Josef Ackermann entschuldigt sich nicht, Peter Kurrer schon

Samstag, 18. Oktober 2008 at 16:54 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Ackermann plädierte dafür, dass die Banken auch künftig nach einer möglichst hohen Rendite streben. «Der Wettbewerb um höhere Renditen hat die Menschheit weiter gebracht. Diesen Wettbewerb sollten wir auf keinen Fall aufgeben.»

Renditevorgabe von 25 Prozent seien kein Ausdruck von Gier, sondern zeigten den Anspruch, möglichst erfolgreich zu sein, sagte er dem Blatt. Ohne ihre hohe Profitabilität wäre es der Deutschen Bank nicht möglich gewesen, bei der Rettung der Hypo Real Estate einen «solch entscheidenden Beitrag zu leisten und die Finanzkrise aus eigener Kraft durchzustehen», sagte Ackermann weiter.

Ohje, was sind denn das für Aussagen?
Ohne ein Streben nach einer 25% Rendite hätte man die Hypo Real Estate nicht retten müssen.
Solche Aussagen widersprechen völlig der Realität und zeigen mir nur auf, dass aus der Vergangenheit nichts gelernt wurde.

Die Bundesregierung will die Bezüge von Bankmanagern auf 500’000 Euro begrenzen. «Die Besten bekommen Sie dafür nicht», sagte Ackermann dazu.

Was meint er mit: „Die Besten“?
Vielleicht etwa die, die auch Verantwortung für ihr Tun übernehmen und mit einen guten Beispiel voran gehen?
Sollte die Höhe des Gehalts einen Garant für sorgfältiges und gewissenhaftes Arbeiten sein, warum haben wir dann eine globale Finanzkrise?

Quelle: tagesnazeiger.ch

Er selbst betrachte Boni von über zehn Millionen Franken als stossend. Kurer betonte, mit gutem Beispiel vorangegangen zu sein, nehme er doch für das letzte wie das laufende Jahr keinen Bonus. Er werde erst wieder einen Bonus erwarten, wenn es der Bank wieder nachweisbar gut gehe und sicher sei, dass dem Bund und der Schweizer Bevölkerung kein Schaden entstehe.
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UBS-Konzernchef Marcel Rohner hatte in der «Arena» bekannt gegeben, dass bei der UBS vertrauliche Gespräche über Rückzahlungen von Boni im Gang seien. Die Ergebnisse würden im kommenden April im Kompensationsbericht veröffentlicht. Die Betroffenen müssten letztlich selber entscheiden

Das finde ich doch schon mal einen guten Anfang. Wenn jemand ein Jahresgehalt ab einer Million bezieht, muss man erwarten können, dass in den schlechten Jahren die Bonuszahlungen nicht höher, sondern niedriger ausfallen werden.

Dies ist kein Bestandteil einer Neid-Debatte, sondern IMHO gesunden Menschenverstand.