Wort des Tages – Clusterfuck

Donnerstag, 11. Juli 2013 at 12:58 Uhr

Quelle: Golem.de
Aus aktuellem Anlass

Es gibt im Englischen einen Begriff, der sich nur schwer ins Deutsche übersetzen lässt: Clusterfuck. Gemeint ist eine Situation, die aufgrund des Unvermögens der Beteiligten und unglücklicher Umstände eskaliert. Ein nun publik gewordener Vorfall in der Economic Development Administration (EDA), einer Abteilung des US-Handelsministeriums, dürfte als Paradebeispiel in die Geschichte der Clusterfucks eingehen.

Obwohl im Laufe der vielen Untersuchungen herauskam, dass nur zwei Rechner im Netzwerk der EDA von dem Virus betroffen waren, entschied sich die Behördenleitung, sicherheitshalber Computer, Drucker, Kameras, Computermäuse sowie Tastaturen zu zerstören. Und Fernseher. Gesamtwert der verschrotteten Geräte: 170.000 US-Dollar. Gesamtkosten für den Einsatz der verschiedenen Sicherheitsspezialisten und die zwischenzeitlich eingesetzten Ersatzgeräte: 2.747.000 Dollar.
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Und so ordnete das Management die prophylaktische Zerstörung der Hardware an. Warum man auch Computermäuse, Tastaturen und sogar Fernseher verschrotten ließ, geht aus dem Bericht nicht hervor. Wohl aber die Tatsache, dass der Wahnsinn erst beendet wurde, als der Behörde das Geld ausging.