Bild des Tages – Anarchie demokratisch ausgedrückt

Liebe Anarchistinnen, liebe Anarchisten

Lanciert eine Volksinitiative zur Abschaffung der Polizei und ruft die Bürger auf zur Abstimmung zu gehen – Ihr habt in der Basisdemokratie die Möglichkeit dazu!

Bitte respektiert aber dann auch die Mehrheitsentscheidung einer solchen Abstimmung, denn wir alle sind das Volk.

WirBrauchenDiePolizeiNicht
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Quelle: deu.anarchopedia.org

AnarchistInnen wollen eine herrschaftsfreie, gewaltlose Gesellschaft, in der Menschen miteinander leben können, ohne zu befehlen oder Befehlen folgen zu müssen. Sie nennen diese (künftige) Gesellschaft einer herrschaftsfreien Menschheit, in der sie selbst entscheiden was zu tun und was notwendig ist, in der nur noch die Bedürfnisse der Menschen (und nicht mehr die eines abstrakten Marktes oder eines auf Gewalt begründeten Staates) zählen, in der auch keine abstrakten Herrschaftsorganisationen mehr existieren. […]

  • Wer definiert in einer Anarchie die Bedürfnisse der Menschen und nach welchen Kriterien werden Bedürfnisse als solche anerkannt?
  • Wie geht eine anarchistische Gesellschaft mit Verbrechen um, wie wird der gesellschaftliche Frieden sichergestellt und welche Sanktionsmöglichkeiten hat diese „gewaltlose“ Gesellschaft gegenüber Gewalt?
  • […]
    Jeder Mensch soll die ihn betreffenden Entscheidungen selbst gemeinsam mit anderen fällen. Deshalb wenden sich AnarchistInnen auch immer gegen den Staat, da auch in heutigen (parlamentarischen) Demokratien die Entscheidungen nur von wenigen in der Regierung, in Parteien, Unternehmen etc. getroffen werden.

    Hier wird ein Denkfehler gemacht:
    In den demokratischen Gesellschaftern hat das Individuum die Möglichkeit seine Bedürfnisse, sowie Meinungen in verschiedenen Formen kundzutun und sich zudem aktiv am politischen Prozess zu beteiligen. Es darf nicht vergessen werden, dass unser politisches System den Konsens der Mehrheit, mit Rücksicht auf Minderheiten, in der Gesellschaft widerspiegelt, von dem wir alle Teil sind.

    Parteien repräsentieren Wähler
    Unternehmen repräsentieren Kunden
    Die Regierung repräsentiert das Volk

    In diesem Sinne widerspiegeln Demokratien den Willen des Volkes.
    (Es besteht übrigens ein gesellschaftlicher Konsens darüber, keine Graffiti ungefragt an fremde Häuserwände zu hinterlassen ;-))

    Einzelne Individuen oder Gruppierungen neigen immer wieder dazu Macht an sich zu reissen und Einfluss auf andere auszuüben. Dies würde auch in einer Anarchie nicht anders sein. Durch das Fehlen von Strukturen, welche die Gewaltenteilung sicherstellt, kann eine anarchistisch geprägte Gesellschaft sogar noch anfälliger für Manipulationsversuche durch einzelne Interessengruppen sein.

    Da der Mensch kein vernunftbegabtes Wesen ist, ist eine friedliche Koexistenz ohne Regeln und Leitplanken zwar erstrebenswert, aber meiner Meinung nach eher utopisch in der Realisierung.

    Die Geschichte der Menschheit scheint mir leider in diesem Punkt recht zu geben…

    4 thoughts on “Bild des Tages – Anarchie demokratisch ausgedrückt

    1. Wenn ich mir vorstelle, dass Bürger Bürgern ausgeliefert sind – ohne Polizei, dann erinnert mich das leider nur an die faschistischen Zustände nach der Machtergreifung in Deutschland. Auch in der Schweiz gibt es immer noch „Schwanzabschneider“ und „Ausländerraus“-Faschisten, die sich ganz gerne als Polizei betätigen würden. Genauso wie die Ennahda in Tunesien oder die Salafisten in Ägypten… Bitte NICHT!!!!

    2. „Wie geht eine anarchistische Gesellschaft mit Verbrechen um, wie wird der gesellschaftliche Frieden sichergestellt und welche Sanktionsmöglichkeiten hat diese “gewaltlose” Gesellschaft gegenüber Gewalt?“

      Personen müssen nicht mehr in Häuser einbrechen um ihren Lebensunterhalt zu klauen mit dem sie sich versuchen über Wasser zu halten. Mensch muss keine Tankstellen etc. überfallen weil Mensch sowieso das bekommt was für ihn notwendig ist. Mensch brauch niemanden mehr umbringen weil ein anderer viel Geld bei sich hat. Wieso auch? Er hat das was er braucht.

      Die Gewalt fällt einfach weg, weil sie nicht mehr notwendig ist.
      Geld fällt genau so weg,
      weil es nicht notwendig ist.

    3. „In den demokratischen Gesellschaftern hat das Individuum die Möglichkeit seine Bedürfnisse, sowie Meinungen in verschiedenen Formen kundzutun und sich zudem aktiv am politischen Prozess zu beteiligen. Es darf nicht vergessen werden, dass unser politisches System den Konsens der Mehrheit, mit Rücksicht auf Minderheiten, in der Gesellschaft widerspiegelt, von dem wir alle Teil sind.“

      Unsere Meinung wird durch die Medien Propaganda zurecht gebogen.
      Die Erziehung in der Schule und während der Ausbildung trägt da noch seinen Teil dazu.
      Und dann muss man sobieso arbeiten, man findet gar nicht mehr die Zeit sich da irgendwo aktiv zu beteiligen.

      Und unsere Wahl ist sowieso fürn Arsch.
      Ich kann nur zwischen dem Kapitalismus wählen.

      Beschäftige dich mal mit Andreas Popp und Rico Albrecht.
      Die Erklären die Zustände in Deutschland ganz sachlich.

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