Bild des Tages – OMG WTF!

Monday, 28. March 2011 at 13:12 Uhr

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«Für Freikirchler können Freikirchler nicht pädophil sein»

Friday, 25. March 2011 at 21:18 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Sektenexperte Georg Otto Schmid hofft, dass der Kinderschänderfall in der Freikirchenszene ein heilsamer Schock ist.

Herr Schmid, die christliche Krippe Purzelbaum hat offenbar nicht allzu genau hingeschaut, als sie einen Kleinkindererzieher angestellt hat, der der evangelikalen Freikirche ICF angehört. Muss man davon ausgehen, dass man sich bereits gekannt hat?
Das ist gut möglich. Die Freikirchen empfinden sich als zusammengehörig. Die Biografie von Freikirchlern beinhaltet in der Regel mehrere Stationen, die theologischen Unterschiede sind nicht mehr relevant. Die Szene ist sehr gut vernetzt, man hält zusammen und grenzt sich gegen aussen ab.
[…]
Für sie sind schon liberalere Reformierte Ungläubige, die in der Hölle schmoren werden. Das Problem ist der Umkehrschluss: Viele Evangelikale können sich nicht vorstellen, dass Leute ihres Glaubens massivst sündigen können. Für Freikirchler können Freikirchler nicht pädophil sein. Ein ICFler ist für ein Mitglied der Christlichen Gemeinde Volketswil automatisch rechtgläubig und ein guter Mensch.

Auch ein ICFler ist ein ganz normaler Mensch, der durch seinen zwar Glauben meint er sei anderen Menschen in moralischer Hinsicht überlegen, was aber ein Trugschluss ist.

Moral gab es schon vor dem Christentum und wird es auch noch geben wenn das Christentum nicht mehr existiert. Moral ist zudem kein starres Konstrukt welches sich niemals ändert, sondern spiegelt den Konsens einer Gesellschaft im Zusammenlebens wider.

Dinge, wie das Zusammenleben unter einem Dach zweier unverheirateten Menschen, war im Jahr 1950 höchst unmoralisch. Nur die Ehe gebietet es einem eine solche Wohngemeinschaft zu führen. Das selbe gilt auch beim Recht auf Verhütung, was 40 Jahren nach der Antibabypille immer noch für kontroverse Diskussionen in religiösen Kreisen sorgt. Die Gesellschaft hat sich einem Bedürfnis angepasst und die nötigen Rahmenbedingung erarbeitet oder sogar erkämpft.

Es lässt sich bei allen Menschen und Kulturen so etwas wie eine “Grundmoral” erkennen. Darunter fallen Dinge wie das töten von anderen Menschen oder die natürliche Hemmschwelle von Pädophilie. Diese Moralwerte sind durch die Evolution entstanden und sind Teil der menschlichen Strategie ums Überleben. Diese Grundeinstellung ist überall auf der Welt vertreten, unabhängig vom Geschlecht, der Rasse und der Religion.

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«Schwulen ohne Partner bleibt Prostitution oder Pädophilie»

Thursday, 24. March 2011 at 19:25 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

[…]
Emil Grabherr outet sich als Schwulenfeind.
[…]
In der neusten Ausgabe der Parteizeitung «Kurier» nimmt er gegenüber den Homosexuellen kein Blatt vor den Mund. Schwule gebe es drei verschiedene Arten, schreibt er in einer bildungspolitischen Tirade gegen die Erosion der Geschlechterrollen und den «perversen Sexualunterricht im Kindergarten»: Neben den in ordentlicher Partnerschaft lebenden Schwulen gehörten «auch die männlichen Huren und die unter keinem Titel akzeptierbaren Bubenschänder» dazu.
[…]
Bei den Luzerner Jungsozialisten und deren homosexueller Arbeitsgruppe GaynossInnen hat Grabherrs Kategorisierung Entsetzen ausgelöst.
[…]
«In seinem Schubladen-Wahn versucht Grabherr verzweifelt, sein heteronormatives Weltbild zu retten, und bezichtigt Schwule, nur zwischen drei Arten der Sexualität wählen zu können. Als Single bleibt mir dann wohl nur noch Prostitution und Pädophilie», sagt Gaynosse Florian Vock, der über Grabherrs «blinde Argumentation» nur lachen kann.
[…]
Die Gesellschaft lebe nach wie vor von der natürlichen Beziehung von Mann und Frau. Die «Gleichwertigkeit jeglicher sexuellen Orientierung» schon im Kindergarten zu propagieren, findet Berufsschullehrer Grabherr total daneben.

Der gute Grabherr muss ja in einer ganz sonderbaren Welt leben wenn er so ein Weltbild lebt und pflegt.
Nach der verko(r)ksten Logik von Emil Grabherr würde nämlich folgende Bedingung bei heterosexuellen Menschen zutreffen:

Single Männer = männliche Huren und Mädchenschänder
Single Frauen = weibliche Huren und Bubenschänder

Im Übrigen weist der Luzerner SVP-Politiker darauf hin, dass er Homosexuelle «aus der erstgenannten Gruppe», also jener mit Lebenspartner, durchaus zu seinem Freundeskreis zählen dürfe.

Er hat also nichts gegen Homosexuelle solange diese in einer Beziehung leben? Ähmm… und dieser Mann ist Lehrer?!

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Der Papst erhebt Jesus-Mythen zu Fakten

Tuesday, 15. March 2011 at 23:31 Uhr

In seinem neuen Jesus-Buch nimmt Benedikt XVI. die Evangelien wortwörtlich. Sein dogmatischer Zugang versperrt ihm die Sicht auf die historische Figur.
[…]
Unbeleckt von den Erkenntnissen aus 200 Jahren historischer Bibelkritik, wonach die Evangelien weniger historische Information als religiöse Botschaft enthalten, nimmt Benedikt sie wortwörtlich. Die frühestens 30 Jahre nach dem Tod Jesu aufgezeichneten Evangelien liest er wie Augenzeugenberichte. Er unterscheidet nicht wie die historischkritischen Exegeten zwischen dem Jesus der Geschichte und dem verkündigten Christus des Glaubens. Anders als die universitäre Theologie hält er die Worte des historischen Jesus und die spätere theologische Auslegung durch die gläubige Gemeinde nicht auseinander.

Der liebe Papst Benedikt der XVI kann glauben an was er will. Wenn er möchte soll er doch die Bibel-Märchen und Jesus-Mythen als Fakten anerkennen und die ganzen Widersprüche wortwörtlich auslegen. Wenn es ihm lustig ist darf er auch glauben, dass die Erde eine Scheibe ist und die Sonne sich um sie dreht. Ich darf ja schliesslich auch glauben, dass der gute Mann nicht mehr alle Tassen im Schrank hat…

Zu guter Letzt weiss doch jeder vernünftige Mensch das es nur einen Gott geben kann – Das Flying Spaghetti Monster. Die Beweise dafür sind überall zu sehen, warum versteht das die Christus-Sekte eigentlich nicht. Wie viele Beweise brauchen die eigentlich noch, bis diese Ketzer das Flying Spaghetti Monster als einzigen, wahren Gott anerkennen?!

Aquarell-Beweis

Photo-Beweis

Photo-Beweis Nahaufnahme

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Risiko Kernkraft – Sieben deutsche Meiler sind verzichtbar

Tuesday, 15. March 2011 at 2:15 Uhr

Quellen: spiegel.de, tagesanzeiger.ch, rechsteiner-basel.ch (PDF), 100-gute-gruende.de

Die Fukushima-Katastrophe bedeutet eine Kehrtwende in der deutschen Atompolitik. Selbst die Energiekonzerne stellen sich auf einen Stopp der Laufzeitverlängerung ein. Technisch ist sogar noch mehr möglich: Sieben Meiler könnten sofort abgeschaltet werden – ohne dass eine Stromlücke entsteht.

Ohne Worte

Wenn man die 2008 gemessene Rekordspitzenlast von 82 Gigawatt als Ausgangswert für den maximalen deutschen Strombedarf nimmt und noch einmal 15 Prozent – also zwölf Gigawatt – als Puffer für Revisionen und Ausfälle draufschlägt, hätte man noch immer einen enormen Überschuss an Kapazitäten.

Würde man die sieben ältesten Atommeiler, deren Laufzeiten Schwarz-Gelb gerade um acht Jahre verlängert hatte, abschalten, wäre der Ausfall zu verschmerzen.
[…]
Auch auf den Strompreis hätte das Fehlen der Altmeiler wohl nur geringe Auswirkungen. Es wäre noch immer weit mehr Energie abrufbar, als gebraucht wird. Allerdings würden die Kohlekraftwerke mehr Strom produzieren, was zu einer Verteuerung der CO2-Zertifikate führen könnte. Andererseits besteht durch die Ökostromschwemme oft ein Energieüberangebot, was auf den Strompreis wiederum drückt.
[…]
Atomkraftbefürworter argumentieren, dass man die Kraftwerke nicht abschalten sollte, da der Energiebedarf der Bundesrepublik stetig steigt – unter anderem durch den Ausbau des Industrieparks und die Umstellung des Verkehrs auf Elektromobilität.

Doch dieses Argument lässt sich widerlegen. Denn es geht in puncto Netzstabilität weniger darum, ob der Gesamtstromverbrauch – gemessen in Terawattstunden – steigt. Wichtig ist, dass die verfügbaren Kapazitäten hoch genug sind, um auf den Punkt genau eine bestimmte Höchstmenge an Energie – die Spitzenlast gemessen in Gigawatt – bereitzustellen. Dieser entscheidende Wert aber ist seit Jahren kaum gestiegen: Seit 2002 pendelt die Jahreshöchstlast kontinuierlich bei rund 80 Gigawatt.
[…]
Durch den Ausbau der Elektromobilität könnte dieser Wert mittelfristig zwar steigen – es dürfte aber noch einige Jahre dauern, bis der E-Auto-Markt eine energiepolitisch relevante Größe erreicht haben wird. Bis es soweit ist, dürften zudem auch Technologien zum flexiblen Lastmanagement (Smart Grids) deutlich weiterentwickelt worden sein. Erneuerbare Energien werden dann stärker und flexibler in Spitzenlastzeiten abrufbar sein.

Smart Grids sind nur ein Teil der Lösung. Weitere Massnahmen sind bessere Isolierungen an Gebäuden, effizientere Produkte, eine massive Erhöhung der Subventionen in erneuerbare Energien. Wer jetzt beim Wort “Subventionen” reflexartig zusammen zuckt und über den höheren Kilowattstunden-Preis bei den regenerativen Energien zu schimpfen anfängt, sollte bedenken, dass wir seit Jahrzehnten den Atomstrom subventionieren ohne das uns dies eigentlich bewusst ist. Die Kilowattstunde Atomstrom kostet etwa 5 Rappen, dies ist möglich aus folgenden Gründen:

  • Die Endlagerung ist bis heute ungelöst. Die Kosten dafür sind heute noch gar nicht abzuschätzen, da das Risiko des sicheren Wegschliessens der Brennelemente über Jahrtausende nicht berechnet werden kann. Die Kosten und das Risiko für diese Massnahme werden zukünftige Generationen tragen müssen.
  • Kein AKW-Betreiber ist heute gegen das Risiko eines Super-GAU’s voll versichert. Aus 100-gute-gruende.de: ‘Fielen die derzeitigen enormen Vergünstigungen für Atomkraft weg – etwa durch eine realistische Deckungssumme bei der Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke, eine Besteuerung der Rücklagen, eine Brennstoffsteuer –, wäre Atomstrom unbezahlbar: Die Basler Prognos AG errechnete schon 1992 einen realistischen Preis von rund 2 Euro pro Kilowattstunde.’
  • Es wird gerne gegen argumentiert, dass auch das Bersten eines Staudammes bei einem Erdbeben oder bei einem Anschlag tausende Tote und Milliarden Schäden zu Folge haben kann und das man hier auch nicht auf die Idee kommt die Staudämme abschaffen zu wollen. Das dieser Vergleich mit einem AKW-Unfall hinkt sollte jedem klar sein, wenn man bedenkt, dass bei einem Staudammbruch die überfluteten Gebiete nicht für Jahrzehnte radioaktiv verseucht und Unbewohnbar sein werden.

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    Link des Tages – simfy.ch

    Monday, 14. March 2011 at 19:50 Uhr

    simfy.ch
    Mit mehr als 8 Millionen Songs aus den Repertoires aller Major Labels und der großen Independent Labels hat simfy das Zeug zum durchstarten.

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    “Privatsphäre ist sowas von Eighties”

    Thursday, 10. March 2011 at 22:29 Uhr

    Quelle: spiegel.de

    Wir müssen uns von der Idee privater Daten im Internet verabschieden, sagt Julia Schramm. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE erklärt die Mitgründerin der “datenschutzkritischen Spackeria“, warum der Datenschutz nicht mehr funktioniert und was es mit Post-Privacy auf sich hat.

    SPIEGEL ONLINE: Der Datenschutz muss verbessert werden, darüber waren sich bisher Internetaktivisten und Politiker grundsätzlich einig. Alles Quatsch, sagt eine neue Gruppe, die Sie mitbegründet haben – private Daten lassen sich ohnehin nicht mehr schützen. Was will die “datenschutzkritische Spackeria”?

    Schramm: Keine Macht den Datenschützern. Wir finden, dass die aktuelle Diskussion um den Schutz von Daten an der Realität vorbeigeht. Wir leben in einer vernetzten Welt, wo Privatsphäre durch das Internet nicht mehr möglich ist. Nun müssen wir sehen, wie wir damit umgehen.

    SPIEGEL ONLINE: Der Grundsatz “Meine Daten gehören mir” gilt nicht mehr?

    Schramm: Das ist zwar ein schöner Anspruch, aber meine Daten können mir nicht mehr gehören. Wir haben längst die Kontrolle darüber verloren. Ob wir es nun gut finden oder nicht: Privatsphäre ist sowas von Eighties. (lacht)

    Das nachfolgende Szenario und alle darin vorkommenden Personen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

    – – – – – – – – – – – – – – – – – – Start des Szenario – – – – – – – – – – – – – – – – – –
    Die Ausgangslage:
    – Jede Person/Firma/Institution kann Daten jeglicher Art, welche im öffentlichen Raum zustande gekommen sind, in einem beliebigen Ausmass verwenden.
    – Es gibt keine Datenschützer

    Das Szenario:
    Frau Schramm läuft eines sonnigen Tages im Frühling die ‘Wissensdurststrasse 42’ entlang und bleibt mit ihrem neuen Kleid von der Firma ‘Frech & Keck’ an einer Aussparung einer städtischen Sitzbank hängen. Das Kleid wird ihr beim weitergehen von den Hüften gerissen und entblösst ihr Unterkörper, sichtbar wird dabei ihr Slip der Marke ‘Touch Me’ von der Firma ‘Intim’ und eine 12 cm lange Narbe am linken Oberschenkel.

    In diesem Moment fährt das Google-Auto die Strasse entlang und fängt die Szenerie mit ihren Kameras ein.
    In diesem Moment fotografieren Passanten die Szenerie mit ihren Handys.
    In diesem Moment nehmen die Überwachungskamera der Stadt die Szenerie auf.

    Einige Zeit später:
    Google verzeichnet eine Häufigkeit beim Aufruf der ‘Wissensdurststrasse 42’ über ihren Dienst maps.google.com.
    Freunde erkennen die Frau als Julia Schramm und machen diese Daten über Facebook und Twitter publik.
    Die Angestellten der Überwachungsfirma stellen das Video bei Youtube ein.
    Blogger in aller Welt schreiben über den Vorfall an der ‘Wissensdurststrasse 42’
    Die Firma ‘Intim’ schaltet eine Ambient Media Kampagne, wo Personen den Slip ‘Touch Me’ an einer originalgetreuen Nachbildung von Julia Schramm anfassen können.
    Julia Schramm bekommt Werbung von Instituten welche Schönheitsoperationen anbieten. Diese machen Werbung mit ihrer Narbe an ihrem Oberschenkel.
    Julia Schramm bekommt Angebote aus der Pornoindustrie.
    Eine Internet-Werbefirma findet heraus, dass Julia zwei Wochen vor dem Vorfall, als sie den Slip ‘Touch Me’ über das Internet bestellte, von der selben IP aus, 4 Minuten nach der Bestellung eine Informationswebseite zum Thema Brustkrebs anwählte und dort 25 Minuten verweilte. Ihre Private Krankenkasse weiss dies jetzt auch.
    Eine religiöse, fundamentalistische Gruppe im Inland stört sich an den ‘obszönen’ Bilder und fängt an Julia Schramm-Puppen zu verbrennen.
    – – – – – – – – – – – – – – – – – – Ende des Szenario – – – – – – – – – – – – – – – – – –

    SPIEGEL ONLINE: Tatsächlich sammeln Unternehmen vielfach persönliche Daten und forschen uns aus. Das sollen wir uns gefallen lassen?

    Schramm: Wir lehnen es jedenfalls ab, das mit Gewalt zu verhindern. Natürlich ist die Dominanz von einigen wenigen großen Internetfirmen wie Google oder Facebook bedenklich. Deswegen plädieren wir dafür, dass Menschen bewusst mit ihren Daten und dem Internet umgehen: Dort gibt es einfach keine Privatsphäre mehr. Aber das heißt noch lange nicht, dass Datenschutzgesetzte aus der analogen Zeit das Internet einschränken müssen.

    Das Problem ist nicht mal so sehr das Google weiss welche Seite ich angeschaut habe oder Facebook alle meine Freunde kennt oder Amazon meine Lieblingsbücher. Das Problem ist die Vernetzung der Daten untereinander, also das Erstellen von Profilen.

    SPIEGEL ONLINE: Was ist denn das für eine Gewalt, von der sie sprechen?

    Schramm: Ein Beispiel: Der Datenschützer in Niedersachsen hat dem Betreiber einer Website verboten, Google-Werbung auf seinen Seiten zu schalten. Die Begründung war, dass die IP-Adressen der Nutzer ungefragt an einen weiteren Server übertragen werden. Dabei ist das im Internet die Regel, sehr viele Seiten nutzen solche Dienste – und die Nutzer wissen das auch. Die Entscheidung dagegen ist eine Form von Staatsgewalt.

    Einverstanden, so ein Verbot macht tatsächlich keinen Sinn. Viele Nutzer kennen aber die Mechanismen des Internets nur ungenügend, eine Informationspflicht seitens der Betreiber, bzw. ein Nachfragen des Nutzers nach der Erlaubnis für die Weitergabe von Daten sollte Standard sein. Als Beispiel: Auf den Strassen Innenorts (Schweiz) ist die Höchstgeschwindigkeit 50Km/h. Diese Tatsache ist bei allen Motorfahrzeuglenker in der Schweiz bekannt, angeschrieben wird die Höchstgeschwindigkeit trotzdem vor jedem Dorf, warum wohl?

    SPIEGEL ONLINE: Der Staat soll sich aus der Regulierung des Internets weitgehend raushalten?

    Schramm: Ja! Nehmen wir zum Beispiel die Idee mit dem Radiergummi. Politiker diskutieren derzeit, wie man einen Mechanismus des Vergessens ins Internet einbauen kann. Das sind gewalttätige Versuche, die Struktur des Internets zu beeinflussen.

    Diese Versuche das Internet mittels Radiergummi zum Vergessen zu bewegen sind genau so bescheuert wie Stoppschilder vor bestimmten Webseiten aufzustellen. Personen – meist Politiker – welche so einen Unsinn fordern haben die Funktionsweise des Internets nicht verstanden. Diese Forderungen sind teils so absurd, sie können daher auch nicht umgesetzt werden und dienen nur den warholischen 15 Minuten Ruhm.

    SPIEGEL ONLINE: Ohne staatliche Regeln sind die Internetnutzer den Datenkraken ausgeliefert. Ist das nicht ein Widerspruch zum bewussten Umgang mit den persönlichen Daten?

    Schramm: Im Internet ist es eben vorbei mit der Privatsphäre, darüber sollte man sich klar sein. Schon der Begriff Datenschutz gaukelt eine falsche Sicherheit vor, die es praktisch nicht mehr gibt. Die einzige Alternative ist, anonym zu surfen.

    Sorry Julia, anonymes Surfen gaukelt eine falsche Sicherheit vor.

    SPIEGEL ONLINE: Ohne Privatsphäre gibt es kaum noch Geheimnisse. Ist das nicht eine schreckliche Vorstellung?

    Schramm: Privatsphäre ist auch der Ort, wo Ehemänner ihre Frauen schlagen. Aber wir wollen auch keinen anarchistischen Zustand, in dem es überhaupt keine Privatsphäre mehr gibt. Es muss schon noch Einschränkungen geben.

    Der Vergleich hinkt, denn das Schlagen einer anderen Person ist eine Straftat, egal ob innerhalb der Privatsphäre oder im öffentlichen Raum.

    SPIEGEL ONLINE: Und zwar?

    Schramm: Grundsätzlich muss der Verbraucherschutz umgesetzt werden – Schutz vor Betrug ist aber wahrlich nicht nur im Internet relevant. Da müssen Standards eingehalten werden. Beim Datenschutz von Kindern, die ins Netz “hochgeladen” werden, bin ich noch unschlüssig – da fehlt eine Debatte. Und natürlich gilt: Post-Privacy ist kein normativer Anspruch, sondern, neben der Zustandsbeschreibung, ein persönlicher Anspruch, dem man niemandem aufzwingen kann.

    SPIEGEL ONLINE: Wie also soll der neue Datenschutz aussehen?

    Schramm: Genau darüber wollen wir jetzt diskutieren, eine Antwort haben wir noch nicht. Nur so viel ist klar: Wir müssen den Begriff neu definieren. Was sind überhaupt schützenswerte Daten – und wie kann man sie schützen? Mit einem digitalen Radiergummi doch ganz sicher nicht.

    Kurz gesagt: Julia Schramm wünscht sich Verbraucher- und Datenschutz im Internet, aber irgendwie anders und anders benannt. Ich finde das Ganze ein wenig wirr, sorry…

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    Bild des Tages – Men vs. Women

    Wednesday, 9. March 2011 at 20:16 Uhr

    Ohne Worte!

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    US-Forscher tüfteln am Synthetik-Schnitzel

    Tuesday, 8. March 2011 at 21:29 Uhr

    Quelle: tagesanzeiger.ch

    In Amerika arbeiten Wissenschaftler mit Hochdruck an der Entwicklung von künstlichem Fleisch. Was nicht eben appetitlich tönt, soll positive Nebeneffekte haben. Im August kann man das Fleisch erstmals probieren.

    Der Gedanke an ein Schnitzel aus dem Bioreaktor lässt nicht jedermann das Wasser im Mund zusammenlaufen. Aber Vladimir Mironov von der Medical University of South Carolina in Charleston ist vom Sinn des Projekts überzeugt. «Denken Sie an das Bevölkerungswachstum, oder auch an die Besiedlung des Weltraums», sagt er.

    «Schon heute gibt es etwa in Singapur oder in New York keinen Platz mehr für Tierzucht», sagte Mironov. Kunstfleisch sei «praktisch und natürlich» – und schade dem Konsumenten keinesfalls. Es könne einen Beitrag leisten gegen die weltweite Nahrungsmittelknappheit.

    Ich gebe dem künstlichen Fleisch eine Chance, schliesslich lassen wir unsere Geschmacksnerven auch vom Erdbeeraroma aus Schimmelpilz und künstlichen Süssstoffen überlisten. Das Märchen mit der Nahrungsmittelknappheit auf unserem Planeten sollte man in einer aufgeklärten Gesellschaft wirklich nicht mehr erzählen. Wir “hätten” genug Lebensmittel für alle Menschen, die Verteilung der Nahrung, der Mangel an Geld um sich Lebensmittel kaufen zu können und eine traurige Subventionspolitik der Industrienationen gegenüber den Entwicklungsländer führen letztendlich zu dieser Misere.

    Inzwischen setzt die Nasa aber auf proteinhaltige Pflanzen. Als Finanzierer für Mironovs Arbeit ist die Tierschutzorganisation PETA eingesprungen. Das Forschungsprojekt steht vor einigen grossen Hürden. Saftige Steaks wachsen nicht über Nacht unterm Mikroskop, die Technik lässt bislang keine Fleischzucht in grossen Mengen zu.

    Mironov glaubt aber, dass Retortensteaks in Zukunft Realität sein könnten: «Es ist eine Frage der Zeit und eine Frage des Geldes.» Für ihre Versuche entnehmen Mironov und sein Forscherkollege Nicholas Genovese embryonische Muskelzellen aus dem Truthahn, sogenannte Myoblasten.

    Die entscheidende Frage wird sein: Wie viel Energie wird für eine Kalorie Synti-Fleisch aufgewendet? Daran und am Geschmack wird sich zeigen, ob Synthetik-Schnitzel eine nachhaltige Zukunft haben werden.

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    Twitter ist 7,7 Milliarden Dollar wert

    Saturday, 5. March 2011 at 12:49 Uhr

    Quelle: tagesanzeiger.ch

    Der Kurznachrichtendienst Twitter ist schätzungsweise 7,7 Milliarden Dollar wert. Dies ergab eine Versteigerung von Firmenanteilen. Bei einer Bewertung im Dezember für die Zusammenstellung einer Finanzspritze war Twitter noch weniger als halb so viel wert.

    Man muss schon extrem gierig sein, um nicht erkennen zu können, dass solche Bewertungen nicht die Realität widerspiegeln können.

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