Kommt Oswald Grübel nun ins grübeln?

Quelle: tagesanzeiger.ch

Danke Philipp Löpfe für die gute Erklärung von CDO und ETF’s.

Opps, I did again!
So oder ähnlich könnte man den neusten zwei Milliarden-Verlust von der UBS auch betiteln.
Ein Alleingang von Kweku Adoboli soll der UBS den Schlamassel eingebrockt haben, „um einen sehr professionell gemanagten Betrugsfall“, soll es sich handeln, so UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger.

Nun ja, die Ermittlungen sind erst angelaufen, aber der alleinige Schuldige wird er bestimmt nicht bleiben.
UBS-Chef Oswald Grübel, der sich in der Vergangenheit immer wieder vehement gegen schärfere Regeln beim Investmentbanking ausgesprochen hat, dürfte nun in Erklärungsnot geraten. Da wird auch keine alleinige Schuldzuweisung an Kweku Adoboli etwas daran ändern, die Risiken sind offensichtlich nicht zu kalkulieren und wenn die Trader von den Banken angehalten werden nach dem „Big Risk, Big Money“ Motto zu arbeiten, dann machen die das auch.

Drei Jahren nach dem Lehmann Brothers Debakel und der darauf folgenden Banken- und Wirtschaftskrise, muss der Begriff „Lernresistenz“ für das Bankenumfeld neu definiert werden. Solch kurze Halbwertzeiten beim Vergessen von guten Vorsätzen ist schon beachtlich.

Ein kleiner Trost mag sicherlich sein, dass die UBS eigenes Geld und nicht Kundengelder im hausinternen Casino verspielt hat. Vor dem Hintergrund der letzten Bankenrettung durch den Steuerzahler ist das wiederum ein sehr, sehr kleiner Trost…

Die nächste Bankenkrise kommt – schneller als es uns lieb ist -, denn das Problem hat System. Vielleicht muss eine UBS erst von uns fallen gelassen werden und Insolvenz anmelden, damit die Lernresistenz ein ende hat.

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