Die Akte Acta

Freitag, 10. Februar 2012 at 16:21 Uhr

Quelle: tageswoche.ch

Guter Beitrag in der tageswoche.ch zum Thema ACTA.

Das ACTA Dokument selbst kann hier eingesehen werden, interessant ist das Kapitel 27, ab Seite 33.

Trifft ein Dinosaurier die Content-Industrie: „Na, auch ausgestorben?“

Freitag, 10. Februar 2012 at 15:06 Uhr

Quelle: golem.de

Plattformen wie iTunes, Maxdome und Videoload konnten mit Kaufdownloads und Filmabrufen im vergangenen Jahr in Deutschland stark zulegen. Der gleichzeitige Umsatzrückgang in stationären Videotheken ist laut Filmindustrie aber die Schuld der illegalen Angebote im Internet.
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Die Absatzmenge der Blu-ray-Discs ist mit 17 Millionen im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent angestiegen, damit war 2011 bereits mehr als jeder siebte verkaufte Bildtonträger eine Blu-ray.
Zugleich ging der Absatz auf dem DVD-Kaufmarkt im Jahr 2011 mit 101,1 Millionen verkauften Einheiten – nach 103,2 Millionen 2010 – zurück. Der DVD-Umsatz sank um 5 Prozent auf 1,129 Milliarden Euro.

Möglicherweise hat dies damit zu tun, dass der Kunde den selben Film nicht auf Blue-ray und DVD kauft, auch wenn dies die Content-Industrie so gerne hätte. 🙄

Der legale Kaufdownload und Abruf von Filmen ist im Jahr 2011 in Deutschland stark angestiegen. Nach Angaben des Bundesverbands Audiovisuelle Medien (BVV) vom 9. Februar 2012 stieg hierzulande der Absatz bei iTunes, Maxdome, Videoload und anderen von 2,9 Millionen Einheiten auf 4,2 Millionen Einheiten, ein Zuwachs um 43 Prozent. Ebenfalls 32 Millionen Euro Umsatz wurden im Verleih on Demand auf diesen Plattformen erwirtschaftet. Die Anzahl dieser Verleihvorgänge stieg 2011 um 55 Prozent, von 6,1 Millionen auf 9,4 Millionen.
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Zugleich fiel der Verleih in Videotheken von 101,7 Millionen Vorgängen im Jahr 2010 auf 95,5 Millionen Transaktionen. Der Umsatz sank um 6 Prozent, von 242 Millionen Euro 2010 auf 229 Millionen Euro. Trotz des starken Umsatzzuwachses beim legalen Verkauf und Verleih von Filmen um 13,3 Millionen Euro seien an dem Rückgang bei den Videotheken die illegalen Filmangebote im Internet mit ihren „hochkriminellen Strukturen“ schuld, so Lisowsky.

Ach Lisowsky, immer nur jammern und weinen über die so bösen Raubkopierer. Diese Platte wird auch durch wiederholtes abspielen nicht wahrer. Beim Verleih on Demand einen Zuwachs des Umsatzes, hingegen bei der klassischen Videothek ein Rücklauf… Muss das wirklich noch näher erläutert werden? Macht euch mal Gedanken darüber, warum Megaupload einen Umsatz von 175 Millionen US-Dollar generieren konnte, wenn die Nutzer des Megaupload-Netzwerkes nicht bereit waren für Filme und Musik Geld zu bezahlen? Es ist schon ziemlich dreist die rückläufigen Einnahmen dem illegalen Download zuzuschreiben, ohne die eigene Geschäftsstrategie zu hinterfragen. Nur weil die Content-Industrie noch immer in einem Dornröschenschlaf weilt, haben wir diese paradoxe Situation, dass sie mehrfach für den selben Inhalt Geld kassiert, aber die Rechte der Nutzung im gleichen Schritt immer mehr einschränkt.

BTW: Samstag, 11. Februar 2012, Kundgebung gegen ACTA in Zürich. Beginn 13:00 Uhr, Helvetiaplatz

Dwolla – Die Paypal Alternative

Mittwoch, 8. Februar 2012 at 14:15 Uhr

Quelle: golem.de

Dwolla-Gründer und Chef Ben Milne erklärte: „Ein Zehn-Personen-Unternehmen, das täglich Transaktionen von einer Million US-Dollar abwickelt, ist nicht uninteressant, aber das ist nicht unser Ziel. Wir wollten ein allgegenwärtiges bargeldbasiertes Zahlungsnetzwerk schaffen, das jeder mit Internetzugang nutzen kann, um auf sein Geld zuzugreifen und einzukaufen. Dabei wollen wir die Kosten des aktuellen Systems umgehen. Derjenige, der das Geld bekommt, sollte nicht 3 Prozent oder 10 Prozent oder 30 Prozent verlieren.“
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Dwolla ist bekannt für seine vergleichsweise niedrigen Transaktionsgebühren. Das Unternehmen aus Des Moines im US-Bundesstaat Iowa berechnet für Transaktionen ab 10 US-Dollar eine Gebühr von 25 Cent. Zahlungen unter 10 US-Dollar sind kostenfrei. Paypal und Kreditkartenunternehmen verlangen rund 30 Cent plus einen Anteil von 1,9 Prozent bis 2,9 Prozent an der Transaktionssumme.

Schön das sich hier was tut, Paypal greift meiner Meinung nach ziemlich dreist in den Gebühren-Topf. Bleibt zu hoffen das der Dienst auch bald in der Schweiz verfügbar sein wird.

Link des Tages – Dirpy

Donnerstag, 2. Februar 2012 at 16:53 Uhr

Dirpy ist ein Online Dienst um Youtube Videos in MP3-Dateien umzuwandeln. Dabei lassen sich gleich auch noch die Metadaten wie Titel und Künstler bearbeiten.

Die Oberfläche ist intuitiv zu bedienen und das Konvertieren der Dateien geht schnell.

Dirpy Studio

Die Verachtung der Armen

Donnerstag, 2. Februar 2012 at 16:27 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

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Die Verachtung der Armen hat im Angelsächsischen Tradition. Daran knüpft auch Mitt Romney an. Der superreiche mögliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner erklärte nach seinem Vorwahlsieg in Florida gestern am TV-Sender CNN: «Mir sind sehr arme Menschen egal.»
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Romneys Bemerkung ist nicht nur kalt und hartherzig. Sie ist auch ein Beweis dafür, dass sich die amerikanische Gesellschaft de facto zweigeteilt hat. Ein kürzlich erschienenes Buch von Charles Murray mit dem Titel «Coming Apart» liefert die Fakten dazu: In den 1960er-Jahren gab es ebenfalls Arme und Reiche. Aber die Unterschiede waren relativ klein. Murray zeigt das am Beispiel von Luxusautos. Der Cadillac Eldorado Biarritz, das Topmodell dieser Zeit, kostete damals umgerechnet rund 47’000 Dollar. Heute bezahlt man für ein Prestigeauto etwa zehn Mal so viel.
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Die Kultur der USA war einst bestimmt von der Abscheu über die Privilegien des europäischen Adels. In den letzten Jahrzehnten ist eine Finanzoligarchie herangewachsen, die selbst immer adliger wird. Ihre Verachtung gegenüber den Armen hätte bestens nach Versailles zur Zeit seiner Hochblüte gepasst. «Nur kleine Leute zahlen Steuern», spottete die Hotelkönigin Leona Helmsley einst. «Jetzt sagt ein Präsidentschaftskandidat offen: «Mir sind die Ärmsten egal.»

Bleibt zu hoffen das Barack Obama für eine weitere Amtszeit wiedergewählt wird.