Bericht: US-Regierung will Internetüberwachung verstärken

Montag, 27. September 2010 at 13:09 Uhr

Quelle: heise.de

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Die FBI-Justiziarin Valerie Caproni hält dagegen, dass es nicht um eine Ausweitung von Befugnissen, sondern um deren Anwendungsmöglichkeit im Interesse der inneren Sicherheit gehe. Derzeit brauche man bei einigen Anbietern oft Monate, um überhaupt Abhörmöglichkeiten ausfindig zu machen. Bei verschlüsselten Botschaften käme man häufig gar nicht weiter. Angst vor Wirtschaftsspionage bräuchten die Nutzer auch künftig nicht haben. Die Provider und Gerätehersteller könnten ihren Kunden weiter „starke Verschlüsselung versprechen“, betonte Caproni. „Sie müssen nur einen Weg finden, uns mit dem Klartext zu versorgen.

YMMD!!! 🙂

1.) Solche Geräte, mit Zugang zum unverschlüsselten Inhalt, werden sich sehr schlecht als „starke Verschlüsselung“ verkaufen lassen. Der Markt wird es regeln.
2.) Wie soll ein Provider eine verschlüsselte Nachricht von zwei Teilnehmern der US-Regierung als Klartext zur Verfügung stellen können?
3.) Der gemeine Terrorist verwendet bestimmt keinen MSN-Messenger oder Skype, um seinen nächsten Anschlag mit seinen Genossen zu besprechen.
4.) Warum sollte die US-Regierung in Sachen Wirtschaftsspionage vertrauenswürdiger sein als ein Konkurrent?

Die haben sich wohl etwas zu fest von Jack Bauer und „24“ inspirieren lassen 🙂