Der Traum von einem neuen, sicheren AKW

Wednesday, 1. June 2011 at 2:35 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

«Sollte die technologische Entwicklung zu einem Quantensprung bei der Sicherheit führen, dürfen wir die Tür nicht schon heute zuschlagen», sagte Economiesuisse-Präsident und Ex-FDP-Chef Gerold Bührer jüngst in der «SonntagsZeitung».
[…]
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, auf Technologien zurückzukommen, wenn sie bedeutende neue Ergebnisse zu Tage fördern. In der AKW-Frage aber sind wichtige Entscheidungsträger dezidiert der Meinung, ein Nichtentscheid – sprich ein Moratorium – würde die wichtigsten Player für den langen Marsch in die erneuerbare Energie abschrecken.
[…]
Nichtsdestotrotz halten Bührer & Co. an der Option Kernenergie fest. Ihr Zauberwort: Sichere Atomkraftwerke der 4. Generation. Gemeint ist damit neuste Technologie, die ab zirka 2030 einsatzbereit sein soll.

Irgendwann in ferner Zukunft werden diese Reaktoren vielleicht einsatzbereit sein. Bis dahin wird sich die Menschheit nach regenerativen Energiequellen umsehen und diese auch einsetzten.

Doch wofür steht «Generation 4»? Prasser erklärt es so: «Die Nutzung des eingesetzten Urans wird zirka um den Faktor 50 erhöht. Der Anteil langlebigen Abfalls kann massiv reduziert werden.» Ein wahrer Technologiesprung also. Wobei die verschiedenen Reaktortypen – sechs an der Zahl – die neuen Vorteile in unterschiedlichem Masse erfüllen. Und die Sicherheit bei Störfällen? «Die meisten Reaktortypen der Generation 4 müssen in Sachen Sicherheit noch weiter entwickelt werden, um das Niveau heute verfügbarer Neubauanlagen zu erreichen», so der ETH-Forscher.

Forschung ist immer gut und möglicherweise werden diese Reaktortypen auch mal effizienter das spaltbare Material verbrauchen können. Der Wortlaut liegt hier auf “verbrauchen”, denn auch die Reaktoren der 4. Generation werden ein Rohstoff benötigen der nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen wird. Solange die “4er” Reaktoren nicht mal die Sicherheitsstandards der heutigen Reaktoren erfüllen können, geschweige das Abfallproblem nicht gelöst wurde, besteht kein akuter Bedarf sich mit dieser Technologie weiter auseinander zu setzen.

Ganz ausschliessen lässt sich aber auch bei Reaktoren der kommenden Generation das Risiko eines schweren Störfalles nicht. «Ein minimes Restrisiko bleibt immer», so Prasser. Das ist es, was bei AKW-Gegnern den Widerstand gegen die Atomtechnologie nicht abbrechen lässt. Ein Restrisiko bleibt ein Solches, egal wie gross es ist. Und ein GAU hinterlässt verbrannte Erde für Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. Egal, ob die Chance, dass dieser Eintritt, nun 10 Nullen vor dem Koma hat oder 20.

Ein GAU kann fünf mal hintereinander eintreten oder eben erst in 15’000 Jahren. Die Unzulänglichkeiten des Vorhersagen von Wahrscheinlichkeiten…

Was gibt es zu tun?

1.) Erhöhung der Energie-Effizienz
Damit lässt sich schon mal ca. 30 Prozent der Energie einsparen, ohne irgendwelchen Komfortverzicht.

2.) Förderung der regenerativen Energieformen
Das Argument der Kritiker lautet häufig, dass die alternativen Energien nur einen tiefen Prozentanteil am Energiemarkt ausmachen und den Bedarf nicht decken können.
Stimmt! Der politische und finanzielle Wille für die Förderung und Ausbau der Regenerativen steht in keinem Verhältnis zu den “Zuwendungen”, welche die Atomenergie in den letzten 50 Jahren erfahren durfte. Da gibt es einen enormen Nachholbedarf!

3.) Ausbau der Netzinfrastruktur
In der Zukunft wird der Bürger gleichzeitig Produzent, sowie Konsument von Energie sein, da dieser die Möglich hat dezentral Strom zu erzeugen. Die heutigen Stromnetze sind dafür ausgelegt, dass Strom von einem Punkt an viele kleinere Standorte verteilt werden kann. Neu wird es auf ein Intelligentes Stromnetz, ein sogenanntes “Grid” hinauslaufen welches die Energie untereinander verteilen wird. Das die grossen Stromunternehmer bei diesem Modell noch ein wenig Mühe haben, dürfte darauf zurückzuführen sein, dass ihnen die Monopolstellung im Energieerzeugen streitig gemacht wird.

4.) Speicherung von Energie
Um Schwankungen bei Solar- und Windenergie abzufangen, lässt sich bei einem Überschuss die Energie in Form von kinetischer (Wasser) oder thermischer (flüssiges Salz) Energie zwischenspeichern.

Zudem wird zukünftig viel mehr Wind aus der Nordsee, Sonne aus der Sahara oder Geothermie aus Italien in unserem Strom zu finden sein. Denn so wie wir heute von Öl, Kohle oder Uran abhängig sind, wird sich auch in der Zukunft an dieser Konstellation nichts ändern, mit einem Unterschied: Wir sind alle Produzenten und Konsumenten.

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Sunrise bringt entbündeltes Telefonieangebot

Thursday, 19. May 2011 at 16:55 Uhr

Quelle: itmagazine.ch

Sunrise lanciert auf Basis seiner eigenen Infrastruktur das Telefonieangebot Call+. Der Anschluss kostet 25 Franken pro Monat, Anrufe ins Festnetz 6 Rappen pro Minute.

Bei sipcall.ch bezahle ich 2.9 Rappen pro Minute ins Festnetz, bzw. 1.9 Rappen im Niedertarif. Um mein bestehendes Festnetztelefon anzuschliessen zu können habe ich mir damals eine ATA-Box für knapp 100 Franken gekauft, welche bis heute ohne Probleme arbeitet.

Wer schon einen Internetanschluss hat oder sich sowieso einen zulegen möchte, soll sich doch mal diese Lösung anschauen. In meinem Fall wäre die ATA-Box in vier Monaten amortisiert gewesen, denn es fallen keine weiteren Kosten als die Gesprächskosten an. (Von möglichen Optionen welche man dazu mieten möchte mal abgesehen.)

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AKW-Chef denkt über die Schliessung von Mühleberg nach

Friday, 6. May 2011 at 20:44 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Herr Gasche, was bedeuten die neuen Auflagen des Atominspektorats Ensi konkret für das AKW Mühleberg?
Urs Gasche: Die Auflagen sind streng. Es wird nicht trivial sein, sie zu erfüllen. Zunächst bedeuten sie einen hohen Arbeitsdruck für unsere Spezialisten, die Lösungen ausarbeiten müssen. Positiv ist, dass das Ensi bestätigte, dass es keine Sicherheitsbedenken gibt, die eine Sofortabschaltung nötig machen.

Der Stolperstein könnte der Umstand sein, dass das Ensi für die Notsysteme des AKW zusätzlich zur Aare eine alternative Kühlwasserzufuhr fordert.
Ich persönlich vermute auch, dass die Lösung dieses Problem die grösste Herausforderung wird. Es geht dabei nicht bloss um die Erfüllbarkeit der Auflage.

Um was noch?
Es kann sein, dass wir zwar zum Schluss kommen, dass das Problem mit der alternativen Kühlwasserzufuhr technisch lösbar ist, aber die nötige Investition zu hoch wäre.
[…]
Wir wissen heute noch nicht, ob sich die geforderten Investitionen selbst dann nicht mehr lohnen, wenn das KKW die erwartete Lebensdauer erreicht. Sie beträgt noch zehn bis zwölf Jahre. In dieser Zeit muss das investierte Kapital zurückfliessen, sonst ist die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben.

Im Klartext heisst dies: Sie schliessen nicht mehr aus, dass Sie das AKW vorzeitig abschalten, weil sich die Investitionen schlicht nicht mehr lohnen?
Ja, ich kann heute nicht mehr ausschliessen, dass wir das KKW aus wirtschaftlichen Gründen vorzeitig abschalten.

Diese Kosten-Nutzen-Analyse zeigt doch hier klar auf das es sich nicht rechnet ein AKW mit einem mangelnden Sicherheitsstandard weiter betreiben zu lassen. Was ich einfach nicht begreifen kann ist, dass die Notwendigkeit einer alternativen Kühlwasserzufuhr nicht schon vor Fukushima ersichtlich gewesen war oder wurde vielleicht nicht bewusst ein vorhersehbares Risiko heruntergespielt um nötige Investitionen nicht tätigen zu müssen?

Wenn Sie das AKW heute stilllegen müssten: Wäre es bereits amortisiert?
Das ist nicht so einfach zu beantworten. Klar ist aber: Die Fonds für die Stilllegung des KKW sind noch nicht voll, weil sie jährlich geäufnet werden und weil man nicht mit einer so frühen Stilllegung rechnete. So gesehen hätten wir Verluste, wenn das KKW jetzt abgeschaltet würde.

Wie viel Geld fehlt?
Das kann ich nicht spontan sagen.

Die Fonds sind noch nicht voll? Die offizielle Stilllegung des AKW Mühleberg war auf 2012 geplant, also 40 Jahre nach dessen Inbetriebnahme. Fehlt also das Geld in den Fonds von einem Jahr oder wurde in der Vergangenheit die Zurückstellungen vernachlässigt und alle Hoffnung auf eine Betriebsverlängerung gesetzt? Weiss Herr Gasche nicht wie viel Geld in den Fonds fehlt, weil es viel oder sehr viel sein könnte und bedient er sich eines taktischen Manövers um eine Laufzeitverlängerung zu rechtfertigen?

Bald wird das Ensi auch entscheiden, ob der Kernmantel ersetzt werden muss oder nicht. Das würde eine halbe Milliarde kosten. Ist es ausgeschlossen, dass sie ihn ersetzen würden?
Ich kann diese Frage nicht abschliessend beantworten. Aber gerade auch im Kontext der neuen Auflagen, die ja auch Investitionen auslösen, müssten wir die Wirtschaftlichkeit schon sehr gut prüfen, falls der Ersatz des Kernmantels nötig würde. Allerdings stellt sich dann umgekehrt die Frage, ob, wenn wir all diese Investitionen tätigen, eine Verlängerung der Lebensdauer des KKW über die erwartete Lebensdauer hinaus möglich wäre.

Warum sollte man einer Verlängerung der Betriebsdauer in Erwägung ziehen falls der Kernmantel ersetzt wird? Ist es nicht so, dass bei einem defekten(!) Kernmantel das AKW schon lange hätte stillgelegt werden müssen und das die Betriebsdauer des AKW Mühleberg von Anfang an auf 40 Jahre begrenzt war? Mir scheint es so, als rechtfertigt ein “intakter” Kernmantel eine längere Betriebsdauer eines AKW’s und das es hingegen völlig normal ist mit einem “defekten” Kernmantel die geplante Betriebsdauer auszuschöpfen. Zudem bringt ein neuer Kernmantel nicht wirklich viel, denn die Bauart des AKW Mühleberg entspricht nicht mehr den heutigen Sicherheitsbestimmungen unabhängig davon das diese Technologie nicht zu beherrschen ist, mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt.

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Settop-Zwang bleibt bestehen

Tuesday, 12. April 2011 at 20:23 Uhr

Quelle: pctipp.ch

Der Schweizer Nationalrat lehnte den Antrag auf Abschaffung des Settop-Boxen-Zwangs für Digital-TV-Anbieter ab. Cablecom gibt die Boxen derweil nur noch gegen Miete raus – Konsumentenschützer sind empört.

…und erst die Kunden…!!

[…]
Wenig beeindruckt davon zeigt sich der Kabelanbieter Cablecom. Die setzen sogar noch einen drauf und schaffen die Kaufoption für ihre digitale Fernseh-Box ab. Neu ist der Kunde also gezwungen, diese zu mieten – was die Kaufkosten natürlich schnell einmal übersteigen dürfte. Je nach Angebot kostet die Miete bei Cablecom zwischen 4 und 30 Franken monatlich. Zwar kann der Kunde statt der Settop-Box auch die sogenannte DigiCard nehmen, die weiterhin für 99 Franken gekauft werden kann. Diese setzt aber einerseits einen modernen Fernseher mit CI+-Anschluss voraus, andererseits unterstützt sie kein Video on Demand und ermöglicht nicht, dass man gleichzeitig auf verschiedenen Kanälen aufnehmen und fernsehen kann – womit sie für viele Kunden gar nicht erst infrage kommt. Die Stiftung für Konsumentenschutz spricht von einer skandalösen Ausnutzung der Monopolstellung.

Tja, ich werde weiterhin um digitales Fernsehen einen Bogen machen solange Cablecom ihre Monopolstellung dermassen zum Nachteil der Kunden ausnutzt. Das Cablecom in Österreich (Vorarlberg) eine andere Strategie fährt (EU Recht), zeigt mir auf, wie Cablecom versucht uns Schweizer Konsumenten für blöd zu verkaufen.

Da Cablecom mich offensichtlich nicht als DigitalTV-Kunde haben will, werde ich auch in Zukunft bei jedem Cablecom-Stand in einem Shop die gleiche Antwort geben müssen: “…erst wenn ich die freie Wahl der Settop Box habe!”

Ich prüfe ernsthaft die Anschaffung einer Satelliten-Anlage. Ob ich eine 60cm Schüssel auf meinem Balkon aufstellen darf muss ich wohl noch mit meiner Vermieterin abklären.

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Das Drama der Experten

Friday, 8. April 2011 at 18:04 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

[…]
Ende 2008 noch sagte Michael Prasser, ETH-Professor für Atomphysik: «Unser Wissensstand ist heute nahezu perfekt.» Und: «Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gebiet radioaktiv verseucht wird, liegt bei einem Ereignis alle Milliarden Jahre.»Das gelte nicht nur für moderne Reaktoren, sondern auch für die alten, denn diese würden nachgerüstet. «Ein Kernkraftwerk ist eine Art lebendiger Organismus, dessen Sicherheit ständig optimiert wird.»Zwei Jahre (von einer Milliarde) später gerieten gleich vier Reaktoren in Fukushima ausser Kontrolle.Was sagt Prasser dazu? Er gesteht: «Die ersten Explosionen haben mich wirklich von der Piste geschossen.» Aber schon am Tag darauf, als die ersten Wasserwerfer auffuhren, habe die Hoffnung wieder überwogen.

So ist das nun mal mit statistischen Vorhersagen, ein Ereignis kann dreimal hintereinander eintreten oder eben auch gar nicht in einer Milliarden Jahre.

[…]
Sein Fazit? «Wenn in Fukushima der neueste Stand der Technik zum Einsatz gekommen wäre, hätte es die Katastrophe nie gegeben.» Und: Die Japaner hätten die Tsunamis der Vergangenheit falsch ausgewertet. Kann man Professor Prasser, einem Experten, trauen? Auch, wenn man weiss, dass sein Lehrstuhl von der Atomlobby finanziert wird?

Wenn, wenn, wenn…
Nicht das “Wenn” sondern das “Warum” ist meiner Meinung nach die richtige Frage.
In einem Erdbeben gefährdeten Gebiet, direkt am Meer ein AKW zu bauen, ohne ausreichenden Schutz gegen ein solches Ereignis, wirft schon Fragen auf. Ein Erdbeben der Stärke 9.0 und eine daraus resultierende Flutwelle von 23 Meter ist ganz klar ein realistisches Szenario, welches man schon im Vorfeld kennen konnte.

Offensichtlich gab es keinen Bedarf für Anpassungen an solch ein Risiko. Vielleicht konnte man die Risiken nicht abschätzen, oder man wollte nötige Massnahmen nicht umsetzen, da sonst die Wirtschaftlichkeit der AKW’s nicht mehr gegeben wäre.
In jedem Fall wurde das Risiko falsch eingeschätzt, was sich bei einem Unfall wie Fukushima zeigt, als Fatal erweist. Die Aussage, das beim neusten Stand der Technik solch eine Katastrophe nie eingetreten wäre, ist eine Behauptung, denn der Faktor Mensch und das Restrisiko lässt sich halt nicht ausschliessen, nur unwahrscheinlicher machen, Darum nennt man es auch “Restrisiko”.

Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir mit diesem Restrisiko leben wollen und bereit sind die Konsequenzen zu tragen, die sich daraus ableiten.

Ich wünsche mir eine offene und transparente Diskussion über Atomstrom in der Öffentlichkeit. Dazu gehören alle Kosten und alle Implikationen dieser Technologie auf den Prüfstand. Auf der anderen Seite legen wir erneuerbare Energien, dessen Potential, die Kosten und ihre Implikationen in die Waagschale.

Dann lassen wir das Volk entscheiden!

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PC-Netzteile als Stromfresser

Tuesday, 16. March 2010 at 21:56 Uhr

Quelle: Pressetext.ch

“Dass bei herkömmlichen PC-Netzteilen 30 Prozent der Gesamtenergie durch die Umwandlung verloren gehen, ist im Sinne einer modernen Green IT inakzeptabel”, erklärt einer der Projektleiter, Ingenieur Alexander Kirjuchin von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, im pressetext-Interview. “Mit unserem Projekt wollen wir zeigen, dass die Technik längst existiert, um auf diesem Gebiet wesentliche Verbesserungen zu erreichen”, so Kirjuchin.

Beim in Konstanz entwickelten Netzteil konnte der Wirkungsgrad auf über 90 Prozent gesteigert werden. Damit ist auch kein Ventilator mehr notwendig, der neben dem Lärmpegel durch seine mechanische Beschaffenheit stets auch ein potenzieller Schwachpunkt für Verschleißerscheinungen darstellt. Ein wesentlicher Fokus liegt zudem auf dem optimierten Einsatz einer aktiven Power Factor Correction (PFC).
[…]
Angesichts des Umstands, dass allein in der Industrie Mio. von ressourcenvergeudenden PC-Netzteilen in Verwendung sind, hofft Kirjuchin auf ein Eingreifen der Politik, wie es etwa bei der EU-weiten Standby-Verordnung geschehen ist: “Eine Normierung bzw. Vorgabe der Politik wäre sicherlich sinnvoll, um den schlechten Netzteilen den Garaus zu machen.” Allein im PC-Bereich gehe es pro PC um zehn bis 20 Watt, die ungenutzt verschwendet werden. Für das deutsche Verbundnetz rechnen die Forscher daher mit einem Energieeinsparungspotenzial in der Größenordnung von Terawattstunden.

Hoffentlich spielt in diesem Fall die Politik mit und verabschiedet griffige Gesetzte, die solch verschwenderische Praktiken wegen ein paar Euro-Cents bald verboten werden. Da diese Massnahme sogar profitabel sein können, zeigt unlängst das Top-Runner-Programm aus Japan, welches nach einer bestimmten Frist die Hersteller mit Sanktionen belegt, sollten diese nicht den zuvor festgelegten Energiestandart bei ihren Geräten umgesetzt haben.

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Powermat: Drahtlose Akkuladetechnik für iPhone und Co

Thursday, 25. February 2010 at 15:03 Uhr

Quelle: golem.de

Ein Powermat-fähiges Mobiltelefon lässt sich dann künftig aufladen, indem es auf eine passende Ladematte gelegt wird. Das zum Teil lästige Anstöpseln von Ladekabeln an das Handy entfällt damit.

Abgesehen davon das sich ein Benutzer mit dieser Lademöglichkeit irgendwelches teures Zubehör anschaffen muss um sein Gerät aufladen zu können, sehe ich keinen zusätzlichen Gewinn (ausser für den Hersteller des Powermat) darin mein Ladekabel gegen eine Ladeplatte zu tauschen.

Zudem führt diese Methode zu einem höheren Energieverbrauch, da diese Art der Induktion nur etwa einen Wirkungsgrad von 80% aufweisen kann. In Zeiten wo alles nach Energiesparen schreit, finde ich dies eine Energieverschwendung.

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VW: Serienelektroauto kommt 2013

Friday, 12. February 2010 at 16:26 Uhr

Quelle: golem.de

E-Up heißt das Elektroauto, ein neuer Kleinwagen. Es soll bei seiner Markteinführung 2013 gleich als Großserie herauskommen, so Hackenberg. Das E-Up ist keine Neuentwicklung, sondern basiert auf dem Up-Modell mit Verbrennungsmotor, das etwas angepasst wird. “Die Karosserie ist identisch mit den Benzin- und familienbetriebenen Up-Versionen, Abweichungen gibt es nur in der Bodenstruktur wegen der Unterbringung der Batterie.”

Ich denke, dass VW kein grosses Interesse daran hat ein echte Elektrofahrzeug auf den Markt zu bringen. Ein umgebauter Benziner macht noch lange kein gutes Elektrofahrzeug aus. Und dann erst 2013, da hätte ich diesem Konzern schon etwas mehr Innovation zugetraut.

Zunächst will VW mit einer Elektrovariante des Golf “Erkenntnisse mit dem Elektroantrieb sammeln”, sagt Hackenberg. Der Elektrogolf werde in Kleinserie gefertigt und an ausgesuchte Flottenkunden ausgeliefert. Einen Verkauf von Elektroautos an Endkunden hält er zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. “Angesichts der neuen Technik und der hohen Preise für die Batterien halten wir das für riskant. Das Schlimmste wäre, wenn die Technik nicht funktioniert. Das wollen wir auf keinen Fall mit unserer Marke verbinden.”

Ja wie viele “Erkenntnis” – Studien braucht ihr denn noch?
Die Koreaner, Japaner und die Franzosen werden bei den Elektrofahrzeugen wohl das Rennen machen.

Trotz der aktuellen Begeisterung für Elektromobilität glaubt der VW-Entwicklungschef an eine eher schleppende Einführung der Elektroautos. “Bei den Elektroautos rechne ich 2020 mit einem Anteil von 1,5 Prozent bis 2 Prozent bei Neuzulassungen.” Bei 3,5 Millionen Neuzulassungen sind das etwa 52.000 bis 70.000 Autos.

Darum ist es umso wichtiger, dass die Elektrofahrzeuge vom Design her nicht wie Enten auf Rädern daher kommen. VW habt es in der Hand “ansprechende” Fahrzeuge zu gestalten.

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Geothermie: Winterthur startet Machbarkeitsstudie

Monday, 9. November 2009 at 13:08 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Die Nutzung der tiefen Geothermie wäre ein bedeutender Beitrag zur langfristigen Sicherung des Wärme- und Strombedarfs Winterthurs, heisst es weiter. Zudem würde auch die Abhängigkeit von Drittlieferanten verringert.

Etwas weiter ist man in Sachen Geothermie in der Stadt Zürich. Im Triemli-Quartier startet demnächst eine geologische Erkundungsbohrung. Sie klärt die Möglichkeiten der Wärmegewinnung ab.

Für so ein kleines Land wie die Schweiz ist es beachtlich, dass sie im Internationalen Geothermie-Wärme-Nutzungs Vergleich doch auf Platz 9 liegt.

Weiter so, wir sind auf dem richtigen Weg und am 29.11.09 für den Objektkredit von 19.89 Mio. auf 38.7 Mio. Franken für Geothermienutzung im Triemli-Quartier mit einem “JA” stimmen.

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Ungeschützt trotz Überzieher

Tuesday, 14. July 2009 at 17:46 Uhr

Quelle: Spiegel.de

<Ironie>
Nein, es geht hier nicht um Kondome oder die Folgen eines unsachgemässen Gebrauchs dessen, sondern um RFID Chips in Pässen.
Man(n) steht zwar auch hier ohne Hosen da, mit dem kleinen Unterschied: Man merkt es nicht einmal. Reflexartig könnte man jetzt erwidern, dass es ja nicht zu verstecken gäbe, schliesslich kann ja das Wissen um den eigenen Namen, die Adresse und das Geburtsdatum kein Grund sein gleich in Panik zu verfallen.
Sich auf der Strasse zu entblössen und allen Passanten die vorbei gehen sein “Gemäch” zu zeigen, lösst bei dem Entblössten ja auch kein Unbehagen aus, denn alle wussten ja schon vorher das man(n) bestückt sein muss. Also, warum es nicht gleich zeigen?
</ Ironie>

Wenn man aber dennoch verhindern wolle, dass die Daten ausgelesen werden können, solle man den maschinenlesbaren Ausweis doch einfach in einer Schutzhülle verstauen, die etwaige Abstrahlungen verhindere.
[…]
Wer die Hülle knickt kann die Sicherheit knicken
Genau dieser Aussage aber widersprechen Forschungsergebnisse der University of Washington und der RSA Laboratories. Die haben bereits vergangenes Jahr bestätigt, dass sich auch derart umhüllte Ausweise und Führerscheine drahtlos auslesen lassen, wenn die Schutzhülle ein wenig verschrumpelt und verknickt ist. Nur wenn die Hülle in tadellosem Zustand ist, verhindere sie Ausleseversuche leidlich gut, zumindest auf große Entfernung. Wird das Lesegerät aber bis auf etwa einem halben Meter an den Ausweis angenähert, schütze auch eine intakte Hülle nicht mehr.
[…]
Und an Techniken, welche die Reichweite von RFID-Chips erweitern können, wird auch schon geforscht. Mit einem System namens STAR wollen die Entwickler der Firma Mojix aus Los Angeles RFID-Chips bald aus Entfernungen von bis zu 200 Metern auslesen können – ein Albtraum für Datenschützer.

Ich glaube ich melde mich bei der Piratenpartei Schweiz an.

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