Antworten auf die Religionskritik von Atheisten

Die Nachrichtenagentur ZENIT hat ein Interview mit dem Priester Thomas Williams (Legionären Christi) abgedruckt, dem Author des Buches „Greater Than You Think: A Theologian Answers the Atheists About God“

Das Problem ist, dass die meisten Leute nur die eine Seite der Geschichte hören. Sie werden durch die atheistischen Argumente indoktriniert, ohne je eine fundierte Erwiderung zu hören.

Es ist immer wieder schön zu lesen, dass es Menschen gibt, die den Atheismus als Indoktrinierung ansehen und dies dabei aus der Warte eines Religionsgelehrten verkünden. Die „fundierte Erwiderung“ hören wir seit bald 2000 Jahren immer wieder, mal mit mehr, manchmal mit wenig Druck seitens der Kirche.

Pater Williams: Atheisten behaupten beispielsweise, dass die Religion wissenschaftsfeindlich sei und dass die christliche Kirche im Besonderen versucht habe, die wissenschaftliche Forschung auszumerzen. Sie erheben die Anklage, dass die Religion „töte“ und für die meisten unserer Kriege und sozialen Probleme verantwortlich sei. Sie sagen, dass der Glaube den Verzicht auf die Vernunft und die Annahme willentlicher Blindheit verlange. Sie behaupten, dass die Religion nicht zu einer Besserung der Moral beitrage und dass sie die Menschen verbittere und sauertöpfisch statt froh mache.
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Die Geschichtswissenschaft sagt da etwas ganz anderes, dass nämlich die Naturwissenschaft aus dem fruchtbaren Boden der christlichen Kultur herausgewachsen ist. Die katholische Kirche im Besonderen war in der vordersten Linie der naturwissenschaftlichen Forschungen und ihr Mäzen, so wie sie es auch für die Geisteswissenschaften war. Einige der größten Wissenschaftler der Geschichte – Newton, Pasteur, Galilei, Lavoisier, Kepler, Kopernikus, Faraday, Maxwell, Bernhard von Clairvaux (als Gründer des Zisterzienserordens) und Heisenberg – sie alle waren Christen. Und Gregor Mendel, der Vater der modernen Genetik, war katholischer Priester. Speziell der Jesuitenorden stand an der Spitze der naturwissenschaftlichen Studien.

Lieber Pater Williams, Die katholische Kirche hat über Jahrhunderte hinweg Menschen verfolgt, gefoltert und getötet, die ein anderes Weltbild vertraten als das von Rom. Die Aufklärung wurde von der Kirche bekämpft und mit ihr die Menschen, die das Heliozentrische Weltbild vertraten, darunter auch Menschen wie Galileo Galilei. Diese oben genannten Wissenschaftler haben die Welt und die Dinge wissenschaftlich betrachtet, losgelöst von Zwängen und Regeln eines Buches wie die Bibel. Zufälligerweise waren sie Christen und einige davon kamen auch mit der Kirche in Konflikt. Die Wissenschaft beruht auf Fakten, Dinge lassen sich überprüfen, neue Erkenntnisse werden integriert – notfalls verworfen – und revidiert, egal welchem Glaube der Wissenschaftler angehört.

Mit dem Segen der Kirche wurden bedenkliche Taten begangen. Christen waren es, die als „Conqueros“ den amerikanischen Kontinent eroberten und besiedelten. Der wahre Grund dafür war ganz klar Gold, Land, Macht und Einfluss. Es dürfte auch Pater Williams nicht entgangen sein, dass die Bibel in diversen Stellen mit blindem Gehorsam gegenüber Gott aufwartet. Die irdischen Stellvertreter die den Willen dieser unerreichbaren Autorität durchzusetzen haben sind uns ja hinlänglich bekannt.

Pater Williams: Lassen Sie mich gerade einmal meine persönliche Erfahrung anführen. Ich kenne buchstäblich Hunderte von Menschen, die ihr Leben dank einer religiösen Bekehrung von Grund auf geändert haben. Ich kenne Männer und Frauen, die treue Eheleute geworden sind, die hartnäckige, schier unausrottbar scheinende Laster überwunden und gelernt haben, verantwortungsvolle Bürger zu werden, weil sie Gott in ihrem Leben entdeckt haben.
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Wir wollen den Spieß einmal umdrehen: Wie viele Menschen kennen diejenigen, die Alkoholismus oder Pornographie-Sucht überwunden haben, die aufgehört haben, ihren Ehepartner zu betrügen, oder die fürsorglichere und hingebungsvolle Eltern geworden sind, weil sie den Atheismus entdeckt haben? Das kommt einfach nicht vor. Der Atheismus bietet keinen Ansporn, besser oder weniger egoistisch zu werden.

Ich kenne Christen die gehen fremd und lassen sich scheiden. Ich kenne Christen die konsumieren Drogen, spenden nie etwas und haben ein Alkoholproblem. Es gibt Christen die missbrauchen Kinder, sind faul, egoistisch und zudem miserable Eltern.

Es gibt Menschen die fangen an Geld an Bedürftige zu spenden, hören auf Drogen und Alkohol zu konsumieren, werden bessere Väter und haben einen erhöhten Ansporn im Leben etwas zu erreichen.
Dies tun sie weil sie festgestellt haben, dass es in ihrer Hand liegt die Dinge zu verändern. Sie benötigen dazu keinen Gott um die wichtigen Fragen des Lebens zu beantworten.

Wir müssen auch daran denken, dass es die christliche Kirche war und nicht die säkularen Humanisten, die Schulen für die Armen, Waisenhäuser, Hospitäler, Suppenküchen, Lazarette, Hospize und zahllose andere Werke der Wohltätigkeit gründete.

Fakt ist: Die meisten caritativen Einrichtungen werden durch den Staat zur Verfügung gestellt, bezahlt durch den Steuerzahler, also dem Volk. Nur etwa 10-20% der Kirchensteuer wird für Wohltätige Zwecke eingesetzt.

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