Von Licht ernährt – bis in den Tod

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der Mensch mag ja ein breites Spektrum an Nahrungsmittel verwerten, Licht gehört definitiv nicht dazu und dies wusste auch Anna Gut, denn sonst hätte sie sich nicht auf dieses „Experiment“ vorbereiten müssen.

Mir ist es ein Rätsel wie sie ohne zu trinken und dem ausspucken ihres Speichels eine ganze Woche überleben konnte. Die Kopf- und Nierenschmerzen müssen gewaltig gewesen sein.

Dass sie ohne Nahrungsmittel nicht überleben kann, hätte ihr bewusst sein müssen in einer Welt, wo täglich tausende Menschen wegen Unterernährung sterben. Spätestens als sie dermassen geschwächt war und sich immer mehr zurück zog hätte sie einen Arzt aufsuchen müssen. Ich zweifle massiv daran, ob sie unter normalen Umständen, also ohne das „Lichtexperiment“, mit solchen Symptomen nicht schon lange einen Arzt aufgesucht hätte.

Dass Frau Gut verhungerte, ist bedauerlich aber absehbar gewesen. Die Erkenntnis, dass man ohne Lebensmittel unweigerlich sterben wird, wäre ihr vergönnt gewesen.

An alle Lichtesser und potentielle „Ich-bin-auch-eine-Pflanze“-Lichtesser-Anwärter: Die Photosynthese können nur Pflanzen und auch diese brauchen Nahrung in Form von Stickstoff und Phosphor. Aber vor allem brauchen sie Wasser.

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