5000 Unterschriften gegen Homo-Festival eingereicht

Quelle: tagesanzeiger.ch

Schön, dass wir in diesem Land die Meinungsfreiheit so hoch schätzen, denn sonst könnten Vereinigungen wie die „Familienlobby“ ihre Meinung nicht kundtun. Leider gesteht die „Fammilienlobby“ dieses Recht für Menschen mit einer homosexuellen Ausrichtung nicht zu. Sie möchte das Grundrecht auf freie Meinungsäusserung an der nächsten EuroPride 2009 in Zürich verbieten.

Aus der Familienlobby Homepage vom 10.12.08

100’000 Schwule und Lesben sollen im Rahmen der EuroPride im Juni 2009 auf Zürichs Strassen paradieren. Laut Tages-Anzeiger sind die Organisatoren bei Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) und Stadträtin Esther Maurer (SP) auf grosses Wohlwollen gestossen (TA 9. Jan. 2008, S. 51). Auch Zürich Tourismus und Unique Flughafen Zürich heissen die Massen herzlich willkommen (Homepage der Organisatoren).

Schädliche Folgen des homosexuellen Lebensstils werden an solchen Anlässen natürlich kaum erwähnt. Das Bundesamt für Gesundheit publizierte im April 2006 einige brisante Ergebnisse aus dem Genfer Forschungsprojekt Santé gaie (Spectra Nr. 55/2006: www.bag.admin.ch ➔ Dokumentation ➔ Publikationen ➔ Spectra):

* 70% der Homosexuellen können ihre sexuelle Orientierung nicht wirklich
akzeptieren.
* 63% gaben an, unter Einsamkeit zu leiden (Gesamtbevölkerung: 37%)
* 41% litten im Verlauf der letzten 12 Monate an mehrwöchigen
depressiven Zuständen.
* 22% hatten in dieser Zeit über einen Selbstmord nachgedacht.
* 19% hatten einen Selbstmordversuch hinter sich (Durchschnitt
aller CH-Männer: 3%)
* Beim Drogen- und Rauschmittelkonsum übertreffen die Schwulen
den Durchschnitt der Männer teilweise um ein Vielfaches.

Natürlich soll jeder Mensch seinen Lebensstil selber wählen dürfen. Doch müssen die Umworbenen wissen, worauf sie sich einlassen.

Die PR der Homo-Lobby lockt in ein vermeintliches Paradies:

* sie verstärkt die Not von Homosexuellen, die unter ihrer Sexualität
leiden
* sie verführt junge Menschen, die ihre sexuelle Identität suchen, zu
falschen Annahmen und untergräbt ihre Möglichkeit, sich im Rahmen
einer Familie zu verwirklichen
* sie arbeitet an der Zerstörung der traditionellen Familie
(Vater, Mutter, Kind)

70% der Homosexuellen können ihre sexuelle Orientierung nicht wirklich akzeptieren.
Die Stigmatisierung von der Kirche, durch die Religion und von Organisationen wie der Familienlobby tragen dazu bei, dass homosexuelle orientierte Menschen verunsichert werden und sich „abnormal“ fühlen.

63% gaben an, unter Einsamkeit zu leiden (Gesamtbevölkerung: 37%)
Die Chance einen Partner zu finden ist unter homosexuellen Menschen viel kleiner, da diese nur ein Bevölkerungsanteil von etwa 3 Prozent ausmachen. Die Angst vor Ausgrenzungen ist zudem nicht förderlich und kann zu einer weiteren Isolierung beitragen.

41% litten im Verlauf der letzten 12 Monate an mehrwöchigen depressiven Zuständen.
Siehe oben. Zudem sind Depressionen ein gesellschaftliches Krankheitsbild über alle Bevölkerungsschichten hinweg, unabhängig der sexuellen Ausrichtung, der Herkunft, der Konfession oder des Geschlechts.

22% hatten in dieser Zeit über einen Selbstmord nachgedacht.
Siehe oben. Zudem bezweifle ich, dass Homosexuelle häufiger über Selbstmord nachdenken oder eine höhere Selbstmordrate haben als heterosexuelle Menschen. Ich habe aber keine Zahlen dazu und eigentlich ist dies auch nicht relevant, da Homosexualität kein Phänomen ist welches irgendwie kuriert werden müsste.

Beim Drogen- und Rauschmittelkonsum übertreffen die Schwulen den Durchschnitt der Männer teilweise um ein Vielfaches.
Dies kann gut sein, Gründe können auch hier wieder in der Minderheit und der Ausgrenzung gefunden werden. Zudem kann man über die sexuelle Ausrichtung und den Konsum von Drogen keinerlei Zusammenhänge und Schlüsse ziehen. Dies wäre in etwa so, wie wenn man einen Zusammenhang zwischen Kinderschänder und der Konfession in unserem Land ziehen würde. Das Ergebnis wäre, dass die meisten Verbrechen von Christen verübt würden und um das ganze noch ein wenig provokanter aufstellen zu lassen, würde dies dann so aussehen: „Menschen mit einer christlichen Konfession schänden häufiger Kinder“

 

Die PR der Homo-Lobby lockt in ein vermeintliches Paradies:

sie verstärkt die Not von Homosexuellen, die unter ihrer Sexualität leiden
Homosexualität ist keine Krankheit, kein Trend und ist nicht terminiert auf vier Jahre. Homosexualität ist gegeben und die „Homo-Lobby“ versucht den Betroffenen genau diesen IST-Zustand zu erklären und den Menschen beratend zur Seite stehen.

sie verführt junge Menschen, die ihre sexuelle Identität suchen, zu falschen Annahmen und untergräbt ihre Möglichkeit, sich im Rahmen einer Familie zu verwirklichen
So etwas Dummes habe ich schon lange nicht mehr gehört!
Verführen? Wie soll man einen Menschen zu einer sexuellen Richtung „verführen“ können? Ich gebe dir bessere Schulnoten wenn du jetzt Schwul wirst, in etwa so? *Kopfschüttel*

sie arbeitet an der Zerstörung der traditionellen Familie (Vater, Mutter, Kind)
Was hat die „Homo-Lobby“ mit der Zerstörung der Familienstrukturen zu tun? Die Scheidungsrate liegt in der Schweiz bei etwa 50 Prozent. Familien mit einer sogenannten „intakten Familienstruktur“ entsprechen höchstens noch einer Wunschvorstellung der Kirche und solchen Organisationen wie der Familienlobby. Die Realität hat dieses Bild schon lange durch getrennte Partnerschaften und „Patchwork“-Familien abgelöst und diese Entwicklung kann auch nicht wertend betrachtet werden, da sich die Gesellschaft in den letzen 100 Jahren komplett verändert hat.

Es gibt auch nicht mehr Schwule oder Lesben als früher, denn früher traute man sich damit einfach nicht in die Öffentlichkeit. Schon in der Antike gab es Gleichgeschlechtliche Beziehungen, also schon vor dem Christentum. Es wird auch in der Zukunft Gleichgeschlechtliche Beziehungen geben, dann noch, wenn es das Christentum vielleicht schon lange nicht mehr gibt.

So liebe Familienlobby, jetzt sagen wir alle nochmals miteinander:
T-O-L-E-R-A-N-Z

3 thoughts on “5000 Unterschriften gegen Homo-Festival eingereicht

  1. „Es gibt auch nicht mehr Schwule oder Lesben als früher, denn früher traute man sich damit einfach nicht in die Öffentlichkeit.“

    Und hatte dann selber Kinder und eine manchmal nicht so glueckliche Ehe. Wahrscheinlich waere es gar nicht schlimm, dass Schwule Eltern werden, solange sie die Fassade einer Welt, wie sie in einem Buch (oder einer Lehre) steht, dass man von klein auf her kennt, für Christen aufrechterhalten. So ein bisschen wie ein Rollenspiel mit Handicap. Jedenfalls – schonmal was von der Behauptung gehört, dass die tolerante Gesellschaft eventuell am stärksten die Zahl der Homosexuellen dezimiert, unter der Annahme, dass es sich um ein primär genetisch vererbbares Merkmal (keine Ahnung von rezessiv etc. leider) handelt? Ich mein, leuchtet ja ein: viel Toleranz – wenig Vermehrung.
    Das müsste der Familienlobby doch eigentlich gefallen.
    Ich würd so gern mal einen Evolutionsbiologen dazu befragen, aber ich kenn leider niemand auf diesem Gebiet.

  2. Hi Irratzo

    Sollte die Weitergabe des „Schwul-Seins“ rein genetisch erfolgen, so würden – wie du schon richtig bemerkt hast – alle homosexuellen Menschen eines Tages verschwunden sein.

    Ich sah mal vor etwa einem Jahr, ich glaube es war auf Arte, einen Beitrag über dieses Thema. Dort wurde genau diese Frage ebenfalls thematisiert und offensichtlich gibt es eine Fülle von Merkmalen die dazu führen können, wie sich unsere sexuelle Ausrichtung entwickelt.

    Interessanterweise argumentieren diese Organisationen häufig im Namen von Gott und ein Merkmal ihres Gottes ist es ja auch, dass dieser für die „Vielfalt“ auf dieser Erde verantwortlich sei.

    Bedarfslogik ist halt viel angenehmer und irgenwie immer schlüssig. 🙄

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