Hancock – The worst superhero movie I’ve ever seen

Sunday, 13. July 2008 at 14:14 Uhr

Samstag 18:45 Uhr…
Kino Abaton am Escher-Wyss Platz Zürich…
Leichter Regen, 20 Grad…
Karin und ich schauen uns den Film Hancock von Peter Berg an.

Die Story ist schnell erzählt: Der Superheld Hancock (Will Smith) mit Identitätskrise richtet mit seinen “Heldentaten” mehr Unheil an als das er nützt. Zudem ist er unfreundlich, hat ein Hygiene Problem und fliegt betrunken in der Gegend herum. Da trifft er den PR Berater Ray Embrey (Jason Bateman), der ihm die Kunst der Höflichkeiten näher bringen soll. Ray Embrey’s Frau, gespielt von Charlize Theron, zeigt ihre Abneigung gegen Hancock ganz offen und unverblümt, der Grund ist übrigens auch die einzige gelungene Überraschung des Films.

Es kommt wie es kommen musste. Als Gesellschaft-Konformer Superheld mit Adler Kostüm wird nun allerlei unternommen um die Bösewichte hinter Schloss und Riegel zu bringen. Der Witz bleibt dabei auf der Strecke, die Sprüche wirken auswendig gelernt und irgenwie fehlt der rote Faden durch den ganzen Film hindurch. Auch der emotionale Teil wurde nicht richtig ausgebaut und es wird mehr schlecht als recht versucht, das Sein und den Werdegang von Hancock mit teils sehr kruden Erklärungen zu erzählen.

Sollte Peter Berg eine Parodie gegen Superhelden im Sinn gehabt haben als er den Film machte, so muss ich sagen, dass dieses Ziel weit verfehlt wurde. Die Effekte und Animationen waren zwar ganz ok, bei den Flugszenen sah man hingegen deutlich, dass diese durch Blue Screen realisiert worden waren.
Die Idee mit einem Antiheld finde ich eigentlich sehr gut, vielleicht wird der nächste Streifen der dieses Thema aufgreift besser.

Die letzten zwei Minuten haben aber den Bogen eindeutig überspannt. Derjenige der die Idee mit dem “Herz im Mond” hatte, gehört geschlagen, mehrmals!

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