US-Klimapolitik

Quelle: Spiegel.de

Er plädierte für ein freiwilliges Anreizsystem.

Dies wird natürlich nichts bringen – warum auch, ist ja freiwillig.

Eine verbindliche Begrenzung der Treibhausgas-Emissionen, wie sie derzeit im Kongress diskutiert wird, würde zu „gewaltigen Kosten für unsere Wirtschaft und die amerikanischen Familien“ führen. Um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, müssten auch Schwellenländer Indien und China ihre Emissionen zurückfahren.

Die Kosten für die Beseitigung der Schäden werden um ein Vielfaches höher sein, die Wirtschaft und die Familien – besser gesagt alle – werden diese Kosten in der Zukunft tragen müssen. Von den Schwellenländer zu verlangen, dass diese der Verpflichtung eines niederen Schadstoff Ausstosses nachkommen müssten, ist absurd und heuchlerisch. Die westliche Zivilisation hat seit viele Jahrzehnte die Umwelt überbelastet und Teile davon unwiederbringlich zerstört. China und Indien haben aber erst seit knapp 15 Jahren ein Wirschaftsboom und sie werden sicherlich nicht auf dieses Wachstum verzichten wollen. Natürlich sollen auch sie den Schadstoff Ausstoss verringern, aber müssen sie den ersten Schritt machen?

Umweltschützer und US-Demokraten kritisierten Bushs Plan als nutzlos und gefährlich: Die demokratische Senatorin Barbara Boxer bezeichnete Bushs Pläne als „Gipfel der Verantwortungslosigkeit“. Sie würden verkennen, das die Schadstoffemissionen bereits ein „gefährliches Level“ erreicht hätten. Die größte US-Umweltschutzvereinigung Sierra Club erklärte: „Es ist absolut unzureichend, lediglich das Anwachsen der Emissionen zu stoppen.“

An dieser Stelle könnte man doch der Welt gegenüber mal als Vorbild auftreten und den entscheidenden Schritt unternehmen.

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