Netflix – Die grosse Hoffnung

Friday, 23. May 2014 at 22:31 Uhr

Spiel mir das Lied vom Tod – Ein letztes mal bevor der Vorhang für immer fällt und eine Ära zu Ende geht. Die Rede ist von der Ära der Videotheken, Sammelpunkt für Filmliebhaber jeglichen Couleur. Ich habe schon an dieser Stelle über das Sterben der Videotheken geschrieben und mich zu möglichen Anwärtern geäussert, welche den nun verlassenen Thron besteigen könnten.

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Inzwischen haben wir eine Video on Demand (VoD) Landschaft in der Schweiz, in der sich die Anbieter gegenseitig mit der Anzahl Filme überbieten. Dabei sprechen wir von einem Angebot von vielleicht 2’000 Filme, meist weniger, selten ein paar tausend mehr. Dabei spielt es wirklich keine Rolle, ob Cablecom, Sunrise, Swisscom, Teleboy oder welchen Content Deliverer man auch als sein Favorit wählt, die Auswahl bleib übersichtlich und sehr bescheiden.

«Die Situation scheint unbegreiflich zu sein»

Auch im nahen Ausland sieht die VoD-Welt nicht wirklich besser aus. Wer mal die unterschiedlichen Plattformen angetestet hat, wird enttäuscht feststellen, dass das Grundkonzept eigentlich gut ist, aber es fehlt die Auswahl. Es scheint eine Krankheit zu sein, dass kein Anbieter es fertig bringt, eine grosse Auswahl an Content anzubieten und dies in einer Zeit, in der die Filme keinen physischen Platz mehr benötigen und praktisch unbegrenzt elektronisch gelagert werden können. Die Situation scheint unbegreiflich zu sein.

«…sie würden gerne, wenn sie denn nur dürften»

Dabei können die VoD Anbieter nichts für diese Misere, sie würden gerne, wenn sie denn nur dürften. Da jeder VoD Anbieter mit den Medienunternehmen einzeln verhandeln muss und eine Zusage ungewiss und auch sehr individuell sein kann, können die Angebote und die Konditionen unter den VoD Anbietern sehr stark variieren. Auch grosse Player wie Apple und Google haben ihre Mühe ein einigermassen breites wie tiefes Angebot ihren Kunden anzubieten. Wer schon mal einen Film nach 18 Monaten auf Apple TV nochmals sehen wollte, hat gute Chancen diesen nicht mehr aufzufinden. Denn dieser wurde dann leider aus lizenzrechtlichen Gründen in der Zwischenzeit aus dem Sortiment entfernt. Bei den Serien sieht es ganz bitter aus, hier ist die Situation wirklich zum heulen.

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«Die Zeichen für einen Durchbruch standen noch nie so gut wie jetzt»

Doch da, ein neuer Anwärter taucht am Horizont auf, eine Held, der Europa von den fragmentierten und minimalistischen Streaming-Angeboten erlösen könnte. Die Rede ist von Netflix, dem Primus unter den Streamingdiensten – der nun im Jahr 2014 den Sprung auch in die Schweiz wagt, ein überfälliger Schritt wie ich finde. Die Zeichen für einen Durchbruch standen noch nie so gut wie jetzt. Denn wenn Netflix keine Bewegung in die eingerosteten – ja, anachronistischen – Strukturen bringen kann, wer könnte uns dann noch erretten? Die grossen Film- und Medienunternehmen verweilen währenddessen mental immer noch in der Pre-Digital Ära. Nach zwei Dekaden Internetgeschichte müsste man in einer durch und durch kapitalistischen Welt eigentlich etwas anderes erwarten.

Das es auch anders geht, zeigen uns die unzähligen Portale, wo Filme und Serien ohne Einschränkungen konsumiert werden können. Der Haken: Diese Plattformen sind in vielen Ländern illegal aber höchst erfolgreich, da diese ein Kundenbedürfnis abdecken, grösste Film- und Serienauswahl, jederzeit und überall konsumieren zu können. Auch ich konsumiere auf diese Art Filme und Serien – vor allem Serien. In der Schweiz sind diese Download-Portale für den Privatgebrauch übrigens legal. Für viele mag der Reiz bei diesen Portalen darin bestehen, dass diese häufig die Filme kostenlos anbieten. Diese “Kundengruppe” gab es schon immer und wird es auch immer geben. Wichtig ist die Kundengruppe, die für den Konsum der Filme bezahlen möchte, aber mangels Alternativen keine andere Möglichkeit sehen, als auf solche Dienste zurückzugreifen.

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«Nach zwei Dekaden Internetgeschichte müsste man in einer durch und durch kapitalistischen Welt eigentlich etwas anderes erwarten»

Ich besitze seit gut einem Jahr ein Apple TV und zahle pro Leihfilm bis zu CHF 7.50. Ein Betrag der nur leicht über dem eines Leihfilmes aus der Videothek liegt. Ich schaue gerne Filme und pro Woche konsumiere sicherlich einen Film auf diese Weise. Aber Filme wie Fahrenheit 451 oder Brazil, zwei Klassiker der Filmgeschichte sind auf Apple TV nicht verfügbar und auch bei den Serien – wie schon weiter oben angesprochen – sieht es finster aus. Diese Filme und Serien kann ich nur über Download-Portale beziehen und seit Jahren zahle ich pro Monat über CHF 20.- um über zwei Sharehoster den begehrten Stoff ohne Einschränkungen und zeitnah herunterladen zu können. Warum ich das Geld einem Sharehoster geben muss und keine Möglichkeit habe, es direkt der Filmindustrie zu geben, bleibt mir bis heute ein Rätsel.

Ich habe noch ein wenig meine Zweifel, ob die Film- und Medienunternehmen es jemals verstehen werden was der Kunde wünscht und ob sie ihre Geschäftsmodelle an die Technologien des 21. Jahrhunderts anzupassen vermögen.

Netflix könnte ihnen dabei vielleicht auf die Sprünge helfen…

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Init7 lanciert symmetrisches Gigabit-FTTH-Angebot

Thursday, 22. May 2014 at 12:50 Uhr

Quelle: itmagazine.ch

Init7 hat das neue Angebot Fiber7 für Fiber-to-the-Home-(FTTH)-Privatkunden lanciert. Fiber7 schlägt mit 777 Franken pro Jahr zu Buche und bietet eine Geschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde – dies sowohl beim Downstream als auch beim Upstream. Damit führt Init7 eigenen Angaben zufolge das erste symmetrische Gigabit-FTTH-Angebot auf dem Markt in seinem Portfolio.

Leider ist dieses Angebot an meinem Wohnort noch nicht aufgeschaltet, es dürfte aber gemäss Webseite von fiber7.ch bald soweit sein. Für gut CHF 65.- pro Monat setzt dieses Angebot neue Massstäbe in Sachen Breitband-Internet in der Schweiz und wenn man bedenkt, dass upc-cablecom mir für das 125/10 Mbit/s Internet-Paket aktuell CHF 65.- verrechnet, dann wird der Wechsel nur noch durch die fehlende Verfügbarkeit an meinem Wohnort aufgeschoben.

Ach ja, ein /48 IPv6 Segment bekommt der Kunde auch gleich mitgeliefert :-)

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Link des Tages – melonJS

Monday, 17. February 2014 at 17:58 Uhr

melonJS – A lightweight HTML5 game engine

melonJS is the result of our enthusiasm and past experiments with Javascript, and came from the feeling that no simple, free and standalone library was available to develop games.

How to create a game? Check the Toturial!

melonJS games and demos.

Download current release!

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Bild des Tages – Google Dashboard: Services down

Friday, 24. January 2014 at 22:31 Uhr

So etwas sieht man bei Google auch nicht alle Tage.
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Redtube – Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Abmahner Urmann

Friday, 3. January 2014 at 14:20 Uhr

Quelle: golem.de

Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Geschäftsführer von Urmann + Collegen. Es geht um den Vorwurf, Internetnutzer wegen Streamings abzumahnen, obwohl dies nicht strafbar sei. Laut einer Umfrage nutzen 20 Prozent der Bundesbürger Pornoplattformen im Internet.
[…]
Gut zwei Drittel der Deutschen (71 Prozent) sagen, sie haben noch nie eine Internetplattform besucht, auf der pornografisches Material gezeigt wird. Das ist das Ergebnis einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin Focus. 20 Prozent der Bundesbürger gaben an, solche Seiten zu nutzen. Danach haben 32 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen bislang Pornografie im Internet konsumiert. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte nach den Angaben 1.009 repräsentativ ausgewählte Personen.

Nur ein Drittel der Männer schaut sich pornografisches Material im Internet an? Mit Verlaub, die Zahlen sind viel zu tief, da scheinen sehr viele Männer bei der Umfrage die Antwort durch den antrainierten Schutz-Reflex mit “nein” beantwortet zu haben.

Gut das sich der Staatsanwalt die Gebaren von Urmann & Co genauer anschaut. Urmann scheint ein würdiger Nachfolger des verstorbenen Freiherr von Gravenreuths zu sein, der leider viel zu früh die Bühne des Spotts und der Häme verlassen hat.

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Ein Quäntchen Trost – Die NSA kocht auch nur mit Wasser

Friday, 3. January 2014 at 13:53 Uhr

Quelle: heise.de

Die NSA entwickelt im Rahmen eines 80 Millionen US-Dollar schweren Projekts namens “Penetrating Hard Targets” (“In harte Ziele eindringen”) einen Quantencomputer für die Kryptoanalyse. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf Dokumente des NSA-Whistleblowers Edward Snowden. Mit solch einem Computer könnten gegenwärtige asymmetrischen Kryptosysteme (Public-Key-Kryptosysteme wie PGP oder SSL, die mit öffentlichen zum Ver- und geheimen Schlüsseln zum Entschlüsseln arbeiten) geknackt werden. Auch wenn das volle Ausmaß der Geheimdienstbemühungen unklar sei, legten die Dokumente nahe, dass die NSA dabei nicht weiter sei, als andere Forscher.

Ob 80 Millionen US-Dollar ausreichen um die Spitzenposition in der Entwicklung von Quantencomputern zu erlangen? Ausser sie beschaffen sich einen Vorteil durch das Spionieren von anderen Forschungseinrichtungen, aber soweit würde ich jetzt nicht gehen dies zu behaupten :-)

[…] Laut dieser sogenannten Superposition muss ein Qubit nicht entweder 0 oder 1 sein, sondern in einer bestimmten Form beides gleichzeitig. Quantencomputer, die sich das zunutze machen, können im Prinzip auf bestimmte Berechnungen verzichten und viel schneller zur korrekten Antwort gelangen – etwa bei einer Entschlüsselung. Aufgrund der fragilen Natur eines solchen quantenmechanischen Systems ist es jedoch äußerst schwierig, Quantencomputer zu konstruieren.

Der Rekord liegt meines Wissens bei der Verschränkung von 14 Qubits, was den Forschern 2010 an der Technischen Universität in Graz gelang. Für eine praktische Anwendung dürften aber noch einige Jahre vergehen.

Zudem lassen sich mittels der Quantentechnologie auch Kommunikationssysteme entwickeln die – nach heutigem Erkenntnisstand – abhörsicher sind, da ein Versuch die Informationseinheit abzuhören diese zerstört. Dieser Effekt ist auch bekannt als Unschärferelation und beschreibt, dass die Eigenschaft eines Teilchen und deren Position nicht gleichzeitig bestimmt werden kann.

Als Analogie lässt sich folgendes Beispiel heranziehen:
Es ist nicht möglich einen Spatz in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten und gleichzeitig seine Herzfrequenz mit der Hand zu fühlen, ohne das dieser sein Verhalten ändert.

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ricardo.ch – Wer hat an den Gebühren gedreht?

Sunday, 4. August 2013 at 14:17 Uhr

Gebührenerhöhungen sind ein Ärgernis, vor allem solche, die der Konsument nicht nachvollziehen kann. So geht es mir bei der Ankündigung von ricardo, die Einstell- und Abschlussgebühren auf den 20. August 2013 anzupassen.

Die Einstellgebühren, also der Betrag, der für das Einstellen eines Artikels mit einem Startangebot von 1 CHF fällig wird, wurde soweit angepasst, dass dieser pro Mitglied und Monat, bei den ersten 20 Artikeln entfällt. Früher kostete das Einstellen eines Artikels mit einem Startangebot von 1 CHF, fünf Rappen. Der fleissige ricardo Verkäufer kann neu also 1 CHF (!) an Einstellgebühren sparen, wenn er pro Monat mindestens 20 Artikel einstellt. Danach

Soweit so gut…

neue Einstellgebühren, gültig ab 20.08.2013
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* Pro Kalendermonat und ricardo.ch-Mitglied ist das Einstellen von 20 Angeboten (inkl. geplante Angebote
und automatische Reaktivierungen) zu einem Startpreis von maximal 1 CHF im Auktionsformat gratis.

Nach jeder erfolgreichen Auktion bekommt ricardo einen Teil des Verkaufspreises in Form von Abschlussgebühren als Provision zugeschrieben.

Die Höhe der Abschlussgebühr beträgt zwischen 1 – 5 Prozent und wird gestaffelt nach dem Verkaufspreis erhoben.
Für einen Artikel der für 90 CHF verkauft wurde, bekommt ricardo 4.50 CHF, also 5% an Abschlussgebühren.

alte Abschlussgebühren
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Im neuen Abschlussgebührenmodell verlangt ricardo für den selben Artikel, der zu 90 CHF verkauft wurde, nun plötzlich CHF 5.85 an Abschlussgebühren. Dies ist eine Preissteigerung von 30 Prozent!

neues Abschlussgebühren, gültig ab 20.08.2013
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Zudem hat ricardo noch an der Staffelung des Verkaufspreises gedreht: In der alten Gebührenübersicht wurde der höchste Abschlussgebührensatz von 5% bis 100 CHF erhoben. In der neuen Gebührenübersicht gilt der hohe Satz von 6.5% bis zu einem Betrag von 200 CHF.

Für mich ist diese Preissteigerung um 30 Prozent nicht nachvollziehbar, eine Erklärung von ricardo habe ich bis heute nicht erhalten. Die Ankündigung der Gebührenerhöhung kommt meiner Meinung nach zu einem guten Zeitpunkt, sind doch die meisten Konsumenten und der Kassensturz in den Ferien. Es scheint mir so, als liegen die meisten Verkäufe bei ricardo im Bereich bis zu 200 CHF, was nun versucht wird besser abzuschöpfen. Aber eine Erhöhung der Gebühren um bis zu 30 Prozent finde ich dreist.

Aber es muss ja nicht immer ricardo sein. Anbei ein paar Alternativen von Online Auktionshäusern:

auvito
hood
smartvie

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Wort des Tages – Clusterfuck

Thursday, 11. July 2013 at 12:58 Uhr

Quelle: Golem.de
Aus aktuellem Anlass

Es gibt im Englischen einen Begriff, der sich nur schwer ins Deutsche übersetzen lässt: Clusterfuck. Gemeint ist eine Situation, die aufgrund des Unvermögens der Beteiligten und unglücklicher Umstände eskaliert. Ein nun publik gewordener Vorfall in der Economic Development Administration (EDA), einer Abteilung des US-Handelsministeriums, dürfte als Paradebeispiel in die Geschichte der Clusterfucks eingehen.

Obwohl im Laufe der vielen Untersuchungen herauskam, dass nur zwei Rechner im Netzwerk der EDA von dem Virus betroffen waren, entschied sich die Behördenleitung, sicherheitshalber Computer, Drucker, Kameras, Computermäuse sowie Tastaturen zu zerstören. Und Fernseher. Gesamtwert der verschrotteten Geräte: 170.000 US-Dollar. Gesamtkosten für den Einsatz der verschiedenen Sicherheitsspezialisten und die zwischenzeitlich eingesetzten Ersatzgeräte: 2.747.000 Dollar.
[…]
Und so ordnete das Management die prophylaktische Zerstörung der Hardware an. Warum man auch Computermäuse, Tastaturen und sogar Fernseher verschrotten ließ, geht aus dem Bericht nicht hervor. Wohl aber die Tatsache, dass der Wahnsinn erst beendet wurde, als der Behörde das Geld ausging.

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What they’ve learned…

Friday, 1. March 2013 at 20:56 Uhr

Zwei Beispiele die aufzeigen, dass auch im Jahr 14 nach Napster, die Bereitschaft für den Wandel an der Lernresistenz der Content Industrie scheitert.

Comcast kapert nach vier Verwarnungen den Browser

DJs sollen für Kopien von legalen Musikdateien zahlen

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Pumpipumpe Sticker sind gekommen!

Saturday, 2. February 2013 at 21:56 Uhr

Endlich sind die Sticker von pumpipumpe.ch gekommen!
Schnell die “Chläberli” in der nächtlichen Kälte an dem Briefkasten anbringen und fertig!

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