Ungeschützt trotz Überzieher

Dienstag, 14. Juli 2009 at 17:46 Uhr

Quelle: Spiegel.de

<Ironie>
Nein, es geht hier nicht um Kondome oder die Folgen eines unsachgemässen Gebrauchs dessen, sondern um RFID Chips in Pässen.
Man(n) steht zwar auch hier ohne Hosen da, mit dem kleinen Unterschied: Man merkt es nicht einmal. Reflexartig könnte man jetzt erwidern, dass es ja nicht zu verstecken gäbe, schliesslich kann ja das Wissen um den eigenen Namen, die Adresse und das Geburtsdatum kein Grund sein gleich in Panik zu verfallen.
Sich auf der Strasse zu entblössen und allen Passanten die vorbei gehen sein „Gemäch“ zu zeigen, lösst bei dem Entblössten ja auch kein Unbehagen aus, denn alle wussten ja schon vorher das man(n) bestückt sein muss. Also, warum es nicht gleich zeigen?
</ Ironie>

Wenn man aber dennoch verhindern wolle, dass die Daten ausgelesen werden können, solle man den maschinenlesbaren Ausweis doch einfach in einer Schutzhülle verstauen, die etwaige Abstrahlungen verhindere.
[…]
Wer die Hülle knickt kann die Sicherheit knicken
Genau dieser Aussage aber widersprechen Forschungsergebnisse der University of Washington und der RSA Laboratories. Die haben bereits vergangenes Jahr bestätigt, dass sich auch derart umhüllte Ausweise und Führerscheine drahtlos auslesen lassen, wenn die Schutzhülle ein wenig verschrumpelt und verknickt ist. Nur wenn die Hülle in tadellosem Zustand ist, verhindere sie Ausleseversuche leidlich gut, zumindest auf große Entfernung. Wird das Lesegerät aber bis auf etwa einem halben Meter an den Ausweis angenähert, schütze auch eine intakte Hülle nicht mehr.
[…]
Und an Techniken, welche die Reichweite von RFID-Chips erweitern können, wird auch schon geforscht. Mit einem System namens STAR wollen die Entwickler der Firma Mojix aus Los Angeles RFID-Chips bald aus Entfernungen von bis zu 200 Metern auslesen können – ein Albtraum für Datenschützer.

Ich glaube ich melde mich bei der Piratenpartei Schweiz an.