Hochzeitsvideo macht Musiker Chris Brown reich

Aus Spigel.de Netzwelt-Ticker

Google nutzt den Internetaufruhr rund um das famose Hochzeitvideo von Jill Peterson und Kevin Heinz für ein wenig Eigenlob. Das Video wurde bei YouTube, einer Google-Tochter, innerhalb einer Woche über zehn Millionen Mal aufgerufen: Tanz den Bund fürs Leben. Den musikalischen Hintergrund lieferte Chris Browns „Forever“ – für Plattenfirmen üblicherweise ein Grund, das Video in Nullkommanichts von YouTube zu verbannen.

Ein Glück für Chris Brown, dass das nicht passierte. Die Rechteinhaber verzichteten auf den Löschantrag, sondern nutzen die Gunst der Stunde, um an dem Internethype mitzuverdienen. Das Video verlinkt zum MP3-Angebot bei Amazon und iTunes, Browns offizielles Musikvideo wurde, wie auch alle inoffiziellen Forever-Videos, im Windschatten mitgezogen.

Vor allem aber schaffte es Brown ein Jahr nach der Veröffentlichung von „Forever“ wieder in die Charts: Nummer 4 in den iTunes Singlecharts, Nummer 3 in Amazons MP3-Charts. Er verkaufte in dieser Sommerwoche fast so viele Singles, wie zur Forever-Veröffentlichung zu Weihnachten 2008. Und noch einen interessanten Nebeneffekt hatte das Tanzvideo: Es erschien zeitgleich zu einer öffentlichen Nachricht Chris Browns bei YouTube, in der er sich für die Misshandlungen an seiner Freundin Rihanna entschuldigt. Ein anderes Video, das es in die Liste der meistgesehenen Web-Filmchen dieses Monats schaffte …

Derweil macht sich schon ein gemeines Video daran, die Nachfolge von Jills und Kevins Videoerfolg anzutreten: JKs Scheidungstanz. Mit flippenden Anwälten, breakenden Richtern, kuschelnden Polizisten und Flickflack-schlagenden Scheidungspartnern. Wow.

Ja liebe Musikindustrie, seht her, seht her, so muss man es machen um im Jahr 2009 Kunden zu gewinnen. Aber nur Mut und macht euch mal keine Sorgen, ihr habt ja erst 11 Jahre Technologie-Wandel verschlafen…

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