Polanski polarisiert die Schweiz

Quelle: tagesanzeiger.ch

Was soll die Aufregung um die Verhaftung von Roman Polanski?

Alle die jetzt nach „Schande“ und „Ungerechtigkeit“ schreien, sollten sich vor Augen führen, dass Roman Polanski per Internationalem Haftbefehl gesucht wird. Polanski hat zugegeben, dass er die damals 13-jährige Samantha Geimer gefügig gemacht hatte und danach zum Geschlechtsverkehr zwang.

Ob die Schweiz nicht schon früher hätte eingreifen sollen? Ja bestimmt, dies wurde jetzt halt nachgeholt – die Gründe dafür sind sekundär, da diese den sexuellen Missbrauch sowieso nicht relativieren können.

Das Samantha Geimer heute den Fall nicht wieder aufgerollt haben möchte, ist verständlich und nachvollziehbar. Zwei Dinge sind aber da noch zu erwähnen:
– Roman Polanski flüchtete noch vor seinem Haftantritt ins Ausland. Hier geht es nicht um einen neuen Fall sondern um ein altes, laufendes Verfahren.
– Eine Anzeige bei einem Kapitalverbrechen kann in den meisten demokratischen Ländern nicht zurück gezogen werden.

Ich mag mich noch ganz gut an die Abstimmung der „lebenslänglichen Verwahrung“ erinnern. Mir scheint es ein wenig so, als müsste man nur reich und berühmt genug sein, damit sexueller Missbrauch „akzeptabel“ wird.

Zweifellos macht Polanski gute Filme, soll er aber deswegen vor dem Gesetzt anders behandelt werden?

1 thought on “Polanski polarisiert die Schweiz

  1. Polanski hat sein Problem fahrlässig verschlampt – während 30 Jahren. Und von der US-Justiz halte ich grad gar nix.

    Wir wissen nicht, was tatsächlich geschehen ist. Viele Heterosexuelle sind es nicht gewohnt, im Einverständis miteinander zu ficken. Homosexuelle übrigens auch nicht.

    Ich erinnere an die vielen Mädchen heute, die „am Tag danach“ in die Apotheke rennen, um die Spezialpille zu kaufen, statt mit Kondomen zu verhüten! Ich habe mit so manchem Hetero und „Bi“ in den letzten Jahren Sex gehabt, der sich blind auf die Pille seiner Freundin oder Frau verlassen hat, statt ein Kondom zu nehmen.

    Und mit dem definitiven Wegschliessen von „Sexualtätern“ (Täterinnen gibts nie?) drücken sich Mütter um ihre Verantwortung für Söhne UND Töchter. Wer sich nur schützen lässt, auch nur vom Gesetz, wird trotzdem Opfer. Das zeigt die Geschiche der Frauen…

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