Jeder zweite Schweizer ist zu dick

Sunday, 20. November 2011 at 19:18 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

53 Prozent der Schweizer Bevölkerung ist zu dick. Dies belegen neue Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG), welche die «SonntagsZeitung» heute publiziert hat. Den Daten zufolge haben 58 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer einen zu grossen Bauchumfang. Die Messung des Bauchumfangs dient dem BAG als Indikator für das Risiko für Krankheiten wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Beschwerden. Er sei zuverlässiger als der Body-Mass-Index, der gemeinhin als Gradmesser für Übergewicht gilt. Denn das Risiko für die Krankheiten steige mit jedem Zentimeter Bauumfang.

Es gab viel weniger Menschen, welche als “Dick” galten, als noch mittels Body-Mass-Index gemessen wurde. Schnell die Kriterien anpassen und plötzlich sind gleich mehr Menschen übergewichtig!

Es drängt sich mir der Verdacht auf, dass bestimmte Interessengruppen diese neue Bewertungsgrundlage forciert haben könnten. Immerhin lässt sich im Gesundheitssektor sehr viel Geld verdienen und wenn plötzlich über 50(!) Prozent der Schweizer Bevölkerung als zu dick gelten, dann stecken da wirtschaftliche Gründe dahinter.

Die Pharmaindustrie wird bestimmt bald neue Medikamente für die geplagten Dicken bereitstellen. Für die andere Hälfte der Bevölkerung gibt es natürlich auch etwas in Tablettenform. Zwar sind diese Menschen gemäss Definition heute noch nicht dick, aber möglicherweise schon leicht oder mittel übergewichtig und sollten daher präventiv vorsorgen.

Den Bauchumfang als alleinige Grundlage für die Definition von “Dick” heranzuziehen, scheint mir sehr willkürlich und berücksichtigt weder die Körpergrösse, das aktuelle Alter, die Ernährung und andere Lebensumstände.