Die «Seefeldisierung» geht in Wollishofen weiter

Donnerstag, 8. Juli 2010 at 9:15 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der jüngste Fall betrifft sechs Liegenschaften im Dreieck Etzel-, Staub- und Bellariastrasse. Die aus den 50er-Jahren stammenden Häuser mit relativ kleinen Balkonen, sanierungsbedürftigen Küchen und Bädern sollen 2012 abgerissen werden.
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Von der Kündigung sind rund 33 Mieterinnen und Mieter betroffen. Dass eine Sanierung geplant sei, davon hörten diese erstmals vor zwei Jahren. Trotzdem fühlten sie sich total überrumpelt. «Beim Stichwort Sanierung habe ich keinen Moment an Abbruch gedacht»

Das solche alte Wohnungen abgerissen und gegen Neue ersetzt werden ist für mich nachvollziehbar, denn die Bausubstanz und Energieeffizienz dürfte nach dieser Zeit auch dementsprechend schlecht sein.

[…] Pawel Silberring, Vorstand der SP2, spricht von reinem Renditedenken der Eigentümerin. «Wenn die UBS an die Mieter denken würde, hätte sie die Häuser in Etappen geplant und es hätten nicht alle auf einen Schlag die Kündigung erhalten.»

Die UBS ist eine Bank und denkt in erster Linie zuerst an den Profit, dann auf ihren Ruf und wenn es dem Geschäft noch dienlich ist, auch an die Mieter.

Persönlich würde ich auch gerne dort wohnen wollen, ist schliesslich eine zentrale Lage und nahe am Wasser gelegen. Aber hier würden sehr viele sehr gerne wohnen wollen und dies schlägt sich halt im Quadratmeter-Preis nieder. Ich hoffe, dass die jetzigen Mieter/Innen wieder eine adäquate Wohnung in dieser Gegend bekommen, aber ich würde mich auch schon mal mit dem Gedanken anfreunden, dass eine 4-Zimmer Wohnung für unter 2000 Franken in der Stadt Zürich Seltenheitswert hat.