Kohlendioxidausstoß auf Rekordniveau

Tuesday, 30. September 2008 at 14:23 Uhr

Quelle: Spiegel.de

Entwicklungs- und Schwellenländer sind demnach für bereits 53 Prozent des weltweiten C02-Ausstoßes verantwortlich. Im Schnitt stiegen die weltweiten Emissionen von 2000 bis 2007 jährlich um zwei Teile pro Million. In den siebziger Jahren lag der durchschnittliche Anstieg noch bei 1,3 Teilen pro Million.

Und trotzdem müssen die “alten” Industriestaaten den ersten, entscheidenden Schritt Richtung Klimaschutz unternehmen. Die Verantwortung liegt bei uns, da wir im Gegensatz zu den Schwellenländer länger Zeit hatten und auch noch über die technischen Möglichkeiten verfügen den Klimaschutz heute schon Realität werden zu lassen.

Es wäre auch nicht fair gegenüber Ländern wie Indien und China die sich inmitten des wirtschaftlichen Aufschwungs befinden, alles über die Klimaschutz Debatte lösen zu wollen. Wir hatten schliesslich 60 Jahre Zeit und dieses Know-How müssen wir weitergeben, damit die Schwellenländer den “Turnaround” auch hinkriegen. Der Impuls muss aber von uns kommen.

Wir tragen in erster Linie dafür Verantwortung und können uns nicht mit dieser Ausrede: “Wir sind nicht mehr die grössten Verschmutzer” das CO2 von den Händen waschen…

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SBB und die neue Preispolitik

Saturday, 27. September 2008 at 19:22 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch #1, tagesanzeiger.ch #2

Gleichzeitig sagten Sie der «SBB-Zeitung», dass Sie ein Gegner von Erziehungsmassnahmen seien und nicht glauben, dass sich die Spitzen brechen lassen. Wie geht das zusammen?
Ich bin Walliser und habe deshalb eine Skepsis gegenüber Erziehung. Ich habe hingegen nichts gegen Anreize. Wie kann man Kunden mit Anreizen dazu bringen, Zeiten ausserhalb der Spitzen zu benützen? Ich bin ein Verfechter solcher Methoden. Ich bin überzeugt, dass man den Freizeitverkehr steuern kann. Der Pendlerverkehr wird aber schwierig steuerbar sein, nicht zuletzt aus dem einfachen Grund, dass jeder einen gewissen Lebensrhythmus hat, der nicht einfach zu ändern ist. Er will zu einer bestimmten Zeit im Büro und dann wieder zu Hause sein.

Der gute Mann vergisst, dass es Personen gibt die zu einer bestimmten Uhrzeit am Arbeitsplatz erscheinen müssen.

Das heisst, der ganze Erstklasswagen exklusiv nur für Erstklasskunden. Sich im Eingangsbereich aufzuhalten, wäre Zweitklasskunden untersagt.
Genau. Das sind Massnahmen, die sehr polarisieren. Wichtig ist, dass diese Diskussion jetzt geführt wird. Ebenso wichtig ist, dass die beiden Lager miteinander einigermassen gesittet umgehen.

Dieses antiquierte Modell sollte endlich mal abgeschafft werden. Wo bitte sollen sich die Zweitklasskunden (tolles Wort) zur Rush-Hour den aufhalten, wenn alle Waggons der zweiten Klasse überfüllt sind, beim Zugführer?

Ein Billett wäre also am Automaten zug- oder stundengenau verfügbar?
Der Ticketpreis und die Billettnummer wären dann gebunden an eine Zeitzone. Wenn Sie innerhalb einer Zeitzone fahren, dann hat das Billett Gültigkeit. Wenn Sie zu einer teureren Zeit fahren wollen, brauchen Sie einen Zuschlag.

Auja, macht das Billetsystem noch komplizierter, vielleicht erledigt sich dann das Problem der überfüllten Züge von alleine.

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Terroristen sind Darwinisten

Thursday, 25. September 2008 at 21:02 Uhr

Quelle: Spiegel.de

Oktar: Der Darwinismus ist die Grundlage für Hitlers und Mussolinis Faschismus und Stalins Kommunismus. Und wenn wir uns die Gegenwart anschauen, dann sehen wir, dass alle Terroristen – auch diejenigen, die sich selbst als Muslime betrachten – in Wahrheit Darwinisten und Atheisten sind. Ein gläubiger Mensch, der regelmäßig betet, legt keine Bomben. Das machen nur Menschen, die vorgeben, Muslime zu sein – oder Darwinisten, die klar sagen, dass sie Terroristen oder Kommunisten sind. Folglich sind sie alle Darwinisten.

Meine Güte, was für ein Blödsinn der Mann vor sich gibt.
Eine Kausalität zwischen Hitler und Darwinismus oder Atheismus gibt es nicht. Im Umkehrschluss würde dies ja bedeuten, das gläubige Menschen keine Bombenanschläge verüben oder Massenmorde begehen.
Mann kann natürlich auch im Nachhinein die Definition anhand den Taten ändern, wer ein Gläubiger war und wer nicht.

[…]
Im Unterschied zur Schöpfung hat der Darwinismus keinen Beweis für die Evolutionstheorie. Ihre Anhänger haben keinen fossilen Beweis gefunden, den man verwerten könnte.

Jaja, schon gut…
Hauptsache die Schöpfungsgeschichte ist beweisbar und diese Beweise liegen ja überall herum, alles bestens in Ordnung.

Das Konzept des Intelligent Design behauptet, die Dinge seien irgendwie erschaffen worden, aber nicht von wem. Man sollte klar sagen: Das war Allah.

Wie konnten wir diesen Beweis nur all die Jahren übersehen haben?

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SlotMusic: Rettung der Musikindustrie?

Tuesday, 23. September 2008 at 22:46 Uhr

Quelle: PCtipp.ch
Etwa 10 Jahre zu spät, aber verständlich: Schliesslich mussten noch diverse juristische Schlachten gegen böse Raubkopierer geschlagen werden. Und DRM beanspruchte auch noch eine Menge Zeit.

Dem Frieden traue ich aber noch nicht so ganz…

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Strompreise verdoppeln sich

Sunday, 21. September 2008 at 20:48 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch

Die Strompreise wären wegen der global steigenden Energiepreise aber auch ohne Liberalisierung gestiegen, allerdings weniger stark, sagte er. Denn der administrative Aufwand sei im liberalisierten Markt erheblich grösser.

Aus welchem Grund sollten wir die Liberalisierung dieses Grundversorgungs-Gut “Strom” nun wieder absegnen? Tiefere Preise und mehr Wettbewerb? Aha…

Wenn nicht die Gestehungskosten für die Strompreise massgebend wären, sondern die heute höheren internationalen Marktpreise, dann würden die Preise jetzt noch stärker steigen und es würde noch mehr Reklamationen geben, sagte Schmid.

Die Liberalisierung des Strommarktes – wie in Deutschland beispielsweise – haben nur zu steigenden Preisen geführt. Dort spielt der Wettbewerb überhaupt nicht und Anbieter wie E.ON, Vattenfall, RWE oder EnBW verdienen sich duselig an diesen Preisen. Verbraucherschützer verlangen schon seit längerem eine Offenlegung der realen Kosten und viele Kunden zahlen die happigen Aufschläge nicht mehr, mit dem Ziel, die Stromkonzerne endlich zum Handeln zu bewegen.

Ich werde ebenfalls nicht einfach einen Aufschlag von 100% an höhere Stromkosten ohne Prüfung hinnehmen, im Zweifelsfall werde ich von meinen Stromanbieter eine Kostenaufstellung verlangen.

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US-Regierung plant Banken Milliardenschulden abzunehmen

Friday, 19. September 2008 at 13:22 Uhr

Quelle: Spiegel.de

Der Rettungsplan könnte laut CNBC ein Volumen von 500 Milliarden Dollar haben. Es wäre der umfassendste derartige Staatseingriff seit der Depression – “der größte Umbau des US-Finanzsystems seit den dreißiger Jahren”, wie das sonst mit Superlativen eher zurückhaltende “Wall Street Journal” schrieb.

Den Amerikaner kostet dieser Rettungsplan um die 1666 Dollar pro Kopf, denn von dort wird das Geld kommen.

Das so ein Crash in unserem Finanz- und Wirtschaftssystem unausweichlich ist, hat hoffentlich niemanden wirklich überrascht.

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Katholische Fundamentalisten bedrohen evangelischen Papstkritiker

Monday, 15. September 2008 at 10:53 Uhr

Quelle: Spiegel.de

Glaubenskrieg in Deutschland: Wegen eines papstkritischen Liedes wird der evangelische Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger von katholischen Fundamentalisten mit Morddrohungen attackiert und im Internet wüst beschimpft. Die Polizei nimmt die Drohungen ernst.

Liebe katholischen Fundamentalisten
Sucht doch das Gespräch mit Clemens Bittlinger, argumentiert und benutzt den Verstand um euren Standpunkt zu vertreten. Gehen euch dabei die Argumente aus, so könnt ihr immer noch einfach nach Hause gehen und glauben was ihr wollt. Aber lasst das mit den Morddrohungen, denn ein irdisches Gericht wird euch dafür Belangen und davor wird euch auch keinen Gott schützen können.

Dies könnt ihr glauben…

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Bolivien – Industriemetropole gegen Bergland

Saturday, 13. September 2008 at 20:09 Uhr

Quelle: tagesanzeiger.ch
Wie im Kaukasus Konflikt müsste doch die USA für die Integrität und den Zusammenhalt des Landes sein. Ausser es werden (wieder) andere Ziele verfolgt, in dieser Hinsicht kann die USA ja aus einem grossen Fundus von Erfahrungen schöpfen.

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EU-Innenpolitiker wollen sämtliche digitalen Nutzerspuren überwachen

Thursday, 11. September 2008 at 17:08 Uhr

Quelle: heise.de
Pünktlich zum 11.9 werden wir wieder einmal mehr daran erinnert, dass der Kampf gegen den Terrorismus nur gewonnen werden kann, wenn wir unsere Freiheiten einschränken lassen.

Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, ist zurecht ein Sklave.
– Sokrates –

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Die bigotte Glaubenswelt der Sarah Palin

Wednesday, 10. September 2008 at 19:30 Uhr

Quelle: Spiegel.de

Ihren Hang, profane Dinge religiös aufzuladen, hat Sarah Palin mehrfach bewiesen. Den Bau einer 30 Milliarden Dollar teuren Gaspipeline in Alaska nennt sie “Gottes Wille”, den Krieg der USA im Irak eine “von Gott gegebene Aufgabe”. An Schulen will sie neben der Evolutionsbiologie gleichwertig die biblische Schöpfungsgeschichte lehren lassen, und auf Sexualkunde in Schulen will die Gouverneurin von Alaska und Kandidatin für die US-Vizepräsidentschaft am liebsten ganz verzichten.

So denkt Sarah Palin über Umwelt, Abtreibung und Bildung:

Umwelt
Palin hat in mehreren Interviews klargemacht, dass sie die Erderwärmung nicht als Folge menschlichen Handelns ansieht. Hierin unterscheidet sie sich von Kandidat John McCain, der Maßnahmen zum Klimaschutz fordert. Palin befürwortet Ölbohrungen in geschützten Naturgebieten in den arktischen Regionen ihres Heimatstaats Alaska. Unter ihrer Führung hat die dortige Landesregierung Klage gegen den Beschluss der Regierung in Washington eingereicht, den Eisbären auf die Liste der bedrohten Tierarten zu setzen.

Abtreibung
Palin tritt für ein weitreichendes Verbot der Abtreibung ein. Sie will sie nur dann zulassen, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. In ihrem Gouverneurswahlkampf 2006 sagte sie: “Egal, welche Fehler wir als Gesellschaft machen: Wir können es nicht zulassen, das Leben Unschuldiger zu beenden.” Ihr im April geborenes fünftes Kind, das an dem Down-Syndrom leidet, bezeichnete sie als “Geschenk Gottes”. Obwohl sie die Diagnose schon während der Schwangerschaft kannte, dachte sie nach eigenen Angaben nie an einen Abbruch.

Bildung
Palin hat sich mehrfach klar gegen Sexualkundeunterricht in Schulen ausgesprochen. Sie befürwortet stattdessen Aufrufe zur Enthaltsamkeit bis zur Ehe. Zudem will sie, dass neben der Evolutionstheorie an Schulen gleichwertig die biblische Schöpfungsgeschichte unterrichtet wird. “Man muss beides lehren”, sagte sie in einem Zeitungsinterview. “Eine gesunde Debatte ist wichtig und wertvoll in unseren Schulen.”

[…]
McGraw versucht zu beruhigen. Er sei sich sicher: Palins religiöse Überzeugungen beeinflussten ihre politischen Entscheidungen in Staatsämtern nicht.
[…]

Ja, richtig, warum auch!
Sie wird ihre persönliche Meinung sicherlich zum Wohl der religiösen Neutralität in den Hintergrund stellen. Das funktioniert ja mit dem Abtreibungsverbot schon ganz prima. Auch die Schöpfungsgeschichte hat rein gar keinen religiösen Hintergrund und der Bau einer Gaspipeline wird auch nur so zum Jux als “Gottes Wille” angesehen.
Vermutlich werden (wieder) viel Wähler diese bigotte Propaganda im November mit einem Kreuzchen auf dem Wahlzettel honorieren.

Wenn sich da McCain nicht mal eine Zeitbombe ins Team geholt hat.

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