Initiative gegen «Sterbetourismus» und «Suizidhilfe» begraben

Sonntag, 15. Mai 2011 at 18:28 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Die beiden Vorlagen gegen die Sterbehilfe im Kanton Zürich waren chancenlos. Mit über 84 bzw. 78 Prozent Nein-Stimmen erlitten die EDU- und EVP-Vorlagen Schiffbruch.
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Die Volksinitiative «Nein zum Sterbetourismus» geht auf die Zeit zurück, in der die Sterbehilfe-Organisation Dignitas Suizidwillige aus dem Ausland in Hotelzimmern und Autos in den Tod begleitete, weil dem Verein kein Sterbezimmer zur Verfügung stand. EDU und EVP wollten Dignitas stoppen. Sie verlangen in ihrer Volksinitiative, dass Sterbehilfe an Personen, die weniger als ein Jahr im Kanton Zürich gewohnt haben, unter Strafe gestellt wird.

«Stopp der Suizidhilfe!» Die Sterbehilfe soll in der Schweiz verboten werden: Das verlangen EDU und EVP. Mit ihrer Volksinitiative wollen sie erreichen, dass der Kanton Zürich eine entsprechende Standesinitiative in Bern einreicht. Diese müsste vom eidgenössischen Parlament behandelt werden. Das Volk sagt voraussichtlich Nein und das Begehren ist vom Tisch. Ansonsten müsste der Bund eine Gesetzesvorlage für ein Sterbehilfe-Verbot ausarbeiten.

Zum Glück wurden diese beiden Initiativen abgelehnt, denn in einer aufgeklärten Zeit wie heute sind solche Verbote einfach nur peinlich. Der Wunsch nach einem selbst bestimmten Sterbens ist in unserer Gesellschaft vorhanden und benötigt klare Regelung und juristische Sicherheit für alle Beteiligten. Verbote wie die christlichen Parteien EDU und EVP sie fordern taugen nichts und haben bestenfalls dogmatischen Charakter, denn niemand will einfach mal zum „Spass“ sterben und reist dafür in die Schweiz um sich einer Sterbehilfe-Organisation anzuvertrauen.

Wenn die Urheber der beiden Initiativen tatsächlich geglaubt haben, dass ein einziger Suizid mit der Annahme der Vorlagen verhindert worden wäre, so muss ich neben „peinlich“ noch das Adjektiv „naiv“ hinzufügen.

Und noch eine soziale und liberale Partei – SLB

Samstag, 23. April 2011 at 12:29 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der CVP laufen nicht nur die Wähler davon. Jetzt wird ihr auch noch die Bezeichnung als liberal-soziale Partei streitig gemacht. Denn heute wird in Aarau die Sozial-Liberale Bewegung der Schweiz gegründet (SLB). Hinter der neuen politischen Gruppierung steht unter anderem der Aargauer Grossrat Samuel Schmid. Er ist evangelischer Pfarrer, leitet das Hilfswerk Freundesdienst und gehörte bis vor einem Jahr der EDU an.

«Ich verliess die Partei, weil sie mir zu wenig sozial und zu AKW-freundlich war», sagt der SLB-Mitgründer.
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Die SLB will vor allem in der politischen Mitte Stimmen holen. Dazu bietet sie einen Mix aus linken, liberalen und streng wertkonservativen Anliegen. So ist die SLB gegen die Atomenergie und gegen überrissene Managerlöhne. Sie befürwortet die bilateralen Verträge, setzt auf Eigenverantwortung und kämpft gegen die staatliche Bürokratie. Gleichzeitig ist sie gegen Abtreibung und Sterbehilfe, wie Schmid sagt. «Wir wollen aber nicht über Personen urteilen, die aus einer Notlage heraus handeln. Jeder Fall muss einzeln angeschaut werden», so der Theologe.

Das die SLB das Wort: „liberal“ in ihrem Namen trägt finde ich mutig, zumal diese strikt gegen Abtreibung und Sterbehilfe ist. Was die SLB meint wenn sie sagt, dass sie nicht über andere Personen urteilen will die sich in einer Notlage befinden, erschliesst sich mir nicht ganz. Eine Abtreibung geschieht immer aus einer Notlage heraus, alles andere impliziert sonst, dass es Frauen gibt die Freude an einer Abtreibung haben und diese bewusst suchen. Zudem finde ich es vermessen das die SLB entscheiden kann zu wissen, ob eine Notlage vorliegt die eine Abtreibung gerechtfertigt.

Das es Menschen gibt die nach langer oder qualvoller Krankheit das selbst bestimmte Sterben suchen, zeigt auch hier die Notlage dieser Personen auf. Hier braucht es keine neue Partei, die ihnen die religiösen Konsequenzen eines Freitods vor Augen führen und sich anmassen zu wissen, was richtig und falsch ist.

Mir scheint so als wird hier versucht eine erzkonservative Doktrin in ein Mäntelchen aus sozialem und liberalem Gedankengut zu kleiden, damit sich die „Bewegung“ besser verkaufen lässt.

«Für Freikirchler können Freikirchler nicht pädophil sein»

Freitag, 25. März 2011 at 21:18 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Sektenexperte Georg Otto Schmid hofft, dass der Kinderschänderfall in der Freikirchenszene ein heilsamer Schock ist.

Herr Schmid, die christliche Krippe Purzelbaum hat offenbar nicht allzu genau hingeschaut, als sie einen Kleinkindererzieher angestellt hat, der der evangelikalen Freikirche ICF angehört. Muss man davon ausgehen, dass man sich bereits gekannt hat?
Das ist gut möglich. Die Freikirchen empfinden sich als zusammengehörig. Die Biografie von Freikirchlern beinhaltet in der Regel mehrere Stationen, die theologischen Unterschiede sind nicht mehr relevant. Die Szene ist sehr gut vernetzt, man hält zusammen und grenzt sich gegen aussen ab.
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Für sie sind schon liberalere Reformierte Ungläubige, die in der Hölle schmoren werden. Das Problem ist der Umkehrschluss: Viele Evangelikale können sich nicht vorstellen, dass Leute ihres Glaubens massivst sündigen können. Für Freikirchler können Freikirchler nicht pädophil sein. Ein ICFler ist für ein Mitglied der Christlichen Gemeinde Volketswil automatisch rechtgläubig und ein guter Mensch.

Auch ein ICFler ist ein ganz normaler Mensch, der durch seinen zwar Glauben meint er sei anderen Menschen in moralischer Hinsicht überlegen, was aber ein Trugschluss ist.

Moral gab es schon vor dem Christentum und wird es auch noch geben wenn das Christentum nicht mehr existiert. Moral ist zudem kein starres Konstrukt welches sich niemals ändert, sondern spiegelt den Konsens einer Gesellschaft im Zusammenlebens wider.

Dinge, wie das Zusammenleben unter einem Dach zweier unverheirateten Menschen, war im Jahr 1950 höchst unmoralisch. Nur die Ehe gebietet es einem eine solche Wohngemeinschaft zu führen. Das selbe gilt auch beim Recht auf Verhütung, was 40 Jahren nach der Antibabypille immer noch für kontroverse Diskussionen in religiösen Kreisen sorgt. Die Gesellschaft hat sich einem Bedürfnis angepasst und die nötigen Rahmenbedingung erarbeitet oder sogar erkämpft.

Es lässt sich bei allen Menschen und Kulturen so etwas wie eine „Grundmoral“ erkennen. Darunter fallen Dinge wie das töten von anderen Menschen oder die natürliche Hemmschwelle von Pädophilie. Diese Moralwerte sind durch die Evolution entstanden und sind Teil der menschlichen Strategie ums Überleben. Diese Grundeinstellung ist überall auf der Welt vertreten, unabhängig vom Geschlecht, der Rasse und der Religion.

«Schwulen ohne Partner bleibt Prostitution oder Pädophilie»

Donnerstag, 24. März 2011 at 19:25 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

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Emil Grabherr outet sich als Schwulenfeind.
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In der neusten Ausgabe der Parteizeitung «Kurier» nimmt er gegenüber den Homosexuellen kein Blatt vor den Mund. Schwule gebe es drei verschiedene Arten, schreibt er in einer bildungspolitischen Tirade gegen die Erosion der Geschlechterrollen und den «perversen Sexualunterricht im Kindergarten»: Neben den in ordentlicher Partnerschaft lebenden Schwulen gehörten «auch die männlichen Huren und die unter keinem Titel akzeptierbaren Bubenschänder» dazu.
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Bei den Luzerner Jungsozialisten und deren homosexueller Arbeitsgruppe GaynossInnen hat Grabherrs Kategorisierung Entsetzen ausgelöst.
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«In seinem Schubladen-Wahn versucht Grabherr verzweifelt, sein heteronormatives Weltbild zu retten, und bezichtigt Schwule, nur zwischen drei Arten der Sexualität wählen zu können. Als Single bleibt mir dann wohl nur noch Prostitution und Pädophilie», sagt Gaynosse Florian Vock, der über Grabherrs «blinde Argumentation» nur lachen kann.
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Die Gesellschaft lebe nach wie vor von der natürlichen Beziehung von Mann und Frau. Die «Gleichwertigkeit jeglicher sexuellen Orientierung» schon im Kindergarten zu propagieren, findet Berufsschullehrer Grabherr total daneben.

Der gute Grabherr muss ja in einer ganz sonderbaren Welt leben wenn er so ein Weltbild lebt und pflegt.
Nach der verko(r)ksten Logik von Emil Grabherr würde nämlich folgende Bedingung bei heterosexuellen Menschen zutreffen:

Single Männer = männliche Huren und Mädchenschänder
Single Frauen = weibliche Huren und Bubenschänder

Im Übrigen weist der Luzerner SVP-Politiker darauf hin, dass er Homosexuelle «aus der erstgenannten Gruppe», also jener mit Lebenspartner, durchaus zu seinem Freundeskreis zählen dürfe.

Er hat also nichts gegen Homosexuelle solange diese in einer Beziehung leben? Ähmm… und dieser Mann ist Lehrer?!

Der Papst erhebt Jesus-Mythen zu Fakten

Dienstag, 15. März 2011 at 23:31 Uhr

In seinem neuen Jesus-Buch nimmt Benedikt XVI. die Evangelien wortwörtlich. Sein dogmatischer Zugang versperrt ihm die Sicht auf die historische Figur.
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Unbeleckt von den Erkenntnissen aus 200 Jahren historischer Bibelkritik, wonach die Evangelien weniger historische Information als religiöse Botschaft enthalten, nimmt Benedikt sie wortwörtlich. Die frühestens 30 Jahre nach dem Tod Jesu aufgezeichneten Evangelien liest er wie Augenzeugenberichte. Er unterscheidet nicht wie die historischkritischen Exegeten zwischen dem Jesus der Geschichte und dem verkündigten Christus des Glaubens. Anders als die universitäre Theologie hält er die Worte des historischen Jesus und die spätere theologische Auslegung durch die gläubige Gemeinde nicht auseinander.

Der liebe Papst Benedikt der XVI kann glauben an was er will. Wenn er möchte soll er doch die Bibel-Märchen und Jesus-Mythen als Fakten anerkennen und die ganzen Widersprüche wortwörtlich auslegen. Wenn es ihm lustig ist darf er auch glauben, dass die Erde eine Scheibe ist und die Sonne sich um sie dreht. Ich darf ja schliesslich auch glauben, dass der gute Mann nicht mehr alle Tassen im Schrank hat…

Zu guter Letzt weiss doch jeder vernünftige Mensch das es nur einen Gott geben kann – Das Flying Spaghetti Monster. Die Beweise dafür sind überall zu sehen, warum versteht das die Christus-Sekte eigentlich nicht. Wie viele Beweise brauchen die eigentlich noch, bis diese Ketzer das Flying Spaghetti Monster als einzigen, wahren Gott anerkennen?!

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Offline im Auftrag des Herrn

Freitag, 18. Februar 2011 at 22:37 Uhr

Quelle: golem.de

Ein evangelischer Medienverband ruft zum „Medienfasten“ auf: Eine Woche lang sollen Spielkonsole, Computer und Fernseher aus bleiben – damit mehr Zeit für Freunde und Familie ist und Kopf und Seele frei bleiben.

Wenn ein evangelischer Medienverband so ein Aufruf macht, geht es in erster Linie nicht um Freunde und Familie.

Aus dem golem.de Forum:

Dieser theologische Aufruf soll eigentlich nur heißen:
„Tausche Deine virtuellen Freunde, gegen einen imaginären Freund“

Damit ist zu diesem Thema alles gesagt worden 😈

Prominenter Aussteiger wirft Scientology Sklaverei vor

Samstag, 12. Februar 2011 at 12:44 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Nach 35 Jahren hat Hollywood-Regisseur und Oscar-Preisträger Paul Haggis die Sekte verlassen und erhebt schwere Vorwürfe. Scientology weist alle Anschuldigungen zurück.
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Die Bundespolizei FBI ermittle gegen die Organisation, schreibt das Blatt. Es bestehe der Verdacht auf Menschenhandel und Kinderarbeit.
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Der 57-jährige Haggis – er inszenierte «Crash» und schrieb das Drehbuch für «Million Dollar Baby» – engagierte sich fast 35 Jahre lang für die Sekte. Als diese Homosexuelle verteufelte, platzte ihm der Kragen, denn seine Tochter ist lesbisch.

Ich frage mich schon ernsthaft wie stark sich Paul Higgis in den letzten 35 Jahren für Scientology engagieren konnte, ohne das ihm die Machenschaften dieser Sekte aufgefallen sind.

Tatsächlich unterliegen Scientology-Mitarbeiter einem straffen hierarchischen System, das an Menschenhandel erinnert. Mitglieder der Eliteeinheit Sea-Org verdingen sich auf alle Ewigkeit, müssen sie doch einen Vertrag über eine Milliarde Jahre unterschreiben.

Wenn da nicht alle Alarmglocken zu schrillen anfangen…? Einen Vertrag mit einer Laufzeit von einer Milliarde vorgelegt zu bekommen, zeigt doch wie Hirnverbrannt das Ganze ist. Da täuscht auch kein wohlklingender Name wie „Sea-Org“ darüber hinweg.

Die Sekte bestimmt weitgehend, in welchem Zentrum oder welchem Land sie arbeiten müssen. Ausserdem erhalten Scientologen lediglich eine Entschädigung von 100 bis 200 Dollar pro Monat.

Manche Kinder von Scientologen leben im Sektenzentrum und werden für verschiedene Arbeiten eingespannt. Selbst beim Kurswesen gehen Minderjährige den Erwachsenen zur Hand.

Es ist mir ein Rätsel warum Behörden diesem Treiben nicht schon lange Einhalt geboten haben. Jeder Sweatshop in einer Stadt der 1. Welt würde innert kürzester Zeit geschlossen und die Verantwortlichen vor Gericht gestellt werden. Da drängt sich doch der Verdacht von Interessen-Verstrickungen zwischen der Politik und Scientology auf…

Kirche in Alexandria stand auf Angriffliste der al-Qaida

Montag, 3. Januar 2011 at 22:09 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

[…] Unter der Überschrift «Hör auf zu schlafen und steh auf» wird darin «jeder Muslim, der sich um die Ehre seiner Schwestern sorgt», zu «Sprengstoffanschlägen während Weihnachtsmessen» aufgerufen.

Ich kann bei solchen Aussagen nur den Kopf schütteln.
Keine Toleranz gegenüber solchen intoleranten Armleuchtern!

Wegen der Homo-Ehe ist in Liechtenstein der Teufel los

Freitag, 17. Dezember 2010 at 13:46 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Die Regierung und das Parlament des Fürstentums Liechtenstein wollen den Weg freimachen für die Registrierung gleichgeschlechtlicher Paare. Katholisch-konservative Kreise laufen Sturm gegen das neue Gesetz.
[…]
Der Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas gab den Tarif vor drei Jahren durch
[…]
«Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde», diktierte der Oberhirte der Tageszeitung

Wenn die Vernunft-Uhr stehen bleibt verpasst man den Zug der Entwicklung.

[…]
Generalvikar Markus Walser nahm in Stellvertretung von Erzbischof Wolfgang Haas Stellung und schrieb, die Heilige Schrift bezeichne homosexuelle Handlungen als «schlimme Abirrung».

Sexuelle Misshandlungen von Schutzbefohlenen hinter Kirchenmauern nenne ich «schlimme Abirrung».

Homosexuelle Menschen seien aus der Sicht der katholischen Kirche zur Keuschheit aufgerufen. Das bedeute, «sie sollen sich durch die Tugenden der Selbstbeherrschung und der sexuellen Enthaltsamkeit der christlichen Vollkommenheit annähern».

Wie war das jetzt schon wieder mit dem Glashaus und den Steinen?

[…]
Letztlich geht es dem Erzbistum um nichts weniger als um den «Fortbestand der Gesellschaft, den allein die auf der Ehe begründete Familie und nicht eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft garantieren kann».

Wenn logisches Denken durch dogmatisches Gedankengut vernebelt wird, dann müssen ja solche Statements herauskommen.

Fassen wir mal die Prämissen zusammen:

  • Homosexuelle Menschen können auf natürliche Weise keinen Nachwuchs zeugen.
  • Homosexuelle Menschen welche in einer Ehe leben, können auf natürliche Weise keinen Nachwuchs zeugen.
  • Homosexuelle Menschen werden nicht die Ehe mit einem heterosexuelle Partner suchen, da dies nicht ihren sexuellen Präferenzen entsprechen würde.
  • Heterosexuelle Menschen werden nicht homosexuell, weil es homosexuelle Ehen gibt.
  • Schlussfolgerung
    Der Fortbestand der Gesellschaft ist nicht abhängig davon, ob homosexuelle Menschen in einer registrierten Partnerschaft leben oder nicht.

    Sekundiert wird das Erzbistum von der konservativen Laienbewegung Credo. Deren Vorsitzender, Hans Gassner, kämpft an allen Fronten gegen das neue Gesetz. Auch ihm geht es um ganz Grundsätzliches: «Wenn Moral und Ethik in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr finden, so ist der Untergang vorprogrammiert», schrieb er in einem Leserbrief.

    Wer definiert was moralisch und ethisch vertretbar ist? Die Kirche?

    Haft für Prediger der Menorah-Kirche

    Mittwoch, 15. Dezember 2010 at 22:20 Uhr

    Quelle: tagesanzeiger.ch

    Das Oberhaupt der Wetziker «Evangeliumsgemeinde Menorah» muss 4½ Jahre hinter Gitter. Dieses Urteil fällten gestern die Bezirksrichter von Hinwil.
    […]
    So werden dem Prediger nicht nur wiederholte sexuelle Handlungen mit einem Kind und sexuelle Nötigungen vorgeworfen, sondern auch mehrfache Vergewaltigung. Bei den Opfern handelt es sich um zwei Oberländer Mädchen im Alter von damals sieben und zehn Jahren, wobei sich die Übergriffe vor allem gegen das Jüngere richteten.
    […]
    Der heute 72-jährige Angeklagte ist nur teilweise geständig und entsprechend nicht in allen Punkten einsichtig. Bei den Taten scheint es rein um sexuelle Befriedigung gegangen zu sein. Allerdings sieht sich der Menorah-Gründer laut Staatsanwalt auch «als Opfer böser Kräfte», ja sogar des Satans, die ihn in Versuchung führten. Zudem habe er damals eine Lebenskrise durchgemacht.

    Soso, nicht mal die Grösse haben die Schuld bei sich selbst zu suchen, sondern irgendwelche imaginäre Wesen dafür verantwortlich machen. Ich finde zudem das er ist mit 4½ Jahre Gefängnis ziemlich gut weggekommen ist.