sehr dreist.

Vermutlich versteht der Gesetzesgeber und die Content-Industrie unter „Pauschalabgabe“ etwas anderes als ich, schliesslich habe ich ja nicht Jura studiert…