«Für was demonstrieren die?»

Quelle: tagesanzeiger.ch

Lange war die illegale Party auf dem Helvetiaplatz friedlich. In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten sich schätzungsweise 200 zumeist jugendliche Personen dort versammelt, tranken Alkohol, rauchten und tanzten zur Musik, die aus einer mobilen Anlage dröhnte. Einzelne Knallpetarden wurden abgefeuert, einmal ein Auto mit Feuerwerk beworfen. Doch bis um zirka 1 Uhr kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen.

Offenbar waren die Organisatoren nicht zufrieden mit dem «Freiraum», den sie stundenlang unbehelligt besetzen konnten. Die Kerngruppe der Party-Demonstranten zog den Wagen mit der Musikanlage unter dem vom Regen geschützten Unterstand hervor Richtung Stauffacher. Auf der Strasse formierten sich etwa 20 Vermummte hinter einem roten Transparent mit der Aufschrift «Saubanner-Zug» und den Logos von «Blick» und «20 Minuten». Die Polizei hielt sich bis dahin zurück. Sie war auf dem Platz nicht sichtbar. In den Seitenstrassen standen jedoch Einheiten für den Einsatz bereit.
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Angezogen von der Musik folgten einige Ausgänger der Demonstration. Einige rechneten wohl damit, dass es «jetzt abgeht», wie ein Teenager zu seinen Kollegen sagte. «Komm, wir werfen Steine», sagte ein anderer und reihte sich in den Tross ein. Zwischenzeitlich skandierte die Menge: «Stoppt die Party-Polizei!» oder grölte im Chor auf italienisch einen Fluch, adressiert an die Polizei.

Nach zwei Uhr bogen die Krawallanten von der Lang- in die Militärstrasse ein und marschierten Richtung Kasernenareal. Vor dem Posten der Kreiswache 4 schritt die Polizei ein. Mit Tränengas, Gummischrot und einem Wasserwerfer drängten sie die Menge zurück und löste die Demonstration in wenigen Minuten auf.

Man treibt das Ganze so lang auf die Spitze bis die Polizei einschreiten muss. Aber natürlich hat die Polizei schon wieder unverhältnismässig reagiert und trägt an allem die Schuld.

Was wollt ihr eigentlich mit diesen Aktionen genau bezwecken? Um kulturelle Freiräume kann es sich dabei offensichtlich nicht handeln, denn dafür muss nicht die Polizei mit Flaschen und Steinen beworfen werden.

Liebe Organisatoren dieser Demo: Teilt ihr die Ziele der Chaoten (Was für Ziele das auch immer sein mögen), oder warum toleriert ihr dieses Vorgehen, nein, verteidigt es sogar noch? Ich empfehle euch die geplante „Demo“ am Samstag abzusagen, denn die Botschaft kommt nicht so an wie ihr das erhofft habt, ausser ihr teilt die Botschaft der Chaoten. Arbeitet mit den Behörden und der Polizei zusammen, nutzt die Medien um eure Botschaft zu platzieren und sorgt dafür, dass diese Chaoten-Weichbecher keine Plattform an euren Demos bekommen.
Denn momentan werdet ihr in der Öffentlichkeit mit den Chaoten gleichgesetzt, eine Differenzierung scheint in dieser Konstellation fast nicht möglich sein.

Ist dies von euch so beabsichtigt?

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