Springer: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch

Quelle: golem.de

Der gute Herr Döpfner kennt hoffentlich schon den Unterschied zwischen Dingen wie Bier und elektronischen Informationen? Die Vervielfältigung eines elektronischen Artikels auf 10 Millionen Stück ist praktisch kostenlos. Das Äquivalent mit Bierflaschen und Inhalt dürfte sich so gegen 4-5 Millionen Euro belaufen.

Das Ganze dann noch als kommunistisch zu bezeichnen irritiert mich schon ziemlich. Ein Produkt muss zudem im Kommunismus nicht kostenlos verfügbar sein, die Anzahl, Verfügbarkeit und Auswahl dessen ist aber typischerweise eingeschränkt.

Das gutes Informationsmaterial nicht zwangsläufig kostenlos verfügbar sein muss ist soweit eine gute Forderung.
Da die Verlage – auch der Axel Springer Verlag – das Internet Zeitalter lange ignorierten und keine Produkte und Dienstleistungen in diesem Sektor anboten, ist auf Kurzsichtigkeit zurückzuführen. Den Datencrawlern wie Google jetzt die Schuld zu geben, dass sie eure Information abholen um damit Geld generieren, ist scheinheilig, da es technische Möglichkeiten gibt dieses Verhalten zu unterbinden.

Zudem profitieren die Verlage auch vom Internet und der Community die Inhalte zusammen suchen, aufbereiten und ins Netz stellen – dies meist Kostenlos. Der Austausch von Informationen funktioniert bidirektional und alle haben einen Nutzen von dem Wissen und den Informationen die frei im Netz verfügbar sind, Foren, Blogs, Testseiten, Chats, Twitter, und Wikipedia sind nur ein paar Beispiele.

2 thoughts on “Springer: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch

  1. Ich würde nicht so technisch und desinfizierend argumentieren wollen. Wer Springer kritisch betrachtet, sollte Google nicht anbeten wie einen Gott! Letztlich braucht es für ein Scrabble auch nicht nur Buchstaben, sondern jemanden, der sie sinnvoll ordnet, um praktische Schlüsse ziehen zu können! 🙂

  2. Thommen,
    kannst du mir bitte aufzeigen wo ich Google vergöttere?

    Ich habe die Verlage im allgemeinen kritisiert, davon namentlich den Axel Springer Verlag, weil Herr Döpfner, der die Aussage machte, der Chef von diesem Verlag ist.

    Gruss,
    Dani – der gerne technische Ausdrücke wie „Bidirektional“ verwendet 🙂

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