Todesurteil gegen afghanischen Journalisten ausgesetzt

Mittwoch, 22. Oktober 2008 at 14:07 Uhr

Quelle: Spiegel.de

20 Jahre Haft statt Tod: Ein afghanisches Berufungsgericht in Kabul hat das Urteil gegen den 23-jährigen Journalisten Sajid Perwis Kambachsch geändert. Das Provinzgericht von Balch im Norden des Landes hatte ihn im Januar zum Tode verurteilt, ohne dass der Anwalt des Mannes an dem Prozess teilnehmen oder sich der Journalist selbst verteidigen konnte. Ihm wurde vorgeworfen, in einem Artikel den Islam „beleidigt“ und Koranverse „falsch ausgelegt“ zu haben. Das Urteil hatte international Empörung und Proteste hervorgerufen.

* Ich fühle mich über ein solches unvernünftiges Urteil enorm beleidigt und man sollte ebenfalls juristische Schritte gegen die Urheber eines solchen Urteils in Erwägung ziehen. Als Strafe könnte ich mir Steinigung durch Kirschkerne an einem Backwettbewerb vorstellen, gesponsert durch einen grossen Verlag für Backbücher. Die Strafe würde im letzten Moment zu Gunsten der Angeklagten auf 20 Tage Dialog mit Humanisten umgewandelt werden, mit anschliessendem Grundkurs in freier Meinungsäusserung, abzuhalten in Dänemark, in den Räumen der Jyllands-Posten.

* Dieser Beitrag kann ironische und zynische Elemente beinhalten und wiederspiegelt lediglich die Meinung eines Individuum wieder. Trotz sorgfältiger Überprüfung des Textes können an einigen Stellen religiöse oder Branchenspezifische Gefühle verletzt werden. Dies lag niemals in der Absicht des Verfassers und er möchte sich schon im voraus dafür entschuldigen. Leicht entzündbare Schweizer Flaggen können bei der ortsansässigen Botschaft bezogen werden.