Von Licht ernährt – bis in den Tod

Saturday, 28. April 2012 at 16:38 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Der Mensch mag ja ein breites Spektrum an Nahrungsmittel verwerten, Licht gehört definitiv nicht dazu und dies wusste auch Anna Gut, denn sonst hätte sie sich nicht auf dieses “Experiment” vorbereiten müssen.

Mir ist es ein Rätsel wie sie ohne zu trinken und dem ausspucken ihres Speichels eine ganze Woche überleben konnte. Die Kopf- und Nierenschmerzen müssen gewaltig gewesen sein.

Dass sie ohne Nahrungsmittel nicht überleben kann, hätte ihr bewusst sein müssen in einer Welt, wo täglich tausende Menschen wegen Unterernährung sterben. Spätestens als sie dermassen geschwächt war und sich immer mehr zurück zog hätte sie einen Arzt aufsuchen müssen. Ich zweifle massiv daran, ob sie unter normalen Umständen, also ohne das “Lichtexperiment”, mit solchen Symptomen nicht schon lange einen Arzt aufgesucht hätte.

Dass Frau Gut verhungerte, ist bedauerlich aber absehbar gewesen. Die Erkenntnis, dass man ohne Lebensmittel unweigerlich sterben wird, wäre ihr vergönnt gewesen.

An alle Lichtesser und potentielle “Ich-bin-auch-eine-Pflanze”-Lichtesser-Anwärter: Die Photosynthese können nur Pflanzen und auch diese brauchen Nahrung in Form von Stickstoff und Phosphor. Aber vor allem brauchen sie Wasser.

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Bild des Tages – Ich bin root, ich darf das!

Friday, 20. April 2012 at 0:54 Uhr

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Na, haben wir was getrunken? – Nein, aber mein Lümmel hat ein Schnaps-Bad genommen

Thursday, 19. April 2012 at 22:10 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Man nennt es Eyeballing. Die Methode besteht darin, sich hochprozentigen Alkohol, zum Beispiel Wodka, direkt ins Auge zu giessen. Ein Brennen ist garantiert, eine Verminderung der Sehschärfe bei wiederholter Anwendung möglich. Aber das Ziel ist natürlich ein anderes: ein sehr schneller und ausgesprochen heftiger Rausch.

Das Benetzen des Auges ist dabei nur ein Weg, den Alkohol in den Körper zu bringen, ein anderer ist das Einführen eines in Schnaps getränkten Tampons in die Vagina oder in den After.

Da bekommt der Ausdruck: “sich einen hinter die Binden zu kippen”, eine völlig neue Bedeutung.

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Sächsilüüte vs. Burning Man

Tuesday, 17. April 2012 at 21:10 Uhr

Der kleine, feine Unterschied!

Sächsilüüte
Burning Man

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Link des Tages – Solarstone (Release)

Sunday, 15. April 2012 at 23:05 Uhr

Hach, da werden Erinnerungen wach!

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Battleship – Ohne Tiefgang auf Grund gelaufen

Sunday, 15. April 2012 at 13:37 Uhr

Eigentlich hatte ich es schon im Vorfeld befürchtet dass Battleship keinen Oscar gewinnen würde. Aber was dann in 130 Minuten geboten wurde, war unterirdisch.

Die Story ist rasch erzählt: Böse Ausserirdische landen mit leichten Blessuren im Pazifik und wollen mittels Kommunikationssatellit nach Hause telefonieren, um weitere Mitstreiter zu mobilisieren. Ein zufälliger Verbund aus Schiffen der Navy und deren japanischen Verbündeten, welche gerade ein Flottenmanöver abhalten, müssen nun die Welt retten. Soweit nichts aufregendes und wie der Film enden wird war schon nach 25 Minuten absehbar.

Die Dialoge der Schauspieler hatten kein Tiefgang, der Regisseur Peter Berg hätte auch gleich einen Stummfilm daraus machen können. Dafür waren die Special Effects nicht von schlechten Eltern, was aber noch lange keinen guten Film garantiert. Das die Amerikaner die tollsten, besten und intelligentesten sind, wurde dem Zuschauer immer wieder Gebetsmühlenartig vor Augen geführt. Der ganze Film triefte nur so von Patriotismus und Heldentum und Helden werden am laufenden Band produziert. Selbst ein ängstlicher, oder kriegsversehrter Soldat und selbstverständlich auch der älteste 2. Weltkriegsveteran kann es immer noch mit Ausserirdischen aufnehmen, die uns technologisch um Lichtjahre voraus sind. Auch die japanischen Verbündeten haben neben der glanzvollen US-Navy nur so etwas wie eine Statistenrolle.

Es kommt wie es kommen muss. Sinkende Schiffe, Explosionen, lautes Geschrei und viel Feuer und Rauch. Dazwischen mal ein Verzweiflungsakt mit absehbarem Ausgang und ein sehr realistischer “Ich-zeig-euch-jetzt-mal-was-ich-mit-einem-Schlachtschiff-bei-voller-Fahrt-und-einem-Schiffsanker-alles-machen-kann!” Stunt.

Noch vor der Pause wuchsen meine Sympathien für die Ausserirdischen, gefolgt mit der Bitte, alle Schiffe zu versenken, um dem Elend endlich ein Ende zu bereiten.

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Bild des Tages – Fuck it I’m going home

Wednesday, 11. April 2012 at 17:42 Uhr

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Ein Koran in jedem deutschen Haushalt

Monday, 9. April 2012 at 15:24 Uhr

Quelle: welt.de

Ibrahim Abou Nagie wirkt nicht gerade wie der Inbegriff eines islamistischen Hasspredigers. Der Kölner Geschäftsmann mit palästinensischen Wurzeln ist meist westlich gekleidet, mit Hemd oder Poloshirt, darüber ein helles Sakko. Der Bart des 47-Jährigen ist gestutzt, wenn er predigt, spricht er leise und bedächtig.

Alles in allem ist Ibrahim Abou Nagie kein Islamist von der Optik eines Pierre Vogel. Und dennoch stuft ihn der Verfassungsschutz als einen gefährlichen Mann ein. Der gebürtige Palästinenser gilt als einer der einflussreichsten Prediger des Salafismus, jener radikalen Islam-Strömung die als Sprungbrett in den islamistischen Terrorismus gilt. Wer nicht an Allah und seinen Propheten glaubt, landet nach dem Tod direkt in der Hölle, so die Kernbotschaft der salafitischen Prediger.

Derzeit aber ist Ibrahim Abou Nagie weniger nach Predigen zumute. Er hat viel zu tun, denn er hat Großes vor. Abou Nagie will das deutsche Volk vor dem ewigen Höllenfeuer retten. Alle Nicht-Muslime des Landes sollen zum Islam konvertieren, zum einzig wahren Glauben an Allah und seinen Propheten. Aus Ungläubigen sollen Glaubensbrüder und Schwestern werden.

Interessanterweise will der umtriebige Ibrahim Abou Nagie auch nur die Seelen vor dem ewigen Höllenfeuer retten, ein Feuer, welches den Christen eigentlich bekannt sein müsste, werden doch Anders- oder Ungläubige im Christentum ebenfalls mit der Hölle bestraft.

Deutsche Sicherheitsbehörden sehen in dem derzeit laufenden Koran-Projekt allerdings weniger einen selbstlosen Einsatz für spirituelle Rettung. “Lies!” sei viel mehr ein Rekrutierungswerkzeug der Fundamentalisten, heißt es aus Sicherheitskreisen.

Ist es nicht immer ein Rekrutierungswerkzeug? Bei der Bibel haben die meisten gläubigen Menschen einen blinden Fleck wenn es um den Inhalt der Schrift und seinen Kontext geht.

Zwar wird nicht jeder, der einen Koran mit nach Hause nimmt, auch zum Islam konvertieren, und nicht jeder, der konvertiert, wird automatisch Extremist und wünscht sich einen Taliban-Staat mit Scharia-Gesetzen. Doch mit Abou Nagies Koran-Projekt wächst der Nährboden für extremistisches Gedankengut. Die Gefahr derer, die in ihrem religiösen Eifer zu militanten Fanatikern werden, steigt.

Zwar wird nicht jeder, der eine Bibel mit nach Hause nimmt, auch zum Christentum konvertieren, und nicht jeder, der konvertiert, wird automatisch Extremist und wünscht sich einen Gottes-Staat mit Gottes-Gesetzen.

Ginge es nach der katholischen Kirche, so würden wir immer noch im tiefen Mittelalter verharren und ich könnte diese Zeilen hier nicht schreiben, denn man hätte mich schon lange auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Gesellschaft lässt es nicht zu, das ein paar Wahnsinnige über unser Leben bestimmen, die Kirche würde diesen Umstand wieder ändern, hätte sie nur die Macht und die Gelegenheit dazu. Das die Kirche heute eher einen Schmuse-Kurs fährt ist der Aufklärung zu verdanken und der Trennung zwischen Staat und Religion.

Ob der Plan der Salafisten – einen Gottesstaat aufbauen zu wollen – aufgeht, lässt sich mit der folgenden Frage an die Gesellschaft beantworten:

Könnte die katholische Kirche bei uns heute einen Gottesstaat aufbauen?

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Bild des Tages – Baum und so…

Tuesday, 3. April 2012 at 21:22 Uhr

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CMPA – Der andächtige Schwan

Sunday, 1. April 2012 at 18:34 Uhr

Zugegeben, ich wollte heute eigentlich kein Beitrag veröffentlichen. Zu gross ist die Gefahr, dass dieser am heutigen Tag als 1. Aprilscherz gedeutet wird.

Es ist mir aber ein Anliegen euch ein Kunstwerk aus der Stilrichtung “Commented Minimal Pixel Art”* (CMPA) zu präsentieren. Dieser Kunststil verwendet minimale Strichführungen und arbeitet mit möglichst wenigen Farben. Als Hilfsmittel kommt meist ein elektronisches Medium zum Einsatz, was erst die typischen Pixel im Kunstwerk ermöglicht aber auch andere Hilfsmittel wie Fingerfarben, Stein, Papier oder gemahlene Weissdorn Wurzel können verwendet werden. Die Herausforderung bei CMPA ist es, ein Thema mit wenigen, abstrakten Strichführungen und Flächen zum Ausdruck zu bringen.

Bei CMPA wird jedes Bild mit einem Begleittext versehen, welcher das Bild beschreibt und die Überlegungen des Künstlers dem Betrachter gegenüber erläutert. Dieser wiederum hat die Möglichkeit seine Sicht des Bildes ebenfalls zu kommentieren, so ausführlich wie es ihm beliebt. Dabei wird nur die eigene Interpretation wiedergegeben, ohne auf den Begleittext des Künstlers oder auf einen der Vorbetrachter einzugehen oder diese gar zu bewerten.

In diesem Sinne präsentiere ich euch mein erstes CMPA Kunstwerk: Der andächtige Schwan


Begleittext zum Bild: “Der andächtige Schwan”

Der violette Schwan nimmt eine zentrale Rolle auf dem Bild ein. Es war mir ein Anliegen diesen sehr prominent zu gestalten um seine Ausdruckskraft zur Geltung zu bringen. Der Schwan schwimmt im Zürichsee, etwa auf der Höhe Bellevue, Opernhaus und schaut Richtung Tiefenbrunnen. Sein Kopf ist leicht nach hinten geneigt, da er dieser soeben aus seiner Feder-Reinigungs-Position emporhob. Diese Position gib dem Schwan für einen sehr kurzen Augenblick eine andächtige Gestalt, die aber soeben im Begriff ist, gleich wieder zu verschwinden.

Die schwarze Umrandung des Schwans symbolisiert seinen Kontrast zum Zürichsee, dieser wiederum wird mit den drei blauen Flächen angedeutet. Die blaue Fläche links oben lässt klar erkennen, in welcher Stadt sich die Szenerie abspielt. Die blaue Fläche unten in der Mitte symbolisiert das Kino am See, welches durch den Schwan durchzogen wird. Diese Verzerrung der beiden Ebenen bringen zum Ausdruck, wie Kino-Fiktion mit der Realität verwoben ist. Die blaue Fläche rechts oben im Bild ist eine Werbetafel die Werbung für Kondome macht. Die Werbung selbst sieht man nicht, da das Sujet nicht aus dieser Perspektive zu sehen ist.

Zwischen der oberen rechten und der unteren blauen Fläche, erkennt man gut eine weitere kleine blaue Umrandung. Spannend daran ist, dass man diese Umrandung eigentlich gar nicht sehen darf, da diese den Autofokus einer Kamera repräsentiert, welche gerade auf den Hals des Schwans fokussiert. Diese Kamera wird durch eine Passantin gehalten, welche sich in der beige Menschenmenge am unteren Rand befindet.

Der grüne Kreis zeigt sehr schön die untergehende Sonne über dem Zürichsee. Die grünen Striche, welche über das ganze Bild verteilt sind, repräsentieren die “tanzenden Lichter” die auf der Augennetzhaut entstehen, wenn wir zu lange in die Sonne schauen.

Creative Commons Lizenzvertrag
"Der andächtige Schwan" von Daniel Schurter steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

* CMPA ist ein Idee von Daniel Schurter (1. April 2012) und hat das Ziel, Kunst für alle zu ermöglichen, losgelöst von alten Denkmustern oder Instanzen die versuchen zu definieren was als Kunst zu gelten hat. Ob diese Idee nur als 1. Aprilscherz verstanden werden will oder sich über dieses Datum hinaus retten kann, wird sich zeigen 🙂

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