Flexibles AHV-Alter macht uns unflexibel

Quelle: Tagesanzeiger.ch

Am letzten Freitag sah ich die Sendung Arena zum Thema: „Initiative für ein flexibles AHV-Alter„.

Ich kann nicht verstehen warum man ein System wie die AHV – welches vermutlich in den nächsten Jahrzehnten unter dem demographischen Wandel zusammenbrechen wird – mit Finanzkrisen-Polemik schon jetzt aufs Spiel setzen will. Wenn die geburtenstarken Jahrgänge in das Rentenalter eintreten werden, stehen auf der anderen Seite zuwenig Beitragszahler, um das System „AHV“ in dieser Form weiter aufrecht erhalten zu können. Natürlich wird man die Tabaksteuer, Alkoholsteuer, Treibstoffsteuer und hier und da ein paar Mehrwertsteuer-Prozente erhöhen, um diesem Phänomen entgegenwirken zu können. Aber Fakt bleibt: Immer mehr Menschen werden älter und immer wenige arbeiten bis zum Rentenalter. In dieser Situation das Rentenalter herabzusetzen, dürfte wohl nicht die schlaueste Lösung sein.

Schon heute wird zwischen den einzelnen „Töpfen“ der IV und AHV die Gelder hin und her geschoben. Dies ist natürlich völliger Unsinn und bringt im Endeffekt auch nichts. Eine ehrliche Debatte zum Thema: Rente und Altersdemographie fände ich Wünschenswert. Knallharte Fakten was uns Gesundheit, Lebensstandard und Wachstum in Zukunft kosten wird sind zwingend Notwendig.

Der Bürger in diesem Land verkraftet die Wahrheit, aber solche „Ablenkungsmanöver“ machen die ganze Sache noch viel schlimmer als sie eigentlich schon ist.

2 thoughts on “Flexibles AHV-Alter macht uns unflexibel

  1. Ein Rentenalter 67 macht für die AHV auch nur Sinn, wenn der Arbeitnehmer bis zu diesem Alter arbeiten kann. Sollte dieser schon ab 55 keine Arbeit mehr haben und durch die IV bis 67 „getragen“ werden, so ist das Rentenalter 67 nur ein weiteres Ablenkungsmanöver.

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